Wasser für Bolivien
In Santa Ana, Bolivien, werden die Ingenieure ohne Grenzen zusammen mit Dorfbewohnern die Versorgung des Dorfes mit frischem Wasser für den täglichen Bedarf aufbauen.
In den Nachbardörfern Santa Ana, Siete Suyos und Chocaya Ánimas im Südwesten Boliviens leiden die Menschen sehr unter Wassermangel. Bedingt durch das trockene, kalte Klima gibt es kaum Oberflächengewässer. Der einzige Fluss ist durch den lokalen Bergbau stark mit Schwermetallen kontaminiert. Deshalb werden weit entfernte, nicht sehr ergiebige Quellen genutzt, die aber immerhin über eine gute Qualität verfügen. Dadurch stehen den 5.500 Bewohnern von Siete Suyos und Chocaya Ánimas nur 200 Liter pro Woche und Familie zur Verfügung (ca. 3-5 Liter pro Person und Tag; zum Vergleich: der Verbrauch in Deutschland beträgt ca. 120 Liter pro Person und Tag). Die Menschen in Santa Ana (ca. 50 Personen) müssen ihr Trinkwasser in Flaschen abgefüllt für viel Geld kaufen. Das Wasser fehlt nicht nur für das Trinken und Kochen, sondern auch für die tägliche Hygiene.
Nach der erfolgreichen Erkundung im September und Oktober 2009 wurden die Ziele für die kommende Implementierungsphase definiert. Vor allem soll die Trinkwasserversorgung des Dorfes Santa Ana aufgebaut werden. Außerdem sind Projekte vorgesehen, um die sanitäre Situation und die Ernährung aller drei Dörfer zu verbessern. Dafür sind neben der Wasserversorgung auch der Bau von Toiletten und einem Demonstrationsgewächshaus für den Gemüseanbau im kleinen Stil geplant.
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