Home / Regionalgruppen / Berlin / Aktuelles / Fortsetzung: Biogas für "El Jicaro"

Zu unserem Biogaslehrgang kamen etwa vierzig Leute, sogar eine Reporterin war dabei und es waren soviele, dass sie kaum in den Raum neben der Anlage gepasst haben. Wir hatten einen kleinen Projekttor mitgebracht und haben mit dem Biogasprozeß begonnen.

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Es gab viele interessierte Zwischenfragen und wir konnten alle Zweifel zerstreuen, denn ein brennbares Gas kann ja auch Angst machen. Bei Detailfragen zu der Konstruktion hat uns Meme von APOCAM unterstützt und alles genau erklären können, da er auch wichtige aufgaben bei den Bauarbeiten in jeder Projektfase uebernommen hat.

Am wirkungsvollsten war natürlich die Präsentation der Flamme bei voll aufgedrehtem Ventil. Hinterher hat die Reporterin noch die Käsereimitarbeiter befragt und Fotos von Enrico gemacht, wie er die Anlage befüllt. Es hat uns ein gutes Gefuehl gegeben, dass die Anlage jetzt selbstaendig durch die Mitglieder der Kooperative betreut werden kann und wir waren sehr glücklich, dass diese Veranstaltung so erfolgreich war.

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Zu guter letzt konnten wir der Kooperative und APOCAM jeweils noch zwei Kopien unseres Handbuches übergeben. In diesem haben wir noch einmal ausfuehrlich die einzelnen Bestandteile der Anlage erklaert und die moeglichen Wartungsarbeiten beschrieben. Der krönende Abschluss war ein Gruppenfoto mit allen Beteiligten.

Am nächsten Tag kam  der Ingenieur ohne Grenzen Niklas an, der das Projekt zusammen mit Ralf begonnen und die Anlage mitkonstruiert hat. So endete unser Aufenthalt in Atiquizaya mit einem großen Wiedersehen.

Für nächste Woche haben wir begonnen mit APOCAM zusammen einen zweitägigen Biogaslehrgang vorzubereiten. Es gab schon Anfragen von Interessenten und wir wollen die Technologie ja auch gerne verbreiten. Wir hoffen, dass er neben der Biogasanlage stattfinden kann, um alles gut zeigen zu können. Dabei wollen wir auch mindestens zwei Bauvarianten inklusive Kostenvoranschlägen vorstellen.

Das wird wohl unsere letzte Aktivitaet hier im Rahmen des Ingog-Projekts sein, denn die Anlage funktioniert und nach dem Lehrgang sollte diese Phase des Projekts abgeschlossen sein. Natürlich haben wir angefangen zu überlegen, wie das Projekt weitergehen könnte und von APOCAM kamen auch schon Vorschläge. Es wird sich zeigen, ob die Ingenieure ohne Grenzen überhaupt noch einmal gebraucht werden. Vielleicht gelingt es APOCAM alleine weitere Anlage zu realisieren, was natürlich am wünschenswertesten wäre.

Parallel zu den Vorbreitungen zu dem Lehrgang arbeiten wir noch an einem Handbuch, das Biogasanlage im allgemeinen und die Anlage in „El Jícaro“ im speziellen erklären soll.

Am Sonntag hat Adriano die Anlage nicht befüllt. Wir haben das nur zur Kenntnis genommen und am Montag Nachmittag hatte Enrico bereits diese Aufgabe übernommen. Das erscheint uns auch am sinnvollsten, da er derjenige ist, der den direkten Nutzen von der Anlage hat.

Die Kochzeit mit Biogas hat sich bei knapp zwei Stunden eingependelt. Der Verbrauch des Käsereiofens ist mit 1000 l/h deutlich höher als erwartet – eine einfache Kochstelle verbraucht im Vergleich 300 – 400 l/h. Gleichzeitig ist die Gasproduktion aber auch deutlich höher als wir angenommen hatten, was wohl daran liegt, dass wir bewusst mit den schlechtesten Parametern gerechnet hatten.

Um die immer noch vorhandenen Gaslecks zu schließen und so die Gasausbeute zu erhöhen, haben wir nach Rücksprache mit Ralf und Niklas den Übergang zwischen Fermenterdecke und –wand  aufgemeißelt und die Lecks freigelegt. Mit mehreren Schichten Bitumen konnten wir die Lecks schließen und die Anlage ist nun auch dicht.

Wir haben noch eine schematische Skizze auf die Vorderseite gemalt und die wichtigsten Bauteile mit kleinen Erklärungen versehen.

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Die Käserei hat nun drei Tage hintereinader morgens mit Biogas gekocht und alle können nun endlich sehen, welche Vorteile ihnen die Anlage bringt und auch bisher skeptische Mitarbeiter_innen sind nun begeistert. Damit ist ein großes Ziel erreicht. Denn es ist schwer Menschen zu erklären, dass man aus Kuhmist Kochgas herstellen kann, wenn man es ihnen nicht zeigen kann.

Der Käsereiarbeiter Enrico hat uns von seinen ersten Erfahrungen mit der neuen Feuerquelle erzählt. Am Anfang war ihm der Druck zu niedrig und somit die Flamme zu klein. Er hat daraufhin selbstständig Steine aus dem Gegengewicht genommen bis die Flamme die von ihm gewünschte Größe hatte.

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Die Anlage, so wie sie übergeben wurde

Am Donnerstag haben wir die Käsereimitarbeiter und andere, die uns in den letzten Wochen geholfen haben, zu einer Übergabe eingeladen und noch einmal die Anlage ausführlich vorgestellt. Der Vizepräsident Adriano kam ein bisschen zu spät und Enrico hat ihm noch einmal alles detailreich erklärt. Das war für uns der Moment, in dem wir gesehen haben, dass das Wissen angekommen ist, was uns sehr gefreut hat.

Bis eine dauerhafte Lösung dafür gefunden ist, wer die Anlage täglich beschickt, soll Adriano sich um die Anlage kümmern. Mit dieser Lösung waren wir nicht hundertprozentig einverstanden, haben aber nichts gesagt und erst einmal beschlossen abzuwarten, wie sich alles entwickelt.

Die Stimmung am Anfang der Woche war sehr gemischt. Die Gasproduktion ist groß genug, um trotz Fugen Gas zu speichern. Die Gaslecks zu schließen wäre trotzdem eine schönere Lösung.

 

06_01 Rohr oben

Am Montag haben wir kurze Zeit nach dem Befüllen das Ausflussrohr nach oben gedreht, so dass nichts mehr aus der Anlage auslaufen konnte. Wir vermuten, dass der große Überdruck beim Ausgasen nach dem Befüllen dazu führt, dass sich die Anlage unter den gewünschten Flüssigkeitsspiegel selbst entleert. Durch den niedrigeren Pegel wächst auch die Fläche, an der wir die Gaslecks vermuten.

 

06_01 Faesser oben

Nach dem Befüllen stiegen die Fässer schnell an. Es wurde also ordentlich Gas gespeichert. Wir konnten weitere Brenntests machen und am Nachmittag war der Speicher voll. Also schon nach wenigen Stunden! Und das Gas blieb auch in der Anlage. Die Methode mit dem nach oben gedrehten Rohr scheint erst einmal zu funktionieren.

 

06_01 Flamme

Am Abend hat eine Mitarbeiterin der Käserei zum ersten Mal Milch mit dem Gas gekocht. Die Milch kochte schneller als mit dem Propangas und alle waren glücklich.

Morgens ist Karsten zur Anlage gefahren, um dem Arbeiter der Frühschicht bei der ersten Benutzung zu zuschauen. Als er ankam, war der Gasspeicher schon leer. Alles hatte geklappt und er konnte sogar länger mit dem Gas kochen, als wir vermutet hatten. So kanns weiter gehn!

Als wir gestern zu Anlage rausgefahren sind, haben wir eine sehr merkwürdige Beobachtung gemacht. Über Nacht hatte sich der Flüssigkeitsspiegel im Fermenter um fast 10 cm gesenkt, obwohl nichts ausgelaufen war. Wir haben ihn vorsichtig wieder bis zur obersten Kante befüllt und danach fingen die Fässer gleich an zu steigen. Die Feuerprobe in der Küche war dann zum ersten Mal erfolgreich!

Endlich! Nach Wochen mit Scheiße durch die Gegend tragen und mit Molkereiabwasser anmischen endlich Jubel, Freude, Eierkuchen! Eine schöne kleine, blaue Flamme genau da, wo man mir ihr kochen kann.

Nachdem wir das kurz gefeiert haben, haben wir untersucht, wie man die Flamme beeinflussen kann. Je nach Druck in den Fässer und Stellung des Ventils hatten wir eine kleine bis gewaltige Flamme am Herd der Käserei! Die große Flamme scheint ausreichend, um das Wasser in einer ausreichend kurzen Zeit zu erhitzen.

 

05_02 Flamme mittel
05_02 Flamme gross

Am Nachmittag war das Gegengewicht sogar am Boden angekommen, weil die Fässer so hoch gestiegen waren. Das scheint noch verbesserungswürdig zu sein. Aber über die Große Menge Gas kann man sich nur freuen.

Die Fugen, die wir vorher gefunden hatten, haben wir versucht so gut wie möglich mit einem Spezialmittel dicht zu bekommen. Währenddessen war der Fermenter offen und als wir den Schlauch wieder angebracht haben, stiegen die Fässer anschließend so schnell, dass wir dabei zugucken konnten. Die hohe Gasproduktion in dieser kurzen Zeit erklären scheint wird wohl daran liegen, dass durch das Befüllen und Rühren das Biogas, das noch im Fermenter ist, ausgast.

Bei einem Brenntest in der Küche haben wir Wasser schnell zum Kochen bringen können. Als wir den Test wiederholen wollten, mussten wir allerdings feststellen, dass sich der Spiegel im Fermenter gesenkt hatte und die Anlage an mehreren Stellen wieder nach Schwefel gerochen hat. Es gilt also noch einiges auszutarieren.

Die neue Woche fing wieder mit der ganz großen Fragen von Kleinstbiogasanlagen an: Wo ist das Gas? Wir können es nicht sehen und bis jetzt hat es sich auch noch auf keine andere Art und Weise zu erkennen gegeben. Es sollte längst produziert werden, aber im Gasspeicher ist es nicht. Es gibt also ein Leck...

 

Zustätzliches Beschweren des Gegengewichts

Wir haben den Schlauch am Fermenter abgeklemmt, in den Fässern wieder mit unserem Gewicht einen Überdruck erzeugt und das Ventil geschlossen. Sie blieben an der gleichen Stelle. Also wieder ein Häckchen.

Als wir die Luft abgelassen haben, haben wir Schwefel gerochen, kurz ein Feuerzeug an das Rohr gehalten und es hat gebrannt! Es wird also schonmal Biogas produziert. Das konnten wir vorher nicht mit Sicherheit sagen und das war eine ganz wichtige und motivierende Erkenntnis.

Der einfachste und schnellste Lösungsansatz das Leck dicht zu bekommen, war den Flüssigkeisspiegel im Fermenter zu heben. Dazu haben wir vor dem Befüllen den Ausfüllstutzen verlängert und am nächsten Tag hatten sich die Fässer auch wirklich gehoben. Zwar nur ein wenig, aber sie hatten sich gehoben. Danach kam auch zum ersten Mal Gas in der Küche der Käserei an. Die Flamme brannte aber noch nicht von alleine. Es gibt also Gas, aber nicht genug und noch nicht in der richtigen Zusammensetzung.

Immerhin konnten wir die Ausfüllvorrichtungen und den Anmischbehälter fertig stellen, was die täglichen Arbeiten deutlich kürzer und hygienischer macht.

Anmischbehälter

Anmischbehälter

Auslaufbehälter

Auslaufbehälter

Zum Schluß haben wir den Fermenter noch einmal gründlich eingeseift und auch am Mannloch endlich ein Leck gefunden. Wir mussten feststellen, dass die Seifenwassermethode leider nur bei ebenen waagerechten Flächen funktioniert. An ein, zwei anderen Stellen konnte man den Schwefel riechen, wenn man mit der Nase nah genug an den Beton gegangen ist. Jetzt wissen wir, wo es in den nächsten Tagen weitergeht.

Am wichtigsten an einer Biogasanlage ist, dass im Endeffekt das Gas an der Stelle austritt, wo man kochen möchte.

Da wir die Anlage bereits drei Wochen beschicken, müsste sie ausreichend Gas produzieren und dieses sich im Gasspeicher sammeln. Das ist leider nicht der Fall und deshalb müssen wir mit einem Gasleck rechnen. Die Stellen an denen so ein Gasleck sein kann, sind der Fermenter aus Beton, die Verbindungsschläuche, der Gastank und die Gasleitung inklusive Ventil zur Küche.

Die Verbindungsleitung zur Küche und das Ventil kamen nicht in Frage, denn an der Kondensatfalle konnten wir Druckunterschiede beim öffnen und schließen des Ventils feststellen, die es bei einem undichtem Ventil nicht gegeben hätte.

Um ein Leck zwischen Gasspeicher und Fermenter besser detektieren zu können mussten wir für einen Überdruck in der Anlage sorgen. Dazu haben wir die Kondensatfalle entleert, das Gegengewicht unter vollem Körpereinsatz beschwert und so Luft in den Gasspeicher gesaugt.

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Das hatte den netten Nebeneffekt, dass wir kontrollieren konnten, dass sich die Fässer frei nach oben und unten bewegen können.

Mit den Fässern voller Luft und einem erleichterten Gegengewicht erzeugt das Gewicht der Fässer einen ausreichenden Gasdruck. Eigentlich sollten sich die Fässer bei geschlossenem Ventil nicht absenken, da das Gas nicht entweichen kann, denn genau das ist die Funktion des Gasspeichers. Leider haben sie sich aber innerhalb einer Stunde um zwanzig Zentimeter abgesenkt, was bedeutet, dass wir ein Gasleck in unserer Anlage haben.

Wir haben dann ein weiteres Mal einen Überdruck in der Anlage erzeugt und mit Seifenwasser nach einem möglichen Gasleck gesucht. Leider ohne Erfolg.

Um ein Leck im Gasspeicher zu finden, füllten wir ihn bis die Fässer vollständig mit Wasser bedeckt waren und da nirgendwo Luftbläschen aufstiegen, konnten wir schließen, dass der Gasspeicher schon mal dicht ist.

Nun gilt es also das Gasleck im Fermenter zu finden, beziehungsweise abzudichten.

Um die Fläche möglicher Gaslecks zu verringern, haben wir uns in Rücksprache mit Niklas und Ralf in Deutschland dazu entschlossen, den Substratspiegel im Fermenter zu heben und das Ausflussrohr verlängert.

 

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Es ist nicht verwunderlich, dass der Fermenter aus Ziegelsteinen einen Riss hat. El Salvador liegt in einer seismografisch aktiven Zone mit Vulkanen und regelmäßigen Erdstößen. Unsere Gastfamilie berichtet, dass es jedes Jahr ungefähr drei leichtere Erdbeben gibt. Dies fördert natürlich die Rissbildung in Beton und Ziegelsteinkonstruktionen. Allerdings hätte der von Innen dreifach aufgebrachte Bitumen diese Risse sofort verschließen müssen.

Am Anfang der Woche konnten wir leider nicht viel machen. Am Dienstag war ein wichtiger Feiertag und auch in El Salvador gibt es Brückentage. Am 2. November wird jedes Jahr in einigen Ländern Zentralamerikas „El dia de los muertos“ - Der Tag der Toten – gefeiert.

Der Mist wird inzwischen jeden Morgen pünktlich geliefert und wir befüllen die Anlage fleißig weiter, um so schnell wie möglich stetig Gas zu produzieren.

Das Befüllen ist aber im Moment alles andere als praktisch und muss schnell erleichtert werden. Eine Person alleine soll dazu in der Lage sein.

Um die Behälter auf die Anlage zu bekommen, haben wir uns für die klassischste Variante entschieden: eine Treppe. Es gab auch die Idee eines Flaschenzugs, einer Schiene oder Rampe, aber diese Möglichkeiten sind aufgrund von Kosten oder der Notwenigkeit einer zweiten Person ausgeschieden.

Auch hätte ein Flaschenzug die Anlage eventuell komplizierter gemacht und wir wollen ja an der Anlage zeigen, wie einfach der Biogasprozess ist und dass man relativ leicht so das teure Propangas als Energiequelle zum Kochen ersetzen kann.

Wir hatten anfangs noch Holz als Baumaterial bevorzugt, aber nach der Erfahrung mit dem alten Holzbalken und da die Leitung der Kooperative Beton bevorzugt, wird es so gemacht. Außerdem ist diese Variante die Billigste.

In der Kooperative lebt auch ein Maurer, der uns am Montag beim Bau der Treppe helfen soll.

Zusätzlich haben wir noch die Kondensatfalle erneuert und den Brenner am Ofen der Käserei angebracht.

Es stand der Bau der Treppe auf dem Programm, um die Befüllung der Anlage zu erleichtern und hygienischer zu gestalten.

Am Montag früh um acht erschien Karsten wie geplant an der Anlage und traf dort auf den Maurer der Kooperative, Francisco. Der hatte sich noch einmal erklären lassen, wo wir gerne mit der Treppe ankommen wollen. Daraufhin wurde er jedoch vom Präsidenten der Kooperative zu einem anderen Projekt gerufen und die Arbeiten gingen erst am Dienstag früh los.

Die Verständigung über die Anzahl der Stufen und die Ausmaße war etwas schwierig. Francisco maß die Länge einer Treppenstufe an der Diagonalen ab. Wir ließen ihn erst mal machen, da er ja mehr Erfahrungen hat und uns noch nicht ganz klar war, wie die Treppe genau gebaut wird. Franciscos Spanisch war sehr weit von jedem Schulbuch entfernt, aber nach einem Vormittag als Ayudante (Gehilfe) konnte Karsten seine Schnalz- und Pfeifgeräusche bestens interpretieren und im richtigen Moment Ziegel liefern oder die richtige Menge Zement anmischen.

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Nach den ersten beiden Stufen haben wir gesehen, dass die Seitenwände der Treppe gemauert und das Innere dann mit Erde aufgefüllt und festgetreten werden, was eine sehr stabile Konstruktion ergibt. Allerdings wurde auch klar, dass wir bei diesen Maßen für Höhe und Länge einer Stufe, die sehr angenehm zu laufen sein würden, 70 cm unterhalb der Fermenterdecke ankämen. Wir beschlossen das Fundament zu vergrößern. Das geschah am Mittwochmorgen. Dadurch verzögerten sich allerdings die Arbeiten und als klar wurde das wir nicht vor Sonnenuntergang (immer 18 Uhr) fertig werden würden, haben wir die letzten zwei Stufen auf Donnerstagvormittag verschoben.

Das hat dann auch super geklappt und so konnten wir am Donnerstagnachmittag die Treppe schon benutzen und haben die Anlage auch gleich doppelt befüllt.

Die Anlage 2009_small

Vor einem Jahr haben die beiden Ingenieure ohne Grenzen  Ralf Müller und Niklas Trautmann aus den Regionalgruppen Freiburg und Hannover in El Salvador in Zusammenarbeit mit der Umweltorganisation APOKAM und der Kooperative „El Jicaro“ eine Pilotbiogasanlage errichtet.

Leider konnten 2009 nicht alle Arbeiten fertig gestellt werden, und die Anlage deshalb bisher nicht in vollem Umfang genutzt werden. Daher haben sich die Ingenieure ohne Grenzen Karsten Düwel und Kolja Kölling diesen Herbst auf den Weg nach El Salvador gemacht, um das Projekt fortzuführen und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Die Kooperative hat unter anderem eine Käserei und eigene Milchkühe. Aus dem Mist der Kühe und den Molkereiabfällen lässt sich mit einer einfachen Biogasanlage Kochgas herstellen, das in der Küche der Käserei das bisher nötige teure Propangas ersetzen soll.

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