Kamerun: Bau einer Schule für erneuerbare Energien und Umwelttechnik
Kein Strom, kein Wasser, schlechte hygienische Bedingungen und Krankheiten, so sieht der Alltag für die meisten Menschen in ländlichen Gebieten in Kamerun aus, wo nur 22% der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität haben. In ländlichen Gebieten sind es nur 3,5 Prozent der Bevölkerung. Technologietransfer ist einer der zentralen Aspekte für die Zukunft und Entwicklung von Ländern wie Kamerun.
Umweltfreundliche Technologien können eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen
Zur Schaffung von lokaler Expertise und Wissen um umweltfreundliche Technologie vor Ort gehört vor allem die Ausbildung und Wissensvermittlung in erneuerbaren Energien und weiteren umweltfreundlichen Technologien vor Ort. Zusammen mit dem Verein GREEN STEP e.V. wollen die Ingenieure ohne Grenzen genau dieses Wissen vermitteln. Dabei geht es nicht um die Duplikation von europäischem Wissen, sondern um die Vermittlung und Entwicklung von Technologie, die an die Gegebenheiten vor Ort angepasst wird. Zusammen mit anderen Vereinen ist der Bau einer erneuerbaren Energieschule in Kamerun geplant, welche vor allem praxisnahe Ausbildung ermöglichen soll. Daher ist es wichtig, dass die Schüler schon früh einen Einblick in die Produktion und in den Vertrieb, Installation und Wartung von technischen Produkten erhalten. Darüber hinaus wird die Schule nicht nur erneuerbare Energietechnologie lehren, sondern selbst als Produzent und Vertreiber von Kleinstwasserkraftanlagen und Solarthermieanlagen zur Warmwassererzeugung auftreten. In diesem Betrieb arbeiten die Schüler schon von Beginn an mit. Die Gewinne aus dem Verkauf fließen als zusätzliche Einnahmequelle in den Schulbetrieb zurück. Somit soll auch die langfristige Finanzierung der Ausbildungsstätte zusätzlich gesichert werden und die Schule so unabhängig von ausländischen Geldgebern werden. Zielgruppe der Schule sind junge Schulabsolventen (primary education) aus ländlichen Gebieten mit Technikaffinität und einem Interesse an ländlicher Entwicklung. Die Schule wird wie in Kamerun üblich eine geringe Schulgebühr erheben, wobei Stipendien möglich sind. Die zwei besten Schüler sollen pro Jahr einen Arbeitsplatz in der Schulproduktionsstätte erhalten. Nach erfolgreicher Ausbildung erhalten die Schüler die Möglichkeit, sich durch einen Mikrokredit selbstständig zu machen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der
Regionalgruppe Regensburg
...und auf der Seite unserer
Kompetenzgruppe für Erneuerbare Energien
