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Kenia: Toiletten für ein Bildungszentrum in Ukunda

Die sanitäre Situation, vor allem in den ländlichen Regionen Kenias, ist größtenteils sehr prekär. So auch im DARAD Bildungszentrum, welches sich im rund eine Stunde südlich von Mombasa gelegenen Ort Ukunda befindet. Hier werden Kinder aus den angrenzenden Slums in einer Schule und einem Kindergarten betreut. Zusätzlich werden auch Erwachsene im Lesen, Schreiben und im Englischen unterrichtet. Durch das schnelle Wachstum der Schule stößt diese aber immer wieder an Kapazitätsgrenzen, was sich ebenfalls  in der sanitären Situation wiederspiegelt. Bevor die Ingenieure ohne Grenzen sich dem sanitären Problem angenommen hat, standen für über 200 Personen nur vier Plumpsklos zur Verfügung. Zudem waren die Auffanggruben in unmittelbarer Umgebung des schuleigenen Brunnens, so dass die Gefahr einer Kontaminierung der Wasserquelle durch die versickernden Fäkalien direkt bestand.

Trenntoiletten produzieren gleichzeitig Dünger

Die Ingenieure ohne Grenzen haben sich diesem Problems angenommen und eine Vielzahl an möglichen Sanitärlösungen in Erwägung gezogen. Nach eingehendem Vergleich konnte der Aufbau von Trenntoiletten als nachhaltigste und effektivste Lösung gefunden werden. In diesem System werden Urin und Fäkalien voneinander getrennt und separat gelagert.

Der Urin kann nach einmonatiger Lagerzeit als sehr guter Dünger im Schulgarten eingesetzt werden. Ziel des Projektes war es, in Zusammenarbeit mit dem Verein Lebensblume e.V. und lokalen Partnern, zehn Toiletteneinheiten für die Schule zu errichten. Dabei sollen die Schüler und Lehrer in den Bau mit eingebunden werden, um die Wertigkeit von Hygiene zu vermitteln und gleichzeitig das Wissen für den Bau von Trenntoiletten in der lokalen Bevölkerung zu erhalten.

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