Die Regionalgruppe Bielefeld veranstaltete am 5. und 6. November 2011 den ersten Workshop „Werkzeugkasten partizipativen Arbeitens“. Unter der konzeptionellen Leitung von Senana Brugger, Mitglied der Kompetenzgruppe für Interkulturelle Kommunikation und Ethnografie unseres Vereins, wurden Konzepte vorgestellt, die eine intensive Kooperation der Projektpartner garantieren sollen.
Neben der ingenieurtechnischen Umsetzung der Entwicklungsprojekte ist in der Zusammenarbeit die aktive Beteiligung der Zielgruppen eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche und nachhaltige Entwicklungsprogramme. Der Begriff der Partizipation ist dabei in den letzten Jahren zu einem Schlüsselbegriff für Nichtregierungsorganisationen und transnationale Entwicklungsagenturen geworden. In diesem Zuge wurden eine Vielzahl von Konzepten, Methoden und Techniken entwickelt um die Zielgruppen anzuhalten, sich aktiv an der Planung und Durchführung von Entwicklungsprojekten zu beteiligen, ihre jeweiligen soziokulturellen Wertvorstellungen und Interessen einzubringen und sich für die Projekte selbst verantwortlich zu fühlen.
Im Rahmen des Workshops in Bielefeld wurde eine Reihe einfacher, jedoch höchst wirksamer qualitativer und quantitativer Methoden und Prinzipien vorgestellt. Diese Methoden sind von jedem erlernbar und ermöglichen es zusammen mit den Menschen vor Ort zu analysieren, was die tatsächlichen Probleme aber auch Ressourcen sind oder welche soziokulturellen Gegebenheiten berücksichtigt werden müssen. Der Workshop „Werkzeugkasten partizipativen Arbeitens“ fördert und unterstützt somit einen gegenseitigen Lernprozess auf vielen Ebenen.
Die 20 Teilnehmer des Workshops, die aus ganz Deutschland anreisten, durften die vorgestellten Methoden auch gleich praktisch Einüben. Anschließend wurden die Teilnehmer eingeladen, Fragen und Anregungen aus ihrer eigenen Projekterfahrung einzubringen. Wir danken der Kompetenzgruppe für Interkulturelle Kommunikation und Ethnografie aus Hamburg für dieses informative Wochenende!
