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Nicaragua: Sonnenstrom für Los Guatuzos

Nicaragua

Nach erfolgreicher Erkundungsreise im Dezember 2012 nehmen die Pläne der Ingenieure ohne Grenzen, Regionalgruppe Nürnberg, konkrete Züge an. Sieben Schulen und ein Gesundheitszentrum in der von Armut geprägten Region Los Guatuzos, nahe San Carlos, sollen eine Stromversorgung erhalten.

Dieses Projekt wurde im November 2013 erfolgreich abgeschlossen. Im Februar 2015 wurde eine Evaluierung durchgeführt. Einen aktuellen Bericht finden Sie Hyperlink-Symbol hier .

In dieser Region gibt es bisher keine Anbindung an die öffentliche Stromversorgung und diese ist in der nächsten Zeit auch nicht zu erwarten.

Die solarbetriebene Beleuchtung soll in Zukunft Erwachsenenbildung ermöglichen, da diese erst nach Arbeitsende, also in den späten Abendstunden, stattfinden kann. Der Unterricht für Kinder wird zudem durch Radiorecorder aufgewertet werden, die besonders den Sprach- und Musikunterricht unterstützen werden. Ein weiteres wichtiges Thema in der Region sind Mobiltelefone. Diese stellen die einzige Kommunikationsmöglichkeit bei sehr weiten Entfernungen zwischen den Dörfern dar und sind z.B. wichtige Grundlage bei der Arbeitssuche. Sowohl Mobiltelefone als auch Taschenlampenbatterien sollen zukünftig gegen eine Gebühr an den Schulen geladen werden. Durch dieses Geschäftsmodell kann die Schule Einnahmen für spätere Reparaturen oder für Lehrmittel generieren und dies soll zu einer Identifikation der Bewohner mit der Solaranlage führen und deren Erhalt sicherstellen.

Um die medizinische Versorgung in der Region zu verbessern, gibt es ein Gesundheitszentrum, dessen Kühlanlage für Medikamente und Impfstoffe jedoch defekt ist. Die Reparatur der vorhandenen Solaranlage und u.U. die Beschaffung eines neuen Medikamentenkühlschrankes sind wichtige Bestandteile des Projektes.

Im Rahmen der Erkundung stellte sich heraus, dass einige Schulen bereits über eine kleine Solarstromanlage verfügen, die jedoch alle nicht mehr funktionieren. Grund hierfür war die falsche Bedienung der Anlagen und fehlende Wartung. Deswegen wird bei diesem Projekt der Schwerpunkt auf Schulung und die Beteiligung der Menschen vor Ort liegen. Es werden pro Schule lokale Verantwortliche gezielt durch unsere Ingenieure geschult und müssen einen „Solarführerschein“ ablegen. Des Weiteren wird ein interessierter  und engagierter Bewohner der Region zu einem Spezialisten ausgebildet, um kleinere Mängel frühzeitig zu beheben und so Schäden an den Akkumulatoren zu verhindern. Dies sichert die Nachhaltigkeit des Projektes.

Der direkte Projektpartner im Land ist „Los comités de padres de familia” (dt.: Elternbeiräte), die seit Jahren im Rahmen der Städtepartnerschaften bekannt und sehr verbindlich und zuverlässig sind. Unterstützung bekommt das Projekt von der Stadt Nürnberg und der Stadt Erlangen, sowie den Städtepartnerschaftsvereinen von engagierten Bürgern in Nürnberg und in Erlangen.

Konkret sind für die Schulen nun die Installation von drei neuen Solaranlagen sowie die Erweiterung einer bestehenden Anlage geplant. Zusätzlich sollen drei Schulsolaranlagen und die Anlage im Gesundheitszentrum repariert und wieder in Betrieb genommen werden. Außerdem werden Schulungsmaterialien und Messgeräte benötigt. Die Realisierung des Projektes ist für Ende 2013 geplant und das Gesamtvolumen beläuft sich auf ca. 15.000 €. Hierfür sammeln wir jetzt Spenden und bitten dringend um Ihre Unterstützung.

Nähere Informationen erhalten Sie unter: Hyperlink-Symbol wolfgang.mueller(at)ingenieure-ohne-grenzen.org

Bilder von der Erkundungsreise finden Sie in unserer Hyperlink-Symbol Bildergalerie .

Ein Radiointerview, welches am 20.02.2013 auf Radio Z gesendet wurde finden Sie Hyperlink-Symbol hier  zum Download im MP3-Format (8,70 MB).

Alle Informationen zum Download im Projektdatenblatt: Hyperlink-Symbol Projektdatenblatt deutsch (Stand: Feb 2013) 

Links zum Projekt: