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Regionalgruppe Kassel - Ingenieure ohne Grenzen e.V.

Wer wir sind: Seit Oktober 2011 arbeiten wir in Kassel als interdisziplinäre Regionalgruppe mit Studierenden verschiedener Fachrichtungen und jungen Berufstätigen an der Umsetzung ingenieurtechnischer Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit. Neben der technischen Planung, sind u.a. Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising ein entscheidender Teil unserer Projektarbeit.

Was machen wir: Unser Ziel ist es im Rahmen unseres ersten Hyperlink-Symbol Projektes  die Gemeinde Bandiangseu in Westkamerun nachhaltig mit sauberen Wasser zu versorgen.

Wen wir suchen: Wir sind immer auf der Suche nach interessierten und engagierten Menschen aller Alters-, Studierenden- und Berufsgruppen (gerne auch Nicht-Ingenieurinnen und Nicht-Ingenieure), die sich ehrenamtlich an unserer Arbeit beteiligen möchten.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, möchten wir Sie herzlich einladen, an einem unserer wöchentlichen Treffen teilzunehmen.

Kontakt: Wollen Sie mit uns in Kontakt treten, um mehr über uns und unsere Arbeit zu erfahren, oder Sie möchten uns mit Sach- oder Geldspenden unterstützen, dann wenden Sie sich an unsere jeweiligen Hyperlink-Symbol Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner  oder lassen uns eine Nachricht über das Hyperlink-Symbol Kontaktformular  zukommen.

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Internationales Frühlingsfest

Unser Infostand

"Eine Wanderung durch die Kulturen" - das war das Thema des Internationalen Frühlingfest im Schlachthof Kassel am Samstag den 30.05.2015. Passend dazu waren auch wir mit unserem aktuellen Projekt in Bandiangseu mit einem Informationsstand vor Ort, um uns als Verein sowie unser Projekt vorzustellen. Trotz des eher ungemütlichen Wetters haben einige Interessenten ihren Weg zu uns gefunden. Dabei wurden vorallem Fragen zu unserem Projekt in Kamerun und dessen Finanzierung gestellt. Einige Studenten hat die Idee des Projekts überzeugt, so dass sie angekündigt haben, auch einmal bei unseren wöchentlichen Treffen vorbeizuschauen.
Dank der spannenden Gespräche hat der Nachmittag viel Spaß gemacht. Wir hoffen im nächten Jahr wieder dabei sein zu können.

Regionalgruppenwochenende auf Schloss Falkenberg

Von 17. bis 19. April traf sich die Regionalgruppe Kassel auf dem Schloss Falkenberg im Schwalm-Eder-Kreis, südlich vom Kassel.

Gruppenbild RG WE Schloss Falkenberg

Dieses Wochenende diente einerseits dazu, produktiv an aktuellen Fragestellungen zu arbeiten und andererseits auch dazu, als Gruppe stärker zusammenzuwachsen. Im Einzelnen standen bei den jeweiligen Arbeitsgruppen folgende Themen im Fokus:

  • PR / Öffentlichkeitsarbeit: neue Plakate und Flyer, Pressetexte für Internetseite und Printmedien
  • Fundraising: Ausarbeitung neuer Strategien zur Mittelbeschaffung
  • Internes: Begrüßungspaket für Neueinsteiger, Organisation und Moderation des Wochenendes
  • Projektplanungsgruppe Kamerun: Vorstellung und intensive Diskussion des bestehenden Systems und Untersuchung dieses auf Optimierung und Ausbau; Erweiterung der bestehenden Roadmap zur langfristigen Entwicklung des Projektes in Bezug auf soziale und organisatorische Strukturen vor Ort

In der Projektgruppe wurden insbesondere auch Aufgaben und Verantwortlichkeiten zur Vorbereitung des für den Sommer/Herbst 2015 geplanten Kamerun-Aufenthaltes verteilt. Hierbei soll die im März 2014 aufgebaute Wasserversorgung hinsichtlich Wartung und Zuverlässigkeit optimiert werden. Auch eine Erhöhung der Aufbereitungskapazität und eine Professionalisierung des Betriebs der gesamten Anlage sollen umgesetzt werden. Für diese Aufgaben ist geplant, drei bis vier Vereinsmitglieder für einen Zeitraum von drei Wochen ins Projektgebiet zu entsenden. Reise- und Materialkosten ergeben einen ungefähren Finanzbedarf von 5.000 €. Ca. 2.000 € wurden durch bisherige eigene Aktion eingeworben. Für die weiteren 3.000 € ist die RG Kassel auf Ihre Spenden angewiesen.

DIE ZEIT berichtet über Ingenieure ohne Grenzen e.V.

In der Ausgabe von DIE ZEIT vom 28.September 2014 erschien ein Interview mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Ingenieure ohne Grenzen e.V. Darunter auch ein Bericht von Stephan über seinen Aufenthalt in Bandiangseu. Hyperlink-Symbol http://www.zeit.de/2014/38/ingenieure-ohne-grenzen-afrika-ozeanien

Eindrücke aus Kamerun - Simons persönlicher Reisebericht

Am 26. März 2014 ging es für Stephan und mich nach Kamerun, wo wir das erste Team ablösen sollten, um gemeinsam mit der Dorfbevölkerung den Aufbau der Wasserversorgung für Bandiangseu abzuschließen. An die ersten Eindrücke in Kamerun kann ich mich noch gut erinnern:

Ein vollgestopfter Bus, der uns von der Hauptstadt Yaoundé nach Bandiangseu bringen sollte, auf dem Dach des Busses war das Gepäck bis zu 1,5 m hoch gestapelt und überall schnalzende Leute, die mir Früchte, Bücher, Tabletten, Duschgel und Gemüsehobel andrehen wollten.

In Bandiangseu angekommen, wurden wir von Luisa, Julia und Philipp empfangen. Julia zeigte mir direkt am ersten Tag, wo die Leitung, die schon fast vollständig verlegt war, entlang lief. So bekam ich gleich einen guten Überblick über das Dorf. Wir hatten ein paar Tage Überschnitt zwischen Team 1 und Team 2 eingeplant, damit eine ausführliche Übergabe stattfinden konnte. Team 1 hatte hauptsächlich den Einkauf der Materialien, wie Tanks und Leitung, sowie deren Verlegung organisiert. Team 2 sollte nun die Wasseraufbereitungsanlage aufbauen, Entlüftungs- und Wartungsschächte planen und bauen lassen sowie die Wasserversorgung in Betrieb nehmen. Außerdem standen noch eine Hygieneschulung und mehrere technische Schulungen für den Betrieb und die Instandhaltung des Systems an.

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 Die lokale Bevölkerung wurde in den Aufbau der Wasserversorgung so stark wie möglich mit eingebunden: Sowohl Männer als auch Frauen übernahmen die Grabarbeiten der 2 km langen Trasse und das Verlegen der Leitung. Pierre Nr.1, der Leiter des lokalen Wasserkomitees kümmerte sich um die gesamte Organisation seitens der lokalen Bevölkerung, was vor allem die Mobilisierung der Arbeiter, die Kommunikation und die Öffentlichkeitsarbeit anging. Pierre Nr. 2 begleitete uns auf vielen Touren entlang der Trasse z.B. um die Entlüftungsschächte in Betrieb zu nehmen und um die Leitung für das Zuschütten der Gräben vorzubereiten. Er wird daher auch die Wartung, Instandhaltung und Reparatur, gemeinsam mit dem örtlichen Klempner übernehmen. Da unter unseren Ansprechpartnern 4 Leute den Namen Pierre trugen, nummerierten wie diese schlichtweg durch. Der Pfarrer (Pierre Nr. 3) ermöglichte es uns, den Gottesdienst als Sprachrohr an die Bevölkerung zu nutzen. Der örtliche Klempner schloss die Tanks und Entnahmestellen an die Leitung und der lokale Maurer baute für uns die Wartungs- und Entlüftungsschächte sowie die Entnahmestellen. Auch die Kinder waren immer interessiert und begleiteten uns oft bei unseren Touren entlang der Leitung. Spätestens nach unserer Vorstellung und des Hygieneunterrichts in der Schule wussten auch die Kinder genau, wo das Wasser herkam, entlang lief und wo es am Ende ankommen sollte: Nämlich direkt an ihrer Schule.

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Natürlich geht bei einem Projekt dieser Art nicht immer alles glatt, so hatten wir z.B. Probleme mit den Verbindungsstücken zwischen den Leitungsabschnitten, von denen mehrere undicht waren oder sogar aufplatzten. Die Kunst in diesem Fall ist nicht die perfekte Planung im Vorhinein, sondern das Improvisieren und das Vorbereitetet sein auf unerwartete Situationen. So kam auf jedes Problem auch eine neu Idee und schließlich eine Lösung, auch wenn wir manchmal viel ausprobieren mussten.

Am Ende konnte die Wasserversorgung erfolgreich aufgebaut werden. Jetzt liegt es an der Bevölkerung und den Verantwortlichen im Dorf, den Betrieb, die Wartung und Reparatur zu organisieren. Dazu telefoniere ich wöchentlich zusammen mit Emmanuel, der aus dem Dorf kommt, mit Pierre Nr. 1 oder Nr. 2, um eine fortlaufende Betreuung sicherzustellen. In den nächsten Monaten wird sicherlich nochmal ein Team 3 nach Kamerun reisen: Um den Aufbau und den Betrieb des Systems zu evaluieren, um zu schauen ob alles nach Plan läuft und um Verbesserungen vorzunehmen, die uns auch schon während Phase 1 in den Kopf kamen und um ggf. das System noch um zusätzliche Entnahmestellen zu erweitern. Ich sehe mich und alle anderen Mitglieder der Regionalgruppe Kassel für die nächsten Monate und Jahre in der Verantwortung, für ein funktionstüchtiges System zu sorgen, das den Menschen in Bandiangseu den Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht. Auch wenn alle Kassler Ingenieure ohne Grenzen wieder gesund und munter aus Afrika zurückgekehrt sind, geht das Projekt sowohl in Kamerun als auch in Kassel weiter!

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Ingenieure ohne Grenzen e.V. - Regionalgruppe Kassel

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Ausreise August 2015

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Dienstags 18 Uhr
(Außer 1. Dienstag im Monat)
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Raum 1120 A

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jeden 1. Dienstag im Monat ab 18 Uhr
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