Home / Regionalgruppen / Berlin / Projekte / Wassertanks für Tansania / Wassertanks für Tansania - Phase 3 (November 2009 - Oktober 2010) / Aufenthalt Team 2 - Abschluss Phase 3 (04.08.2010 - 02.10.2010) - BLOG

Diese Woche hat sich Einiges getan in Ihanda, Karagwe! Am Montag konnte der erste der vier 40.000 Liter Tanks innerhalb des Projektes Chonyonyo ausgeschalt werden. Die dabei entnommenen 14 Elemente wurden Mitte der Woche bereits in ein weiteres Zisternengrundgerüst eingebaut, sodass bald das zweite Dach gegossen werden kann. Auch im Bereich Evaluierung und Wasseranalytik ging es voran: Am Freitag wurden weitere vier Familien besucht, eine detaillierte Befragung durchgeführt und ihre Tanks gesichtet. Die Zisternenbesitzer verhalten sich sehr vorbildlich im Umgang mit ihren neuen Wasserspeichern, sodass die noch jungen Tanks einen erfreudig guten Zustand aufwiesen. Die Regenzeit kann kommen!

In den letzten Tagen gab es viel und vorrangig Büroarbeit zu tun. Abrechnungen mussten gemacht werden und die regelmäßigen Berichte über den Arbeitsfortschritt geschrieben.  Da es in der letzten Woche viel Stromausfall gab, sind einige solcher Arbeiten liegen geblieben.  Die  Zeit im Büro wird auch dazu genutzt, Emanuel, dem tansanischen Angestellten unseres Vereins den Umgang mit bestimmten Programmen des Computers näherzubringen. Seine Aufgabe wird es sein, das Wartungssystem, dass mittels der Befragungen der Familien durchgeführt wird, weiter zu führen. Die erhobenen Daten müssen in einer umfangreichen Excel- Tabelle gesammelt und ausgewertet werden.

Auch die bisher gesammelten Daten der Befragungen der Familien und Untersuchungen der Tanks wurden gelistet. Gestern untersuchen wir die letzten Tanks der Familien die derzeit Wasser führen. Alle 27 bisher gebauten Tanks sollen jedoch in der Zeit des Aufenthalts besichtigt werden.  Zwei unserer Mitglieder werden die kommenden Wochen in Ngara, vier Busstunden südlich des jetzigen Gebiets gelegen, verbringen werden.  Dort wird an der Baramba Girl Secondary School ein neues Zisternenprojekt eingeleitet.  Zeitgleich kommen jedoch fünf weitere unserer Mitglieder von Deutschland zu Mavuno um die verschiedenen Projekte zu unterstützen. Das Projekt BioGasT wird hier zum ersten Mal eine Kleinst-Biogasanlage errichten.  All diese Projekte werden auf der jeweiligen Projektseite natürlich regelmäßig dokumentiert!

Nach langem Warten gibt es nun endlich wieder Strom! Diese Neuigkeit wurde bei uns heute abend mit einem Jubel begrüßt.

In der vergangenen Woche wurde das erste Dach mit der neuen Bauweise fertiggestellt. Nach dem Guss des Dachs folge am Freitag das Verputzen. Das Dach muss nun regelmäßig gewässert werden. Während die Betondecke aushärtet, wird mit dem Bau der zwei noch unfertigen Zisternen weitergemacht. Insgesammt sollen bis Oktober 4 Zisternen ein Dächer erhalten, die mit dem neuen Schalungssystem gebaut werden.

Seit dieser Woche wurden nun auch wieder die Besuche und Befragungen der Familien aufgenommen. Dabei hat uns gestern besonders gefreut, das zwei Familien sich sehr um die Instandhaltung ihrer Zisterne kümmern und bereits auch erste  Ausbesserungen an den Dachrinnen vorgenahmen oder neue Mosquitonetze besorgten, um die Belüftungslöcher vor Ungeziefer zu schützen. Ein von uns erarbeitetes Schema, dass die richtige Benutzung  der Zisterne darstellt, wird den Familien während der Besuche überreicht und mit ihnen besprochen. Wir hoffen die Familien mit diesem Ausdruck eines bildlichen Schemas im Gebrauch der Tanks weiter unterstützen zu können und somit auch die Qualität des Wassers zu verbessern.

Da wir gestern die Metalkonstruktion fertigstellen konnten, begann der heutige Tag damit die letzten Arbeiten vor dem Guss des Dachs zu verichten. Dazu gehörte z.B. die Rohre für die Lüftung und die Bauteile für die Eingänge des Regenwassers an der Metalkontruktion zu befestigen. So werden die später nötigen Löcher des Zisternendachs vom Beton ausgespart. Währenddessen begannen Arbeiter den Sand für das Anmischen des Betons zu sieben. Auf einer freien Stelle neben der Zisterne wurden dann der Sand und der Zement in einem Verhältnis von 3:1 mit Wasser vermischt. Heute nachmittag konnte dann endlich mit dem Guss des schweren Zisternendachs begonnen werden!

Der Beton wird nun ca. 10 Tage brauchen um durchzuhärten. Danach werden die darunterliegenden Elemente der Schalung entfernt und mit dem Guss dreier weiterer Dächer fortgefahren. Zwei dieser Zisternen sind noch nicht im Bau, lediglich die Löcher sind bereits ausgehoben. So wird in den nächsten Tagen auch damit begonnen, die Zisternen, die in der 3. Bauphase ein Dach bekommen sollen, aufzubauen.

Das Gerüst, auf dem die Schalung für die Dächer sitzt, wurde gestern fertig aufgebaut. Auch die 14 einzelnen Teile der Schalung wurden bereits befestigt. Da die Zisternen jedoch nicht exakt rund sind, müssen die Abweichungen nun mittels Verlängerungen ausgeglichen werden. Mit dem Anschrauben von zusätzlichen Brettern wird die Schalung für die Konstruktion der Dächer optimal an die jeweilige Zisterne angepasst.

Über die Schalung wird als nächstes eine Plastikfolie gelegt, auf der dann eine Eisenkonstruktion befestigt wird. Das Eisen soll dazu dienen den auf Grund des Eigengewichts entstehenden Zug des Betons aufzunehmen. Wir hoffen, morgen mit dem Guss des ersten Dachs beginnen zu können. 

Die Schalung für die Dächer der Zisternen wurde bereits am Wochenende fertiggestellt.  Heute wurde sie dann mit einem LKW zur Baustelle gebracht. Da sich in der Zisterne, die als erstes ein Dach erhalten soll, noch Wasser befand, mussten wir dies erst ausschöpfen bevor mit dem Einbau eines Gerüsts begonnen werden konnte. Am späten Abend wurden dann die Baumstämme aufgestellt, die die Schalung tragen sollen.

Mit den Besuchen der Familien wird am Ende der Woche fortgefahren. Emanuel, der uns bei den Untersuchungen der Wasserqualität der Tanks begleitet, ist derweil auch mit den Bauarbeiten der Dächer für die Tanks beschäftigt. Da einer unserer Mitglieder am Donnerstag wieder abreist, müssen die Bauarbeiten möglichst zügig voran gehen. Deshalb werden wir die Analysen der Zisternen der Familien erst wieder in ein paar Tagen aufnehmen.

Heute am Samstag wurden zwei weitere Familien besucht. Auffallend dabei ist, dass das Wasser in den Zisternen klar ist, jedoch von keiner der Familien bisher Moskitonetze zum Schutz der Luftlöcher benutzt werden. Emanuel, ein tansanischer Angestellter der Ingenieure ohne Grenzen , begleitet uns täglich bei den Besuchen. Dank seiner Hilfe ist es uns möglich, wichtige Informationen zur Benutzung der Tanks zu sammeln. Dafür wurde ein Fragebogen erstellt, der während des Besuchs der Familien abgearbeitet wird. Dieser Fragebogen soll Emanuel auch in der Zukunft als Vorlage dienen um zum Beispiel zu erfragen, wieviele Menschen den Tank nutzen oder wann die letzte Reinigung stattfand.

Die Bauarbeiten für die Schalung schreiten voran. Bisher wurden alle Teile zugesägt und werden nun zusammengesetzt. Da das Holz leider keine gute Qualität hat, stehen wir immer wieder vor neuen Aufgaben. Wir hoffen jedoch die Schalung am Montag fertigstellen zu können, so dass in der nächsten Woche mit dem Bau der Betondächer begonnen werden kann.

Heute wurde mit den Befragungen der Familien und der Analyse der Wasserqualität der Zisternen der betreffenden Familien begonnen. Das Wasser wurde auf den ph-Wert, die Leitfähigkeit, Härte, mikrobiologische Eigenschaften und Temperatur untersucht. Die Ergebnisse werden dann Aufschluss darüber geben, wie die Qualität des Wasser ist und ob eventuelle Korrosionen im Tank auftreten.

Gleichzeitig wurde heute mit dem Bau der Schalung fortgefahren. Tansanische Arbeiter lernen dabei unter anderem den Umgang mit den elektrischen Sägen und Bohrmaschinen. Diese Werkzeuge werden den Arbeitern Mavunos von einem Mitglied der Ingenieure ohne Grenzen zur Verfügung gestellt, so dass auch in Zukunft damit gearbeitet werden kann.

Mama Kennedy sorgt hier für unser leibliches Wohl. Dank ihr können wir uns jeden Abend an einen gedeckten Tisch setzen. Gegen ein Entgelt ist es uns somit möglich lange zu arbeiten, da wir uns nicht um die Vorbereitung eines Abendessens kümmern müssen.

Die Gruppe der Berliner Ingenieure ohne Grenzen ist gestern am 4. August in Karagwe angekommen. Die Unterkunft befindet sich auf dem Gelände der Partnerorganisation Mavuno. Alle Angestellten dieser Organisation haben bereits viel Erfahrung mit freiwilligen Helfern aus dem Ausland und auch mit den Ingenieuren ohne Grenzen, so dass die ganze Organisation des Aufenthalts vor Ort reibungslos verlaufen kann. Da es hier eine Internetverbindung gibt, wird auch das regelmäßige Erstellen und Senden von Berichten und Fotos möglich sein.
Am Tag der Ankunft wurden sogleich die ersten Besprechungen unternommen und die Arbeitspläne für die kommende Woche erstellt. Auch die Zisternen, die in der laufenden 3. Bauphase fertig gestellt werden, wurden bereits besichtigt. Um die neuen Dachkonstruktionen optimal anzupassen, wurde der Durchmesser der einzelnen Zisternen genau bemessen. Heute sind nun die Arbeiter dabei das Holz für die Schalung der Dächer zu bauen. Gleichzeitig werden die ersten Tests zur Wasserqualität der Tanks auf dem Gelände Mavunos unternommen. Dies soll der Vorbereitung der morgen beginnenden Besichtigung und Überprüfung der Wassertanks der Familien in der Umgebung dienen.
Heute Abend wird einer deutschen Helferin, die Mavuno viele Monate bei ihren verschiedenen Projekten begleitete, verabschiedet. Zu diesem Anlas sind einige Mitarbeiter bereits dabei ein Fest vorzubereiten. So wird der erste Arbeitstag mit einem gemeinsamen Essen, Musik und Gesprächen rund um die Entwicklungszusammenarbeit ausklingen.

Gert Dittrich und Joseph Baraka im Gespräch
Hier können Sie alle Ereignisse und Neuigkeiten während des Abschlusses der Phase 3 des Projektes "Wassertanks für Tansania" der Berliner Ingenieure ohne Grenzen erfahren. Ab dem 04.08.2010 wird sich dieser Blog mit Inhalt von vor Ort füllen.

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