Wasserversorgung in Zamora-Bolivien
Für das Dorf Zamora im bolivianischen Hochland fehlt ausreichend Brauchwasser für die Bewässerung der Anbauflächen während der Trockenzeit. Um dieses Wasser bereitzustellen, soll in diesem Projektvorhaben das Wasser der nahegelegenen, jedoch durch ehemaligen Bergbau verunreinigten Fließgewässer aufbereitet und zu den Feldern transportiert werden.
El agua es vida! – Wasser ist Leben!
Der Zugang zu sauberem Wasser ist Grundlage für die gesunde körperliche, ökonomische und kulturelle Entwicklung aller Menschen! Diesem Gedanken folgend plant die Regionalgruppe Dresden eine Brauchwasserversorgung für ein Dorf im Westen Boliviens.
Zamora, gelegen im westbolivianischen Hochland, dem Altiplano, ist seit dem Zusammenbruch des Silber- und Zinnbergbaus Mitte des 20. Jahrhunderts verstärkt von Landflucht betroffen. Es befindet sich rund 150 km südlich der Hauptstadt La Paz. Ein Großteil der rund 160 verbliebenen Dorfbewohner lebt von Ackerbau und Viehzucht. Eine problematische Brauchwasserversorgung in der Trockenzeit stellt in Zamora die größte existenzielle Bedrohung dar. Ackerbau und Viehzucht ist die Lebensgrundlage in dieser Region. Was können wir dagegen tun?
Eine ganzjährige, robuste, nachhaltige und saubere Brauchwasserversorgung ist jedoch auf nachhaltigem Wege möglich: Ein schwermetallbelasteter Hochlandbach, gespeist aus Wässern zweier stillgelegter Minen, stellt in der Trockenzeit die einzige Wasserentnahmemöglichkeit für das Dorf dar. Die Folgen der momentanen Feldbewässerung und Viehtränkung sind offensichtlich.
Verschiedene Wasseranalysen ergaben, dass eine der beiden Minenwässer stark erhöhte Schwermetallkonzentrationen aufweist (schlechte Mine). Bei der zweiten Mine konnten im Gegenteil nur erhöhte Eisen- und Manganwerte nachgewiesen werden (gute Mine).
Die Errichtung einer von der Dorfgemeinschaft verantwortete Anlage zur Bereitstellung und Speicherung sauberen Brauchwassers ist das Ziel dieses Projektvorhabens.
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