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Einladung der Ingenieure ohne Grenzen e.V. Regionalgruppe Ulm / Neu-Ulm zum Vortrag am Mittwoch den 19. Oktober 2011 um 18.30 Uhr im Hörsaal B der Hochschule Neu-Ulm

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir würden Sie sehr gerne zu einem Vortrag unseres Projektteams der Ingenieure ohne Grenzen Ulm / Neu-Ulm an der Hochschule Neu-Ulm einladen.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch den 19. Oktober 2011  um 18.30 Uhr  im Hörsaal B der Hochschule Neu-Ulm  statt und dauert ca. 1,5 Stunden. Im Mittelpunkt steht eine einstündige Präsentation über die Projektdurchführung in Mosambik, während welcher wir zwölf Schulen mit Solarstrom ausgestattet haben um abendliche Unterrichtsstunden zu ermöglichen. Anschließend ist Zeit für Fragen, Diskussionen und Gespräche.

Unsere gesamte Regionalgruppe und insbesondere unser Projektteam freuen sich darauf euch von den Erlebnissen zu berichten. Mithilfe von eindrucksvollen Bildern und Videos wird das Team ihre Erfahrungen weitergeben und dabei das Projekt, sowie Land und Leute vorstellen!

Wenn Sie selbst Interesse haben sich in unserer gemeinnützigen Arbeit für die Regionalgruppe Ulm / Neu-Ulm zu engagieren, ist im Anschluss an den Vortrag der ideale Zeitpunkt um ersten Kontakt zu uns aufzunehmen. Für unsere vielfältige Arbeit suchen wir Verstärkungen aus allen Bereichen, ganz explizit auch aus dem BWL und sozialen Bereich!

Hintergrundinformationen:

Im September diesen Jahres hat ein vierköpfiges Team unserer Regionalgruppe der Ingenieure ohne Grenzen e.V. unser erstes Projekt erfolgreich in Mosambik durchgeführt. Das Team bestand aus zwei Ingenieuren (Projektleiterin Brita Emmermacher und Mark Bittmann) und zwei Studenten der Hochschule Neu-Ulm (Andrea Suarez und Paul Hübner). Nach ca. 10 monatiger Vorbereitungszeit statteten die vier in enger Zusammenarbeit mit zwei Mosambikanischen Masterstudenten sowie der Partnerorganisation Caritas 12 Schulen mit Solarstrom aus. Der Strom aus den Systemen ermöglicht in den Abendstunden Unterricht anzubieten, wovon neben Schülern auch insbesondere Erwachsene profitieren die tagsüber auf dem Feld arbeiten und bisher keine Möglichkeit zur Bildung hatten (Sonnenuntergang in Mosambik ist um ca. 18 Uhr). Der Bedarf an Bildung ist sehr hoch, da die durchschnittliche Schulzeit eines Erwachsenen aufgrund eines bis 1992 dauernden Bürgerkrieges lediglich 1-2 Jahre beträgt. Für weiterführende Informationen bitte unsere Homepage besuchen unter: Hyperlink-Symbol http://www.ingenieure-ohne-grenzen.org/de/Regionalgruppen-Kompetenzgruppen/Ulm-Neu-Ulm

Es ist viel passiert in Mozambik bei unserem Projektimplementierungsteam seit dem letzten Blogeintrag. Nach etwa einem ¾ Jahr Planungs-, Erkundungs- und Vorbereitungszeit ist es endlich geschafft: Die erste Projektimplementierung ist erfolgt  ! Damit haben wir in der Gaza Provinz nun 14 Klassenzimmer erfolgreich elektrifiziert.

Ich selber bin am vergangenen Montag schon aus Mozambik wieder gekommen und musste leider beruflich bedingt unser Team schon früher verlassen. Deshalb will Ich einen kurzen Abriss geben was passiert ist, was gerade passiert und was noch passieren wird:

  Was ist in den letzten 10 Tagen passiert?

 Im Grunde genommen bestanden die letzten 10 Tage aus der Hauptaufgabe des Projekts, nämlich dem Implementieren von unseren geplanten Schulen. Das heißt also nicht nur dem ausschließlichen Elektrifizieren der Schulen sondern vor allem auch dem Übergeben der Technologie, der Idee und vor allem auch der Bildung an die örtlichen Communities.

Die Implementierung ist für uns mit jedem Tag einfacher gefallen, da mit der Übung natürlich auch die Routine kommt. Nichts desto trotz war jeder Tag und jede neue Schule ein komplett neues Erlebnis mit unzähligen tollen Momenten und Überraschungen aber natürlich auch Improvisationen. Jedes Klassenzimmer stellte uns in der Regel vor neue, kleine, überwindbare Herausforderungen.

Die Implementierung bedeutete für uns sehr viel Arbeit da wir tagsüber an den Schulen zu Werke gingen und jeden Tag meist bis spät in die Nacht unsere Materialien wie z.B. Switchboxen, für den nächsten Tag vorbereiten mussten. 14 Stundentage war da nichts Außergewöhnliches.

 Zu keiner Zeit hat das Team den Mut und die Motivation verloren. Im Gegenteil! Mit jedem Tag arbeitete das Team besser und noch koordinierter Zusammen und schaffte es eine Atmosphäre zu schaffen in der es uns allen sehr, sehr gut ging. Umso schwerer viel es mir daher das Team planmäßig, vorzeitig verlassen zu müssen.

 Mit dem heutigen Tag haben wir es geschafft in Mozambik folgende 12 Schulen in der Gaza Provinz mit unseren Pico-Solar-Systemen auszustatten und ihnen somit die Möglichkeit gegeben, nachts über ausreichend Licht zur Weiterbildung zu verfügen:

  • Tlhawene         -    2 Klassenzimmer + Lehrerzimmer
  • Changulene     -    1 Klassenzimmer + Lehrerzimmer
  • Soveia               -    1 Klassenzimmer + Lehrerzimmer
  • Decada Vitoria   -    1 Klassenzimmer + Lehrerzimmer
  • Chinhangane     -    1 Klassenzimmer + Lehrerzimmer
  • Timhondzoeni   -    1 Klassenzimmer + Lehrerzimmer
  • Macaringue       -    1 Klassenzimmer + Lehrerzimmer
  • Machinho         -    2 Klassenzimmer + Lehrerzimmer
  • Dovane             -    1 Klassenzimmer + Lehrerzimmer
  • Cumba            -    1 Klassenzimmer + Lehrerzimmer
  • Punguine         -    1 Klassenzimmer + Lehrerzimmer
  • Pumbe            -    1 Klassenzimmer + Lehrerzimmer

   

Was passiert gerade?

 Just in diesem Moment implementiert unser 7-köpfiges Team noch bestehend aus drei Ingenieuren ohne Grenzen (Andrea, Brita & Mark), zwei Mosambikanischen Studenten (Andrea & Basilio), einem Mosambikanischen Caritas Field Facilitator (Paolo) und einem Mosambikanischen Communitybewohner (Orlando) die letzte Schule in Pumbe.

 Außerdem hat sich das Team entschieden zusätzlich auch noch ein Gebäude der Caritas zu implementieren. Die Gründe dafür sind vielseitig. Vor allem haben sie sich aufgrund der Nachhaltigkeitsthematik dazu entschlossen. Denn besitzt die Caritas das gleiche System wie unsere Gemeinden ist einer spätere Pflege und Überprüfung der Systeme durch die Regelmäßigen Besuche der Caritas in den Communities sehr geholfen.

 Was passiert noch in den kommenden Tagen in Mozambik?

 Unser Team wird sich nun da die Implementierung soweit abgeschlossen ist um weitere Erkundungen kümmern. Das heißt konkret, dass noch einige Besuche vor Ort an möglichen zukünftigen Projekten stattfinden, so zum Beispiel in Matize. Auch wurden noch Treffen mit möglichen NGO-Partnern arrangiert, welche Projektvorschläge an uns herangetragen haben bzw. herantragen werden.

© Paul Hübner

Bericht aus Maputo und Chokwe – 2 Schulen implementiert

Am heutigen Montagabend den 05.09.2011 habe ich weitere Infos von unserem Projektteam aus Mosambik erhalten und freue mich diese mit euch teilen zu dürfen.

Ich möchte an dieser Stelle zur Einleitung auf die beiden vorangegangenen Blogeinträge hinweisen, in welchen Hintergrundinfos sowie das bisherige Geschehen beschrieben sind.

Um direkt am letzten Blog anzuschließen beginne ich mit dem Treffen am Dienstagabend, den 30.08.2011, mit Boa Cuamba, Professor an der Eduardo Mondlane Universität und ein großer Unterstützer unseres Projektes. Beim gemeinsamen Abendessen mit ihm konnte der weitere Implementierungsablauf geklärt werden, insbesondere auch, dass zwei seiner Masterstudenten unser Team begleiten und unterstützen werden. Die beiden, Andre und Basilio, waren bereits bei der Erkundung im Februar mit dabei und sind wertvolle Unterstützer für das Projekt, da sie nicht nur als Übersetzer fungieren sondern auch mit Fachwissen bei der Implementierung selbstständig mitarbeiten. Sie sind ein Schlüsselelement um die Einbeziehung der Dorfbevölkerung zu ermöglichen und diesen auch den richtigen Umgang mit den Systemen beibringen zu können.

Von der Implementierung können die beiden Masterstudenten ebenfalls profitieren, da sie wertvolle Erfahrungen sammeln, welche Sie eventuell beim Aufbau einer eigenen Firma benötigen mit welcher sie z.B. Solarsysteme verkaufen und auch warten können. Somit erfüllen wir wiederum eines unserer Nachhaltigkeitsziele, indem wir einen funktionierenden Markt mit Solarsystemen anstoßen.

Der folgende Tag, Mittwoch der 31.08.2011, wurde abermals genutzt um die letzten benötigten Materialien (wie z.B. ein Lochband) zu besorgen (über den generellen Ablauf der Materialbesorgung finden sich im letzten Blog weitere Informationen), desweiteren kam mit Andrea Suarez das vierte Projektteammitglied gesund und munter im Land an. Somit war am Abend alles vorbereitet um mit sämtlichen Materialien zum Projektpartner Caritas nach Chokwe zu fahren, von wo aus in den nächsten Tagen die einzelnen Schulen besucht werden.

Donnerstag der 01.09.2011 begann sehr früh mit der bereits angesprochenen Fahrt nach Chokwe. Mit dabei waren neben den vier Ingenieuren ohne Grenzen, die beiden Masterstudenten sowie zwei Fahrer, Claudio und Sergio. Das Material wurde in einem Pickup transportiert, während der Rest der Gruppe in einem normalen Auto sicher und ohne Probleme  nach Chokwe kam. Am Nachmittag fand ein erstes Treffen mit der Caritas statt, wobei direkt das weitere Vorgehen geplant wurde. Leider ist das Gästehaus der Caritas noch nicht eingeweiht, wodurch Brita, Andrea, Mark und Paul gezwungen waren mit Hilfe der Caritas Mitarbeiter eine andere Unterkunft zu besorgen. Für die nächste Zeit sind nun die vier Ingenieure ohne Grenzen sowie die beiden Masterstudenten in einer Art Bungalow untergekommen, welcher sehr einfach ist (z.B. kein warmes Wasser) aber dafür auch sehr geräumig. Nach dem Abendessen wurden noch bis spät in die Nacht die benötigten Teile (Schaltbuchsen und Kabelstränge) für die erste Schulimplementierung vorbereitet.

Die erste Schule in Changulene wurde am Freitag den 02.09.2011 besucht. Nach einem frühen Frühstück und einstündiger Fahrt kam das gesamte Team um ca. 8.30 Uhr in dem Dorf an, wo sie bereits von einer kleinen Gruppe bestehend aus Lehrern, Community Leader, 3 Frauen und Handwerkern erwartet wurden. Die Implementierung der ersten Schule verlief an sich einwandfrei, wobei kleine Probleme schnell gelöst werden konnten. Da beispielsweise die Betonwand zu massiv war und der normale Akkubohrer nicht ausreichte, wurde ein Stück Holz mit Lochband befestigt, worauf dann die Akkupacks der Systeme montiert werden konnten. Der Rest der Implementierung verlief ohne Probleme, das Team arbeitete sehr harmonisch mit der Unterstützung der Masterstudenten und den Handwerkern aus dem Dorf zusammen. Insgesamt wurden 17 Lampen, 6 Batteriepacks und 6 Solarmodule installiert, wobei die Installation der Module auf dem Dach durch Absicherung über ein Seil stattgefunden hat.

Im Anschluss an die Ausstattung der Schule wurden die Systeme an die Community übergeben, wobei Andre einen großartigen Job beim erklären und übersetzen machte. Beispielsweise bei der Thematik der Ersatzteile benutze er folgendes „Hemdknopfbeispiel“: Wenn du ein Hemd geschenkt bekommst und dir der Knopf abfällt, gehst du dann auch zu der Person hin die dir das Hemd geschenkt hat und fragst ihm nach einem neuen Knopf? Daraufhin antwortet die Community natürlich nicht. Auf diese Weise verdeutlichte er der Community das auch bei kaputten Solargeräten die Community selber verantwortlich ist.

Bei der Übergabe wurden außerdem die in mühevoller Handarbeit illustrierten Schulungsunterlagen vorgestellt und übergeben, in welchen die Benutzung der Systeme beschrieben ist.

Das gesamte Team wurde am Abend noch zu einem sehr leckeren Essen eingeladen. Die Begeisterung der Community war sehr groß und die Kinder haben sehr viel für unser Team gesungen, was sehr schön war und sehr nahe ging!

Am Abend wurden wiederum die nächsten Teile für den kommenden Tag vorbereitet.

Zu Beginn des Samstages (03.09.2011) wurde zunächst Holz gekauft um der Problematik mit den zu harten Betonwänden zu entgehen. Um ca. 10 Uhr kam das Implementierungsteam in Thalwene an. Dort wurden insgesamt zwei Klassenzimmer sowie das Lehrerzimmer ausgestattet.

Auch bei dieser Implementierung traten kleinere Probleme auf, so brach beispielsweise ein Bohrer beim durchbohren der harten verzinkten Stahldächer und die drei Akkus für die Akkuschrauber waren kurz vor Ende der Implementierung alle leer, wodurch das Team die Schule am 07.09.2011 fertig implementieren und die Systeme übergeben wird. Bei der Implementierung hat der Masterstudent Andre ein Zimmer komplett selbstständig implementiert und dabei mehrere Dorfbewohner mit einbezogen und eingelernt.

Insgesamt verläuft die Implementierung bisher sehr gut und wir sind gespannt weitere Berichte aus Mosambik zu erhalten.

Ich freue mich euch erste nähere Details aus Mosambik schreiben zu können, da ich soeben die Berichte der ersten drei Tage von Brita zugeschickt bekommen habe. Aber starten wir von vorn, nochmals mit einer kleinen Einführung:

Seit dem 28. August befinden sich drei Mitglieder der Ingenieure ohne Grenzen e.V. Regionalgruppe Ulm / Neu-Ulm in Maputo um das Projekt „Elektrifizierung von Schulen in Mosambik“ durchzuführen. Das Projekt wird von der Ingenieurin Brita Emmermacher geleitet, mit ihr sind Wirtschaftsingenieurstudent Paul Hübner und Ingenieur Mark Bittmann bereits vor Ort.

Das Team wird am heutigen Mittwoch mit der Ankunft von Wirtschaftsingenieursstudentin Andrea Suarez komplettiert und ist den ersten Berichten nach bereit zu den Schulen in der Privinz Gaza zu starten. In den nächsten Wochen werden sich die vier „Ingenieure ohne Grenzen“ in zwei Teams aufteilen und mit jeweiliger Unterstützung eines lokalen Masterstudenten, einer Betreuerin der Caritas Chokwe sowie einem Fahrer, insgesamt zwölf Schulen mit Pico Solar Systemen zur Beleuchtung der Klassenzimmer ausstatten.

Nun zum Erlebten der ersten drei Tage:

Wie bereits erwähnt kamen die ersten drei Mitglieder am 28.08. in Maputo an. Nach langem und anstrengendem Flug, der ohne Probleme verlief, wurden sie per Shuttle Bus zum Hostel Fatima gebracht in welchem sie die ersten Tage in Maputo verbringen. Der restliche Sonntag wurde zum Einkaufen von Lebensmitteln und zu einer kurzen Stadtführung genutzt, geführt durch die bereits „Maputoerfahrene“ Brita.

Montag der 29. August begann mit einem Besuch bei der Deutschen Botschaft bei Frau Pieper, die Kleinstprojekte innerhalb Mosambiks betreut. Sie war sehr erfreut uns wiederzusehen (nach dem ersten Besuch während der Erkundung) und möchte weiterhin regelmäßig mit uns in Kontakt bleiben. Beim Treffen wurden verschiedene Punkte angesprochen, beispielweise eine mögliche Zusammenarbeit mit dem Bildungministerium Mosambiks, allgemeine Informationen über Schulen (z.B.  durchschnittliches Lehrer Schüler Verhältnis von 1:65) und eine mögliche zukünftige Unterstützung bei Folgeprojekten. Interesanterweise erwähnte Frau Pieper noch, dass sich bei der Stadtverwaltung Chokwe Informationen zu alten Brunnenprojekten etc. auftreiben lassen.

Am Nachmittag fand nach mehreren gescheiterten Anläufen ein Treffen mit der portugissischen NGO Progresso statt, besser gesagt mit deren Direktorin. Progresso arbeitet in den zwei nördlichsten Provinzen Mosambiks und ist hauptsächlich im „Community Development“ aktiv.  Mit der Dirketorin wurden konkret zwei möglich zukünftige gemeinsame Projekte besprochen, wobei es sich zum einen um einen Damm handelt und zum anderen um die Elektrifzierung von sieben Schulen um diese auch für Abendunterricht nutzen zu können, also ein sehr ähnliches Projekt wie unser aktuelles.

Der folgende Dienstag, 30. August, stand ganz im Zeichen der Materialbesorgung für unser aktuelles Projekt. Es trat dabei ein kleines unerwartetes Problem auf, da ca. 2/3 der Läden wegen Ramadan geschlossen waren. Bei einem Rundgang durch die gesamte Stadt konnten dennoch zum einen interessante Läden zur Materialbeschaffung gefunden und auch bereits einiges an Material gekauft werden. So ist unsere Regionalgruppe nun, um es in den Worten von Brita zu sagen „stolzer Besitzer eine Akkubohrmaschine (Bosch) und einer Leiter, die sie zu dritt in einem Tuk Tuk quer durch Maputo transportiert haben, wobei dabei der Präsident Mosambiks zugeschaut hat“. Ganz so groß ist die Aufmerksamkeit die unsere Arbeit dort erregt dann leider doch wieder nicht, aber immerhin fuhr der Präsident in einer Eskorte am Tuk Tuk vorbei.

In einem der zahlreichen kleineren Elektroläden konnten desweiteren Kabelbinder, Schrauben und Schalter etc. erworben werden, die nun in den nächsten Tagen unter anderem zum Bau der Verschaltungseinheiten benutzt werden. Die beiden Masterstudenten, Basilio und Andre, hatten diesbezüglich zwar lokale Unternehmen angefragt allerdings keinen Auftrag vergeben, sodass diese Arbeit nun noch von uns selbst erledigt werden muss.

Am Abend des anstrengenden Tages, mit vielen zurückgelegten Kilometern quer durch die Stadt, gab es ein erstes Treffen mit Boa Cuamba, Professor an der Mondlane Universität und einer unserer wichtigsten Kontaktpersonen im Land. Dabei wurde die weitere Vorgehensweise besprochen. Eventuell kann bereits morgen die Reise nach Chokwe angetreten werden, da die Pico Solar Systeme noch heute aus dem Zoll herauskommen, und das meiste benötigte Material ja bereits erworben wurde. Es fehlt zwar noch ein bisschen Lochband, aber das dürfte aufzutreiben sein sobald wieder mehrere Läden geöffnet haben.

Wie bereits kurz angeschnitten schaut die Planung für die nächsten Tage grob wie folgt aus:

  • Die Solar Systeme können heute aus dem Zoll abgeholt werden
  • Andrea trifft ebenfalls heute in Maputo ein, somit ist das Team von Ingenieure ohne Grenzen Seite aus komplett
  • Das Team, inkl. Systeme und Material wird nach Chokwe zur Caritas fahren (eventuell noch am heutigen Mittwoch, oder am morgigen Donnerstag), wo sie im Gästehaus Station für die nächsten Tage/Wochen beziehen werden. Von dort aus werden dann Schritt für Schritt die Materialien für die einzelnen Schulen vorbereitet und natürlich die Schulen / Gemeinden eine nach der anderen besucht, um die Systeme anzubringen.

Soweit der erste Bericht aus Maputo, sobald es weitere Neuigkeiten gibt werden wir euch über den Blog auf dem Laufenden halten.

 Benjamin Seckinger

Am heutigen Samstag, den 27. August 2011, starten 4 Mitglieder der Regionalgruppe Ulm / Neu- Ulm der Ingenieure ohne Grenzen e.V. zur Durchführung des Projektes "Elektrifizierung von Schulen in Mosambik". 

Das Projektteam, das sich soeben auf dem Weg nach Maputo (der Hauptstadt Mosambiks) befindet, besteht aus Brita Emmermacher, Mark Bittman, Andrea Suarez und Paul Hübner. Sie werden die nächsten drei bis vier Wochen in Mosambik, in der Region Chokwe verbringen. 

Somit haben sich die letzten sehr turbulenten Wochen für die Mitglieder der Regionalgruppe gelohnt, da nun das Projekt in der Durchführungsphase ist. Die Vorbereitung der Implementierung gestaltete sich nicht immer als einfach, insbesondere der Kontakt nach Mosambik war teilweise relativ schwierig, wobei dies laut Projektleiterin Brita Emmermacher auch vor der Erkundung zu Beginn des Jahres der Fall war. Die Kommunikationsprobleme zeigten jedoch vor Ort keinerlei Auswirkungen und alles wurde bestens vorbereitet und organisiert aufgefunden. Interessant zu beobachten ist dabei der Mentalitätsunterschied. Während das deutsche Projektteam sehr gerne ausführliche Antworten auf Fragen sowie konkrete Zusagen bei Themen wie z.B. der Verfügbarkeit der Fahrer und Autos etc. hätte, sind die Auskünfte aus Mosambik meistens doch recht mager und ungenau, wobei wie oben bereits erwähnt, im Endeffekt meistens alles glatt verläuft. 

In den ersten Tagen vor Ort, werden neben offiziellen Besuchen (z.B. bei der GIZ und der deutschen Botschaft) bereits Vorbereitungen zur Ausstattung der Schulen mit kleinen Solarsystemen getroffen. So werden in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern und mit vor Ort eingekauften Materialien die noch benötigten Verteilerdosen zur Verdrahtung der Systeme vorgefertigt. Ab Mitte nächster Woche ist geplant die erste Schule auszustatten, und zwar zunächst im großen Team von 10 Personen, welches aus den vier Mitgliedern der Ingenieure ohne Grenzen, zwei lokalen Masterstudenten, zwei Mitgliedern der lokalen Caritas Chokwe sowie zwei Fahrern besteht. Zum Besuch der weiteren Schulen wird sich die Gruppe anschließend in zwei Teams aufteilen, sodass jeweils zwei Schulen parallel besucht werden können. Zur Elektrifizierung der Schulen stehen jeweils ca. 2-3 Tage zur Verfügung, sodass das Team selbst hinzulernen kann und außerdem genügend Zeit hat die lokale Dorfbevölkerung mit einzubeziehen und auszubilden im Umgang und der Wartung der Systeme. Eigens dazu wurde in mühevoller Handarbeit Schulungs- und Informationsmaterial entworfen, welches auch für Analphabeten verständlich ist. Insgesamt sollen auf diese Weise nicht nur 12 Schulen mit Licht ausgestattet, sondern auch weitere Schulen für zukünftige Projekte begutachtet werden. 

An dieser Stelle würden wir uns sehr gerne bei allen Mitgliedern unserer Regionalgruppe für die unglaubliche Arbeit der letzten Monate bedanken, sei es im Marketing, Fundraising, der Koordination oder im Entwicklungs- und Projektteam. Außerdem herzlichen Dank an alle Spender und Unterstützer, die uns das Geld zur erfolgreichen Durchführung des Projektes anvertrauten. 

Wir werden euch über den Ablauf der Implementierung in den nächsten Wochen per Blog auf dem Laufenden halten.

Ab sofort finden Sie alle Presseartikel und Veröffentlichungen der Regionalgruppe Ulm/Neu-Ulm im seperaten Reiter "Presse" auf der Hauptseite der Regionalgruppe.

logo_radio-freefm

Dort ganz aktuell auch das Radio Interview bei FreeFM als Download, sowie ein Bericht über die Spendenaktion des Leo-Cllubs beim 11bis11 Fest letztes Wochenende in Ulm.

ingog-engl
Die Homepage der Regionalgruppe Ulm/Neu-Ulm wird international!

Ab sofort werden wir vermehrt Inhalte in Englischer Sprache online stellen, um unseren weltweiten Partnern wie zum Beispiel aus Mosambik die Chance zu geben sich über den Fortschritt des Projekts zu informieren.

Das Angebot beschränkt sich zur Zeit noch auf den Überblick über die Entstehung der Regionalgruppe, Kontaktinformationen der einzelnen Bereiche und einen Erkundungsbericht, soll aber in naher Zukunft weiter ausgebaut werden.

Vielen Dank an Konstantin für die Übersetzungen

Hilfe zur Selbsthilfe will die Ulmer Regionalgruppe der „Ingenieure ohne Grenzen“ geben. Durch die Installation von leistungsfähigen Solarsystemen sollen langfristig sogar Arbeitsplätze geschaffen werden.

 FRANZISKA REINDL
 Ingenieure sind Mangelware in Deutschland, das ist schon lange bekannt. Der Fachkräftemangel ist immer wieder ein großes Thema, aber uns Deutschen geht es gut. Wir haben Strom, fließend Wasser und mobile Fortbewegungsmittel. In anderen Ländern ist der Begriff Fachkräftemangel nicht annähernd ausreichend. Denn in vielen Ländern gibt es keinen Mangel an Ingenieuren, sondern eine regelrechte Not. Fließend Wasser, Licht und Stromversorgung im Allgemeinen sind nicht überall selbstverständlich. Die Organisation „Ingenieure ohne Grenzen e.V.“ versucht das Leben der Menschen in den ärmsten Ländern derWelt nachhaltig zu verbessern. Die Hilfsorganisation wurde 2003 von neun Ingenieuren aus Deutschland und einem Volkswirt gegründet. Die Non-Profit-Organisation beschäftigt sich mit der Lösung ingenieurtechnischer Aufgaben in Entwicklungsländern. Die Hilfsorganisation engagiert sich für Ausbildung und Forschung im Rahmen der Entwicklungshilfe und ermöglicht technische Hilfeleistungen. 

Seit gut einem Jahr ist die Hilfsorganisation auch in Ulm vertreten. Das Kernteam besteht aus 20 aktiven Mitgliedern: Ingenieure, weitere Berufstätige, Studenten sowie Schüler. Daniel Schwarz studiert an der Hochschule Neu-Ulm Wirtschaftsingenieur-Wissenschaften und war von Anfang an bei den„Ingenieuren ohne Grenzen Ulm e.V.“ dabei. Der junge Student ist der Hilfsorganisation aus rein ideellen Gründen beigetreten und um seine theoretischen Kenntnisse endlich in die Praxis umzusetzen. Die Mitarbeit bei „Ingenieure ohne Grenzen“ gilt nicht als berufsqualifizierendes Praktikum. „Ich weiß nicht, ob mir das bei zukünftigen Arbeitgebern einen Pluspunkt bringt, aber darum geht es auch nicht“, erklärt Daniel Schwarz. „Sondern es geht darum, Menschen zu helfen. Und das langfristig. Wir bemängeln hier in Deutschland den Fachkräftemangel und die vergleichbar hohen Standards. In Mosambik haben die Menschen so gut wie nichts“,weiß Daniel Schwarz.

Um das zu ändern, reiste die Hilfsorganisation Anfang des Jahres von Ulm nach Afrika. „Ingenieure ohne Grenzen Ulm e.V.“ will in Mosambik Schulen und Gemeinden durch Pico-Solarsysteme mit Elektrizität versorgen. Im Februar fand die erste Ortsbegehung statt, um die Lage vor Ort besser einschätzen zu können. Im Sommer dieses Jahreswerden bereits die ersten Schulen mit Solarlampen versorgt. Professor und Diplom-Ingenieur an der Universität Ulm, Peter Adelmann unterrichtet schon seit Jahren an der Universität in Maputo, der Hauptstadt des Staates im Südosten von Afrika. Professor Adelmann will junge Menschen in Mosambik für die Photovoltaik begeistern und somit Unternehmensgründungen fördern und Arbeitsplätze schaffen.

Außerdem ist die neue Technik auf lange Sicht günstiger und umweltfreundlicher als die bisher inMosambik üblichen Petroleumlampen. „Pico-Solarsysteme erzeugen wesentlich weniger CO2 und werden sich positiv auf die Wirtschaft in Mosambik auswirken“, erklärt der Ulmer Professor. Sein Unterricht an der Universität in Maputo dient vor allem auch der Erhaltung der neuen Anlagen. Denn wenn die Anlagen – nachdem die Ingenieure wieder zurück nach Deutschland gereist sind – nicht gewartet und in Stand gehalten werden können, war die ganze Mühe umsonst. „Der Erhalt der Solaranlagen durch die Ausbildung der Menschen vor Ort ist für mich mit der wichtigste Aspekt“, so Adelmann. Die Organisation hat schon vielen Menschen geholfen und Professor Adelmann sowie Daniel Schwarz und alle Mitglieder von „Ingenieure ohne Grenzen“ werden unermüdlich weitermachen.

Quelle: Südwest Presse Ulm

Link: Hyperlink-Symbol Artikel als pdf

Hilfsprojekt

Lichtblick für Schulen in Afrika

Junge Ingenieure aus Ulm und Neu-Ulm engagieren sich in Mosambik  

Von Dagmar Hub

Mitglieder der Regionalgruppe „Ingenieure ohne Grenzen“ haben sich für ein Hilfsprojekt in Mosambik engagiert.

Foto: Ingenieure ohne Grenzen - Regionalgruppe Ulm/Neu-Ulm

Ulm Was bewegt junge Ingenieure und Studierende der Ingenieurwissenschaften, sich für die Elektrifizierung von Schulen im südostafrikanischen Mosambik einzusetzen? Brita Emmermacher, Benjamin Seckinger und Daniel Schwarz möchten weniger Privilegierten vom hohen Wissensstandard ihres Studiums abgeben und sich humanitär engagieren. Dass sie selbst gern reisen, spielt bei ihrem Entwicklungshilfe-Einsatz für die Ulm/Neu-Ulmer Regionalgruppe der Organisation „Ingenieure ohne Grenzen“ eher eine untergeordnete Rolle.

Viel wichtiger ist für die drei jungen Leute die Freundschaft, die sie unter den Mitgliedern der Organisation erleben, und vor allem die Erkenntnis, dass Helfen nicht nur Geben bedeutet. „Es ist unglaublich, wie viel man von den Menschen zurückkommt“, sagt Brita Emmermacher, die selbst bei der Erkundung jener Orte in der Region Gaza in Mosambik dabei war, die die Regionalgruppe von Ingenieure ohne Grenzen unterstützt.

Punguine ist einer der ausgewählten Orte. Etwa 500 Menschen leben in der Streusiedlung, die wie viele kleinere Orte in Mosambik nicht ans Stromnetz angeschlossen ist. Durchschnittlich 1,2 Jahre Schulbesuch hatten die Menschen im Ort – aufgrund des bis 1992 andauernden 16-jährigen Bürgerkriegs und aufgrund der Arbeit auf dem Feld, bei der die Kinder ihren Eltern helfen müssen, reicht es bei den Erwachsenen oft nicht einmal dazu, dass sie ihren Namen schreiben können. 64 Prozent der Menschen in Mosambik sind Analphabeten. „Das Bedürfnis nach Bildung, danach, lesen, schreiben und rechnen zu können, ist aber hoch“, so Benjamin Seckinger, Gründungsmitglied der Ulm/Neu-Ulmer Regionalgruppe von „Ingenieure ohne Grenzen“. 40 Gemeindemitglieder haben großes Interesse an einer Abendschule. Ähnlich ist die Situation in den anderen elf Orten, die die Gruppe für ihr Hilfsprojekt auswählte.

Woran der Unterricht für die Erwachsenen scheitert: Das Leben in den nicht ans Stromnetz angeschlossenen Orten kommt zur Ruhe, sobald die Dämmerung einsetzt – und das ist in der Nähe des Äquators früh.

Die Menschen kommen von der Arbeit auf den Feldern zurück, vom Wasserholen – und es ist zu dunkel, um sie in den Klassenzimmern der Schulen zu unterrichten. Deshalb will „Ingenieure ohne Grenzen“ die Schulen der ausgewählten Orte in Mosambik mit Pico-Solarsystemen ausstatten.

„Denn ohne Strom bleibt die Bildung in Mosambik im Dunkeln“, so Daniel Schwarz. Bildung und Nachhaltigkeit sind Grundvoraussetzungen für einen funktionierenden Markt im Land. Für ihr Projekt sucht die Regionalgruppe von „Ingenieure ohne Grenzen“ Partner, die eine Patenschaft für eine konkrete Schule mit wahlweise einem oder zwei Klassenzimmern übernehmen.

Pro Klassenzimmer entstehen Kosten von 600 Euro für die Elektrifizierung. Interessenten können das Projekt auch durch Spenden unterstützen.

Informationen gibt es unter www.ingenieure-ohne-grenzen.org oder per Mail über ulm@ingenieure-ohne-grenzen.org. Spendenkonto: Ingenieure ohne Grenzen e.V., Konto 1030333337 bei der Sparkasse Marburg Biedenkopf, BLZ 533 500 00, Verwendungszweck MOZ-IOG 01.

Quelle: Hyperlink-Symbol http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Lichtblick-fuer-Schulen-in-Afrika-id15150681.html

Am MIttwoch, 04.Mai 2011 fand in der Hochschule Neu-Ulm die erste Projektvorstellung und Berichterstattung der Erkundung aus Mosambik statt. Nach einer kurzen Vorstellung der Regionalgruppe lag das Hauptaugenmerk der rund 40 Teilnehmer auf den Erkundungsbericht unserer Projektleiterin für Mosambik Dipl.Ing. Brita Emmermacher.

Nachdem Regionalgruppenkoordinator Benjamin Seckinger die Vision der Ulmer/Neu-Ulmer Regionalgruppe den Interessenten aufzeigte und weiter auf die Möglichkeiten der Mitarbeit in den verschiedenen Bereichen einging, kamen alle Teilnehmer zu einer Gesprächsrunde zusammen. In diesem Rahmen wurden alle offenen Fragen beantwortet und erste Kontakte geknüpft.

Projektblog aus Mosambik & Aktuelles der Regionalgruppe Ulm / Neu-Ulm.

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