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Bolivien: Verbesserung der Wasserversorgung

Bolivien: Verbesserung der Wasserversorgung

In den Dörfern Santa Ana, Siete Suyos und Chocaya Ánimas im Südwesten Boliviens leiden die Menschen sehr unter dem vorherrschenden Wassermangel. Bedingt durch das trockene, kalte Klima gibt es kaum Oberflächengewässer. Der einzige Fluss ist durch den lokalen Bergbau stark mit Schwermetallen kontaminiert. Deshalb werden weit entfernte, nicht sehr ergiebige Quellen genutzt. Aus diesen stehen den 5.500 Bewohnern von Siete Suyos und Chocaya Ánimas jedoch nur 200 Liter pro Woche und Familie zur Verfügung (ca. 3-5 Liter pro Person und Tag; zum Vergleich: der Verbrauch in Deutschland beträgt ca. 120 Liter pro Person und Tag). Die Menschen in den Dörfern müssen ihr Wasser in Flaschen abgefüllt für viel Geld kaufen. Das Wasser fehlt nicht nur für das Trinken und Kochen, sondern auch für die tägliche Hygiene.

Rohrleitungen sorgen für Frischwasser direkt in den Dörfern

Nach der erfolgreichen Erkundung im Herbst 2009 haben die Ingenieure ohne Grenzen inzwischen gemeinsam mit der Dorfbevölkerung konkrete Pläne für die Projektimplementierung geschmiedet:

  • Im Dorf Santa Ana bauen die Ingenieure gemeinsam mit den Dorfbewohnern eine neue Rohrleitung von einer weit entfernt gelegenen Quelle direkt ins Dorf.
  • In Siete Suyos und Chocaya Animas wird die bereits existierende Wasserversorgung verbessert.

In weiteren Projektschritten werden in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung der Dörfer die sanitäre Situation und die Ernährung verbessert. Dafür sind neben der Wasserversorgung auch der Bau von Toiletten und einem Demonstrationsgewächshaus für den Gemüseanbau im kleinen Stil geplant.

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