Projekte in der Erkundungsphase
Stromversorgung für ein Bildungszentrum
Der Mangel an Elektrizität betrifft auch Hilfseinrichtungen in Kenia, wie das DARAD Bildungs- und Sozialzentrum in Ukunda. Das Zentrum unterrichtet Kinder und unterstützt gleichzeitig die Erwachsenen vor Ort durch Unterricht im Englischen und durch Wissensvermittlung rund um Geschäftsgründungen.
El Salvador: Biogas aus Abwasser
El Salvador ist mit knapp 7,4 Millionen Einwohnern der kleinste Staat Mittelamerikas und hat damit ungefähr soviel Einwohner wie die Stadt London. Die Kleinstadt Turin im Osten des Landes verfügt über ein Schulzentrum in dem über 1200 Schüler die Klassen 1 – 9 besuchen. Die Abwasserentsorgung hier gestaltet sich schwierig. Bisher ist es üblich, das Abwasser aus den Toiletten in verschiedene Löcher auf dem Schulgelände zu leiten und diese dann, sobald sie voll sind, wieder zu verschließen. Ein weiteres Problem des Zentrums besteht in der Zubereitung der täglichen Mahlzeiten in der schuleigenen Küche: Der Herd wird hier noch mit Holz befeuert. Das hat zum einen das Schwinden der Baumbestände in der umliegenden Region zur Folge. Zum anderen entstehen der Schule immer höhere Kosten, weil sie angesichts des schrumpfenden Baumbestandes auf dem eigenen Gelände eine steigende Menge an Brennholz zukaufen muss. Darüber hinaus beeinträchtigt die Rauchentwicklung in der Küche die Gesundheit des Küchenpersonal und auch der Schülerinnen und Schüler.
Panama: Wasser auch in der Trockenzeit
In der kleinen Gemeinde Potrero de Olla im Südwesten Panamas gibt es weder Strom noch eine Wasserversorgung. Mehrmals täglich müssen die Menschen hier deshalb Wasser aus weit entfernten Quellen holen. Eine beschwerliche Arbeit, die größtenteils von Kindern erledigt wird. Mit diesem Problem ist die Dorfgemeinschaft an unsere Partnerorganisation Puente del Mundo herangetreten. Die Gemeindemitglieder engagieren sich intensiv für die Vorbereitung und Planung eines Projekts, das künftig die Wasserversorgung der Gemeinde sicherstellen soll. Dabei werden sie von Ingenieure ohne Grenzen aktiv unterstützt.
Kenia: Stromversorgung für ein Bildungszentrum
In den ländlichen Regionen Kenias ist häufig kein Stromnetz vorhanden oder es ist nur unzureichend ausgebaut. Zudem ist Strom für die meisten Kenianer unerschwinglich teuer. Der Mangel an Strom erschwert den Alltag enorm: gekocht wird mit Kohle, was extrem zeitaufwenig ist, und ohne elektrisches Licht lassen sich die Abendstunden kaum sinnvoll nutzen.
Äthiopien: Strom für eine Berufsschule in Addis Abeba
Die Werkzeugmaschinen einer Berufsschule in Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien, stehen bei den häufig vorkommenden Stromausfällen still, so dass kein Unterricht stattfinden kann.
Benin: Elektrisches Licht für das Dorf Nagasséga
Elektrisches Licht ist etwas Neues für das Dorf Nagasséga im Norden von Benin. Die Ingenieure ohne Grenzen haben während einer Erkundung mit einer Mini-Solaranlage in einem Klassenzimmer der Schule für Licht gesorgt. Und sie haben sehr genau die Wassersituation im Dorf angesehen, um mit Zisternen und Rückhaltebecken in Zukunft eine erfolgreiche Landwirtschaft zu ermöglichen.
Simbabwe: Wasserversorgung
Nach den politischen und wirtschaftlichen Wirren der letzten Jahre sind die Menschen in Simbabwe mehr denn je auf Selbstversorgung angewiesen – auch mit dem raren Gut Wasser. Der Gemeindekreis Chegato, zu dem auch die Gemeinde Danga gehört, liegt ca. 400 km südlich von Bulawayo, der nächsten Großstadt. Das Gebiet ist sehr trocken und geprägt von spärlicher Besiedlung und wenig Landwirtschaft. Die Gemeindeeinrichtungen sowie die Schulen bilden den Kern des sozialen Lebens in dieser Region. Infrastruktur zur Gewinnung, Aufbereitung, Speicherung und zum Transport von Trink-/Brauchwasser ist nicht vorhanden, das Wasser muss in Eimern von Frauen und Kindern aus den Stauseen zu den Schulen, Siedlungen und Feldern transportiert werden. Abkochen bildet derzeit den einzigen Aufbereitungsschritt.
Indonesien: Sauberes Wasser für Bali
In den ländlichen Regionen Balis ist die Versorgung mit Wasser sehr schlecht. Sauberes Wasser muss von weit her transportiert werden. An der Küste versorgen sich die Menschen aus eigenen Brunnen, oder sie kaufen Wasser in kleinen Kanistern, das von LKW in die Dörfer transportiert wird. Dies stammt aus einer Tempelquelle und gilt daher als besonders gut. Allerdings sind die Kosten immens, so dass sich nur ein kleiner Teil der Familien das leisten kann. Wasseruntersuchungen haben ergeben, dass die Wasserqualität der Brunnen durchgehend sehr schlecht ist. Hauptursache dürften einerseits die Tierhaltung (Hühner und Schweine) bei unzureichend abgedeckten Brunnen sein, andererseits die Bevorratung in höher gelegenen Behältern, die in der Sonne zu regelrechten Bakterienbrutstätten werden. In der Folge leiden die Menschen immer wieder an gefährlichen Durchfallerkrankungen, besonders für kleine Kinder kann dies tödlich enden.
Togo: Wasser für Balanka
In der Trockenzeit steht in Balanka nicht ausreichend Wasser zur Verfügung. Das vorhandene Wasser, das sich in einem Umkreis von einigen Kilometern um das Dorf in unterschiedlichen Wasserstellen sammelt, enthält außerdem verschiedenste Keime und ist Brutstätte von Insekten. Damit ist es Auslöser für Erkrankungen wie Diphtherie und Malaria.
Ruanda: Fassung und Weiterleitung einer Quelle in Kirinda
Die Bewohner eines kleinen Bergdorfes in der Region Kirinda im Distrikt Karongi in Ruanda haben keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das Dorf in Kirinda hat ca. 3000 Einwohner und liegt 3 Fahrstunden von Kigali, der Hauptstadt Ruandas, entfernt. Es ist von drei Quellen umgeben. Im Dorfzentrum gibt es eine neu errichtete Zisterne, welche von einer dieser Quellen gespeist wird und die den einzigen Zugang der Bevölkerung zu Trinkwasser im Dorf darstellt. Da derzeit nicht ausreichend Trinkwasser für die gesamte Bevölkerung in der Zisterne gesammelt werden kann, sind die Menschen der Region gezwungen, Wasser aus einem Bach bzw. Tümpel zu schöpfen. Die Folgen für die Bevölkerung sind verheerend, denn das schmutzige Wasser enthält viele gesundheitsschädliche Keime. Durch das oft unzureichende Abkochen des Wassers werden viele Menschen krank. Eine häufige, durch verschmutztes Wasser hervorgerufene Krankheit ist Diarrhö, welche für Kleinkinder sogar lebensbedrohlich sein kann.
