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Strom als Mangelware

Strom ist in Kenia für die meisten Menschen nicht zugänglich, sofern vorhanden ist er unerschwinglich teuer. Häufige Stromausfälle erschweren die Situation.

Afrika bei Nacht

Afrika bei Nacht

Laptop der Schule

Laptop der Schule

Ermittlung des Strombedarfs der Schule

Ermittlung des Strombedarfs der Schule

Wie bereits in einem der letzten Beiträge erwähnt ist Strom in Kenia unglaublich teuer. Bezogen auf die Einkommen ist der Strom hier mehr als 200-mal so teuer wie in Deutschland. Die meisten Menschen haben erst gar keine Möglichkeit Strom zu erhalten. Aber auch wenn Strom grundsätzlich vorhanden ist können sich normale Menschen die meisten elektrischen Geräte nicht leisten. Elektrokochplatten, Kühlschränke und Fernseher sind daher selten und sehr teuer zu betreiben. Der Standbybetrieb eines Fernsehers kostet an einem Tag genauso viel, wie das Abendessen im afrikanischen Restaurant für 4 Personen.

Die DARAD Montessori Academy muss auch sehr sparsam mit ihrem Strom umgehen. Aktuell besitzt die Schule einen Laptop für Bürotätigkeiten, eine Nähmaschine und ein Bügeleisen zum Herstellen und Reparieren der Schulkleidung. Vereinzelt sind elektrische Lampen installiert, die meisten Lampenfassungen auf dem Gelände bleiben aber leer und ungenutzt.

Nächstes Jahr muss die Schule allerdings die Beleuchtung stark ausbauen. Zum ersten Mal seit Gründung der Schule wird dann nach 8 Jahren Schule ein Jahrgang der DARAD Schule seinen Abschluss machen. Vor dem Abschluss wird dann ab nächstem Jahr Licht in den Abendstunden benötigt. In Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen und um die Selbstständigkeit der Schüler zu fördern ist es in Kenia üblich, dass sich die Abschlussklasse die letzten 3 Monate vor den Prüfungen unter der Woche Tag und Nacht auf dem Gelände aufhält um zu lernen.

Der Traum der Schulleitung ist es für die Schüler nach Abschluss der Schule die Möglichkeit einer weiteren Ausbildung z.B. als Schreiner oder Näherin zu bieten. Sofern sich der Traum mit den Werkstätten verwirklichen lässt, wird dort zukünftig Licht in den Abendstunden sowie Strom für die Werkzeuge und Nähmaschinen benötigt.
Die heutigen Klassenzimmer der Klassen 4-8 sollen dann zukünftig in Werkstätten umfunktioniert werden. Abstellräume, Steckdosen und Lampenfassungen sind dafür in den Räumen bereits vorgehalten.

Neben den Stromverbrauchern der Schule haben auch die Menschen des Sozialprojekts elektrische Geräte in ihren Wohnungen, z.B. ein Radio, ein Handy oder einen gemeinsamen Kühlschrank. Der Stromverbrauch wird mit der Miete bezahlt.

In den letzten Tagen haben wir alle elektrischen Verbraucher inklusive der Beleuchtung auf dem Schulgelände dokumentiert und die elektrischen Parameter vermessen. In den nächsten Tagen
werden wir mit der Schulleitung über die weiteren Pläne sprechen und einen genauen Ausblick über zukünftigen elektrischen Verbraucher erstellen.

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