Unterstützung der RG Jena - Installation einer Photovoltaikanlage in der Schule Makibasa, Äthiopien
Elektrisches Licht ist in ländlichen Regionen von Afrika keine Selbstverständlichkeit. Auch an der Dorfschule von Makibasa schwindet mit dem Untergehen der Sonne die Möglichkeit weiter zu unterrichten und somit z.B. Erwachsenenbildung zu ermöglichen.
Die Regionalgruppe Jena hatte es sich zum Ziel gesetzt, dieses Problem in Zusammenarbeit mit Menschen und Organisationen vor Ort zu lösen und wurde hierbei durch die Regionalgruppe Nürnberg unterstützt.
Standort: Makibasa/ Äthiopien
Zielgruppe: 1588 Schülerinnen und Schüler plus Erwachsene
Zeitraum: September 2011
Projektleitung:
Ingenieure ohne Grenzen e.V. - Regionalgruppe Jena
Partner: Adama University, Edget Baandnet Children Center e.V. (EBCC), Centre of Concern (COC)
1. Die Idee:
Makibasa, gelegen am Lake Hawassa, ca. 90 Geländewagen-Minuten von Hawassa entfernt, beherbergt mehrere Schulgebäude, von alt bis im Bau. Besucht wird die Schule von Kindern und Erwachsenen aus der Umgebung, Anzahl steigend. Neben dem täglichen Unterricht für Kinder im schulpflichtigen Alter, sollen hier in den Abendstunden Fortbildungskurse für Erwachsene angeboten werden. Ein Problem ist dabei der Umstand, dass das Dorf an kein Netz angebunden ist. An diesem Punkt setzt unser Projekt ein. Die Stromversorgung für die in den Abendstunden benötigte Beleuchtung, sowie die Beleuchtung selbst, soll durch sog. Pico-Solar-Systeme realisiert garantiert werden.
2. Umsetzung:
Zunächst, zwei Tage nach unserer Ankunft, fand eine Erkundung durch unser Projektteam statt. Es bestand aus dem Projektleiter Danny von Nordheim von der RG Jena sowie Christian Tews und Wolfgang Müller von der RG Nürnberg. Bei der Erkundung wurde festgelegt, wie die vorhandenen Pico-Solar-Systeme auf die zu installierenden Räume verteilt, wie Leitungen verlegt und die Module auf dem Wellblechdach befestigt werden. Anschließend fanden vorbereitende Arbeiten an der Adama University statt. Hier wurde auch das zur Installation benötigte Werkzeug entliehen.
Nach Abschluss der Vorbereitung ging es zurück zum Lake Hawassa, wo am Morgen der Installation die letzten Materialeinkäufe getätigt wurden. Die Montage der Module sowie die Installation der Komponenten erfolgten innerhalb weniger Stunden. Jeder der Klassenräume verfügt nun über fünf Lampen. Das Büro der Direktors, welches ebenfalls eingebunden wurde, verfügt neben der Beleuchtung über zwei Lademöglichkeiten für Mobiltelefone. Alle installierten Elemente funktionieren einwandfrei. Die Wartung und das Ersetzen defekter Komponenten obliegen den Partnern vor Ort und sind vertraglich festgelegt. Eine weitere Einnahmequelle zur Finanzierung von Reparatur bzw. Austausch defekter Teile stellen die Telefonladegeräte dar. Hier können gegen ein geringes Entgelt Telefone Dritter geladen werden.
Wir bedanken uns bei der
Emirates Airline Foundation
Weiter Informationen finden Sie auch auf den
Seiten der RG Jena
Projekt abgeschlossen im September 2011.
