Energieversorgung für Bildungseinrichtungen in Simbabwe
Betroffene Einrichtungen:
Shingirirai Trust
Glen Forest Development Centre
Standort: Harare, Simbabwe
Projektpartner:
ZimRelief e.V
Zeitraum: April bis Mai2012
Projektvolumen: ca. 20 000€
Kontakt:
stuttgart@ingenieure-ohne-grenzen.org
Hintergrund:
Simbabwe liegt im südlichen Afrika zwischen Sambia, Botswana, Südafrika und Mosambik. Das Regime Robert Mugabes hat das Land in den letzten Jahren herunter gewirtschaftet. Unter der schlechten wirtschaftlichen Lage leidet vor allem die Bevölkerung. Die Arbeitslosenquote liegt bei über 80%, die Lebenserwartung liegt im Durchschnitt bei 47 Jahren und die HIV/Aids-Rate bei über 20%. Das Bildungssystem ist beinahe vollständig zusammengebrochen. Die Versorgung mit Strom und Trinkwasser ist flächendeckend nicht gesichert. Simbabwes Infrastruktur liegt brach.
Projekt:
Shingirirai Trust
Glen Forest Development Centre
Beide Organisationen sind an das marode Stromnetz angeschlossen - Strom gibt es nur in unregelmäßigen Abständen. Oft werden die Randbezirke Harares nur nachts mit Strom versorgt, manchmal dauern die Stromausfälle mehrere Tage bis hin zu zwei Wochen an. Prognosen für die Zukunft sagen sogar noch eine Verschlechterung der Situation voraus. Wegen der mangelhaften Stromversorgung müssen die Aktivitäten der Organisationen häufig abgebrochen und auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Die Koordinatoren legen dann nächtliche Zusatzschichten ein, wenn gerade Strom für die Arbeiten am Computer verfügbar ist.
Die Pumpe für die Wasserversorgung des Glen Forest Development Centre wurde während der politischen Unruhen nach den Präsidentschaftswahlen 2008 gestohlen. Wasser wird dort als Trinkwaser, in der Küche und den sanitären Einrichtungen benötigt. Seitdem wird Glen Forest aus einer nahegelegenen Krankenstation mit Wasser versorgt, die aber durch die häufigen Stromausfälle selber auch nicht immer genug zur Verfügung hat. Immer häufiger muss Wasser in Kanistern herangeschafft werden.
Geplante Maßnahmen:
Ziel dieses Projektes ist es, den zwei sozialen Bildungseinrichtungen Glen Forest Development Centre und Shingirirai Trust eine zuverlässige Strom- und Wasserversorgung zu ermöglichen. Die Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher soll die teilweise tagelangen Stromausfälle überbrücken und eine Grundversorgung der wichtigsten elektrischen Verbraucher gewährleisten. Zur Wiederherstellung der Wasserversorgung bei Glen Forest soll eine neue Wasserpumpe installiert werden, die wenn notwendig auch von der PV-Anlage versorgt werden kann.
Durch diese sichere und unabhängige Energie- und Wasserversorgung möchten wir beiden Organisationen ermöglichen, nicht nur effektiver und regelmäßiger ihren Basisaktivitäten nachzugehen, sondern auch zeitliche Ressourcen freizusetzen, um sich ihrem eigentlichen sozialen Auftrag, nämlich der Aufklärung, Vermittlung von Bildung und dem Angebot einkommensgenerierender Tätigkeiten zu widmen und dadurch einen substantiellen Beitrag zur Festigung der simbabwischen Zivilgesellschaft zu leisten.
Projektverlauf
Fundraising
Seit Dezember 2011 wird an der konkreten Durchführung des Projektes geplant und somit steht nun auch die Finanzierung im Mittelpunkt. Verschiedene Fundraising Aktionen wurden geplant und teilweise schon durchgeführt, damit die Gesamtkosten von ca. 20 000€ gedeckt werden können.
Jeder kann sich nur mit wenigen Klicks über das Portal
Betterplace
Infoabend 11. April
Am 11. April fand in der Universität Stuttgart ein Infoabend über den aktuellen Stand des Projekts und die Ergebnisse der Vorerkundung in Simbabwe statt.
Nach der Präsentation der Projektidee und der Projektpartner folgten die Erkenntnisse aus der Vorerkundung in Simbabwe. Dabei standen die verschiedenen Installationsmöglichkeiten der Photovoltaikelemente in den Einrichtungen im Vordergrund. Es wurden die Hauptverantwortlichen des
Glen Forest Development Centres
Shingirirai Trust
Maßnahmen zur Diebstahlsicherheit der Anlage wurden diskutiert. Der Vortrag schloss mit einem Ausblick auf unsere nächsten Schritte die in den nächsten Wochen und Monaten umgesetzt werden.
Vorerkundung
Vom 11. bis zum 26. März 2011 waren zwei Mitglieder unserer Regionalgruppe, Clemens Brauer und Sebastian Nuber, zur Vorerkundung in Harare und Umgebung.
Ihre Aufgabe bestand darin, die Situation vorort zu erkunden und die Realisierbarkeit des Projektes zu überprüfen. So ermittelten sie zum Beispiel den erforderlichen Strombedarf und lernten die örtlichen Gegebenheiten kennen.
News direkt aus Simbabwe
15. März 2011:
Clemens und ich, Sebastian, sind am Samstag gut in Harare angekommen und haben dort einige Mitglieder unserer Partner
ZimRelief e.V.
Am Sonntag und Montag haben wir das
Glen Forest Development Centre
Heute waren wir zu Besuch bei
Shingirirai Trust
Shingirirai Trust
Das Engagement der Leute ist sehr beeindruckend.
18. März 2011:
Am Mittwoch waren wir bei der deutschen Botschaft in Harare. Diese plant gerade selbst den Bau eines Verwaltungsgebäudes für das
Glen Forest Development Centre
Am Donnerstag waren wir im
Glen Forest Development Centre
Am Freitag waren wir dann bei
Shingirirai Trust
25. März 2011:
Über das Wochenende hielten wir, im Rahmen eines von
ZimRelief e.V
.
Glen Forest Development Centre
Shingirirai Trust
Am Montag trafen wir uns mit Händlern von Photovoltaikanlagen in Harare. Wir sammelten Informationen und Ideen zur Umsetzung und Machbarkeit unseres Projektes unter den Gegebenheiten in Simbabwe.
Letzten Dienstag informierte uns die
GIZ
In Mutare verabredeten wir uns mit einem Händler von Photovoltaikanlagen am Donnerstag.
Morgen fliegen wir zurück nach Stuttgart. In den letzten zwei unglaublichen und unvergesslichen Wochen konnten wir uns einen umfangreichen Überblick über den Zustand der Energieversorgung des
Glen Forest Development Centres
Shingirirai Trust
Die vorort gesammelten, zahlreichen Informationen ermöglichen es uns nachhaltig und sinnvoll Entwicklungszusammenarbeit zu planen und durchzuführen.
Interesse an Mitarbeit? Fragen? Kritik? Anregungen?
Unter der folgenden Emailadresse stehen wir gerne zur Verfügung:
stuttgart@ingenieure-ohne-grenzen.org
