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FORSCHUNGSPROJEKTE

Forschung und Entwicklung modularer Wasserpumpsysteme

In vielen Ländern gibt es infrastrukturelle Hemmnisse, durch die der Zugang zu nutzbarem Wasser behindert wird. Nicht angepasste Lösungsansätze, die zumeist aus Industriestaaten stammen, verfehlen häufig das Ziel der Verbesserung der Wasserversorgung. Dieses Forschungsprojekt strebt die Entwicklung von Technologien an, die die Wasserförderung erheblich vereinfachen. Ein zentraler Gedanke ist hierbei, dass es möglich sein muss, Wasser ohne den Einsatz von Elektrizität zu fördern.

Forschungs- und Entwicklungsprojekt Kleinstwasserkraftanlage

Elektrizität stellt in vielen ländlichen Regionen des globalen Südens ein seltenes Gut dar. Da die öffentlichen Stromnetze schlecht ausgebaut und die Kraftstoffe für Benzin- oder Dieselgenerationen meist unerschwinglich sind, verfügen nur wenige Haushalte über Strom. Um Abhilfe zu schaffen,entwickeln die Ingenieure ohne Grenzen in Zusammenarbeit mit der Oberbayrischen Technischen Hochschule Regensburg eine Micro- Wasserturbine , welche in der Lage ist, einen Haushalt mit 250 Watt elektrischer Leistung zu versorgen.

Entwicklung von Kleinstbiogasanlagen im mesophilen Temperaturbereich

Biogasanlagen in unterentwickelten Gebieten werden in der Regel auf dem untersten Temperaturlevel betrieben. Die Nachteile dieser Vorgehensweise betreffen sowohl den Betrieb der Anlage aus Prozesssicht, als auch die aus hygienischer Sicht notwendige Abtötung der Keime. Um vor allem der Entwicklung menschenschädlicher Keime entgegenzuwirken ist das Erreichen eines höheren Temperaturniveaus erstrebenswert und wurde bereits in Pilotanlagengetestet - bisher jedoch noch nicht praxisreif. Im Rahmen eines Forschungsprojektes sollen diese Mängel der Pilotanlagen beseitigt werden.

Entwicklung einer Wasserdesinfektionsanlage durch Solarenergie

Der Bau von Zisternen ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer verlässlichen und lebenswichtigen Wasserversorgung der Bevölkerung in Gebieten, in denen in der Trockenzeit nicht genügend Wasser zur Verfügung steht. Die chemische Qualität des Regenwassers ist dabei oft kein Problem. Dennoch kann das Wasser zu viele Keime enthalten, um es unbedenklich trinken zu können. Wird das Wasser nicht abgekocht, sind oft Krankheiten die Folge.

CaSa-Projekt in Kagera, Tansania

In der Region Kagera im Nordwesten Tansanias, in der die Menschen zum großen Teil von der Subsistenzlandwirtschaft leben, werden aus Mangel an einer angemessenen sanitären Versorgung menschliche Exkremente entweder unkontrolliert in der Landschaft verteilt oder in Latrinen in der Erde deponiert. Beides führt zu starker Verschmutzung des Grundwassers. Diese Verunreinigung ist die Ursache für viele gefährliche und sogar lebensbedrohliche Durchfallerkrankungen.