Solarstrom für Haiti
Die Regionalgruppe Freiburg von Ingenenieure Ohne Grenzen erarbeitet mit weiteren Partnern (z.B. der
BIOHAUS-Stiftung
nuestros pequenos hermanos
Hintergrund
Nachdem Haiti im Januar 2010 durch ein schweres Erdbeben erschüttert wurde, war die internationale Betroffenheit groß: Weltweit wurden Spenden gesammelt, zahlreiche NGOs engagierten sich vor Ort für den Wiederaufbau.
Nach zwei Jahren gibt es immer noch großflächige Energieversorgungsengpässe und regelmäßige Stromausfälle. Da die Netzinfrastruktur bereits vor dem Beben schlecht war, ist die Versorgung auch nach wie vor sehr lückenhaft.
Derzeit werden häufig Dieselgeneratoren betrieben, um eine einigermaßen zuverlässige Stromversorgung zu garantieren. Das ist aufgrund fluktuierender Importpreise sehr teuer und erzeugt durch die Verbrennung von schmutzigem Schweröl enorme Mengen an CO2 .
Da die Sonneneinstrahlung in Haiti deutlich intensiver ist als in Deutschland, ist Solarenergie eine wirkliche Option hin zu einer regenerativen und dauerhaft günstigen und stabilen Energieversorgung.
Ziel des Projekts
Hier setzt das Projekt „Solarstrom für Haiti“ an: Für einen Häuserkomplex bestehend aus Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen und einem Berufsbildungszentrum in Tabarre soll eine 300 kW-Solaranlage installiert werden, die rund ein Drittel der benötigten Energie regenerativ erzeugen wird.
Die Koordination des gesamten Projekts übernimmt NPH (nuestros pequenos hermanos), eine südamerikanische NGO in Kooperationen mit der deutschen Biohaus-Stiftung. Da eine kleine Solaranlage zu Demonstrationszwecken bereits realisiert wurde, soll das netzferne Konzept nun auf eine 300 kW – Anlage übertragen werden.
Die Regionalgruppe Freiburg von „Ingenieure ohne Grenzen“ unterstützt die Initiative mit technischem Know-How und wird vor Ort einen Teststand für PV-Module installieren. Außerdem sollen einheimische Fachkräfte geschult werden, um „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten und langfristig eine Veränderung hin zu regenerativer Stromversorgung zu bewirken.
Ein Flyer von den Projektpartnern, der das Projekt noch etwas beschreibt findet sich
hier
