LATEINAMERIKA
Bolivien: Verbesserung der Trinkwasserversorgung
In den Dörfern Santa Ana, Siete Suyos und Chocaya Ánimas im Südwesten Boliviens leiden die Menschen sehr unter dem vorherrschenden Wassermangel. Bedingt durch das trockene, kalte Klima gibt es kaum Oberflächengewässer. Der einzige Fluss ist durch den lokalen Bergbau stark mit Schwermetallen kontaminiert. Deshalb werden weit entfernte, nicht sehr ergiebige Quellen genutzt. Aus diesen stehen den 5.500 Bewohnern von Siete Suyos und Chocaya Ánimas jedoch nur 200 Liter pro Woche und Familie zur Verfügung (ca. 3-5 Liter pro Person und Tag; zum Vergleich: der Verbrauch in Deutschland beträgt ca. 120 Liter pro Person und Tag). Die Menschen in den Dörfern müssen ihr Trinkwasser in Flaschen abgefüllt für viel Geld kaufen. Das Wasser fehlt nicht nur für das Trinken und Kochen, sondern auch für die tägliche Hygiene.
Bolivien: Wasserversorgung in Zamora
Für das Dorf Zamora im bolivianischen Hochland fehlt ausreichend Brauchwasser für die Bewässerung der Anbauflächen während der Trockenzeit. Zamora, gelegen im westbolivianischen Hochland, dem Altiplano, ist seit dem Zusammenbruch des Silber- und Zinnbergbaus Mitte des 20. Jahrhunderts verstärkt von Landflucht betroffen. Es befindet sich rund 150 km südlich der Hauptstadt La Paz. Ein Großteil der rund 160 verbliebenen Dorfbewohner lebt von Ackerbau und Viehzucht. Problematisch ist jedoch die Trinkwasserversorgung in der Trockenzeit, welche die größte existenzielle Bedrohung für die Menschen dieser Region darstellt. Der Grund liegt unter anderem in den stark verschmutzen Fließgewässern, die durch die Wässer stillgelegter Minen teilweise eine hohe Schwermetallkonzentration aufweisen.
Panama: Zisternenbau
In der kleinen Gemeinde Potrero de Olla im Südwesten Panamas gibt es weder eine Strom-, noch eine Wasserversorgung. Insbesondere das Fehlen von einer lokalen Wasserversorgung hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Lebensweise der Dorfbewohner. Sie müssen mehrmals täglich aus weit entfernten Quellen Wasser holen. Diese Arbeit wird größtenteils von Kindern erledigt, und zur Regenzeit sind die unbefestigten Wege nur sehr schwer passierbar. Der beschwerliche und zeitaufwendige Prozess des Wasserholens ist ein entscheidendes Hindernis für die persönliche und wirtschaftliche Entfaltung der Bewohner.
