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Zurück aus Ruanda!

Ingenieure ohne Grenzen e.V. von Projekt-Erkundung aus Ruanda zurück

 

Mit einer Fülle von neuen Eindrücken und Ideen sind Sebastian Kirchgäßner, Mario Hermes und Michael Braun, Mitglieder der Regionalgruppe Mannheim von Ingenieure ohne Grenzen e.V. von einer zweiwöchigen Erkundung aus Ruanda zurückgekehrt. Sie besuchten dort das Dorf Kirinda, das etwa 3.000 Einwohner hat und im Bergdistrikt Karongi ca. drei Stunden von der Hauptstadt Kigali entfernt liegt. Dort galt ihr Hauptaugenmerk der Wasserversorgung, die mittels einer von mehreren Quellen gespeisten Zisterne sicher gestellt wird.

Die Organisation Junge Menschen für Afrika e.V., die vor Ort mit einigen Projekten engagiert ist, hat diese Zisterne 2008 gebaut. Die gesammelte Wassermenge reicht aber nicht aus, um die Bevölkerung komplett zu versorgen. Daher wurde bei Ingenieure ohne Grenzen e.V. nach technischer Unterstützung gefragt.

Die Mannheimer Gruppe wollte mit ihrer Erkundung herausfinden, wie die Versorgung  soweit verbessert werden kann, dass eine höhere Verfügbarkeit von sauberem Wasser entsteht. Dazu wurde zunächst das vorhandene System untersucht. Drei Quellen speisen bisher über ein etwa 2,5 km langes Leitungssystem ihr Wasser in die Zisterne, das aber nur teilweise, bzw. gar nicht ankommt. Ursache dafür sind z.B. eine Reihe von festgestellten Leckagen. Es wird aber auch vermutet, dass Teile des Leitungssystems wegen Verschmutzung nicht mehr durchströmt werden.

Man kann davon ausgehen, dass schon durch Abstellen der gefundenen Unzulänglichkeiten, die verfügbare Wassermenge gesteigert werden kann. Darüber hinaus gibt es drei etwas weiter entfernt liegende Quellen, die teilweise gefasst sind und die man ebenfalls über ein neues Leitungssystem der Zisterne zuführen könnte.

Die Mannheimer Ingenieure werden jetzt in ihrem Bericht alle ermittelten Daten zusammentragen und dokumentieren. Ob diese Erkundung dann zu einem Projekt führt, wird auf Basis dieses Berichtes von der Geschäftsleitung von Ingenieure ohne Grenzen e.V. in Berlin entschieden.

Die gesammelten Informationen werden aber auch „Junge Menschen für Afrika“ in Kirinda, sowie dem ruandischen District Executive (Bezirkshauptmann von Karongi) zur Verfügung gestellt. Dabei wird auch eine Liste von Klein-Maßnahmen erstellt, wie z.B. das Abdichten tropfender Wasserhähne. Diese können vor Ort direkt umgesetzt werden und so zu einer unmittelbaren Verbesserung führen.

Neben der technischen Erkundung wurden bei dieser Reise auch eine Reihe von Kontakten geknüpft, die für eine eventuelle Projektdurchführung von großer Bedeutung sein können. „Die Eindrücke sind überwiegend positiv“, so Mario Hermes. Gut unterstützt von Junge Menschen für Afrika e.V. konnte man sich im Land rasch bewegen und fand angenehme Unterkünfte, auch die Sprachbarriere konnte überwunden werden.

Sebastian Kirchgäßner bedankte sich ausdrücklich für die Hilfe: „So war es möglich mit vielen Menschen Kontakte zu knüpfen. Denn wir wollen ja ein eventuelles Projekt gemeinsam mit den Menschen vor Ort durchführen.“

Darüber hinaus muss auch die weitere Pflege und Instandhaltung des Systems gewährleistet werden und das geht nur mit entsprechend geschulten Personen vor Ort. Dies ist auch eine Aufgabe, die im Rahmen des Projekts zu organisieren ist.

Finanziert wurde die Erkundung mit Spendengeldern, welche die Regionalgruppe Mannheim  zusammengetragen hat.

von Thilo Eidt

   
   

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