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Hilfsprojekt

Lichtblick für Schulen in Afrika

Junge Ingenieure aus Ulm und Neu-Ulm engagieren sich in Mosambik  

Von Dagmar Hub

Mitglieder der Regionalgruppe „Ingenieure ohne Grenzen“ haben sich für ein Hilfsprojekt in Mosambik engagiert.

Foto: Ingenieure ohne Grenzen - Regionalgruppe Ulm/Neu-Ulm

Ulm Was bewegt junge Ingenieure und Studierende der Ingenieurwissenschaften, sich für die Elektrifizierung von Schulen im südostafrikanischen Mosambik einzusetzen? Brita Emmermacher, Benjamin Seckinger und Daniel Schwarz möchten weniger Privilegierten vom hohen Wissensstandard ihres Studiums abgeben und sich humanitär engagieren. Dass sie selbst gern reisen, spielt bei ihrem Entwicklungshilfe-Einsatz für die Ulm/Neu-Ulmer Regionalgruppe der Organisation „Ingenieure ohne Grenzen“ eher eine untergeordnete Rolle.

Viel wichtiger ist für die drei jungen Leute die Freundschaft, die sie unter den Mitgliedern der Organisation erleben, und vor allem die Erkenntnis, dass Helfen nicht nur Geben bedeutet. „Es ist unglaublich, wie viel man von den Menschen zurückkommt“, sagt Brita Emmermacher, die selbst bei der Erkundung jener Orte in der Region Gaza in Mosambik dabei war, die die Regionalgruppe von Ingenieure ohne Grenzen unterstützt.

Punguine ist einer der ausgewählten Orte. Etwa 500 Menschen leben in der Streusiedlung, die wie viele kleinere Orte in Mosambik nicht ans Stromnetz angeschlossen ist. Durchschnittlich 1,2 Jahre Schulbesuch hatten die Menschen im Ort – aufgrund des bis 1992 andauernden 16-jährigen Bürgerkriegs und aufgrund der Arbeit auf dem Feld, bei der die Kinder ihren Eltern helfen müssen, reicht es bei den Erwachsenen oft nicht einmal dazu, dass sie ihren Namen schreiben können. 64 Prozent der Menschen in Mosambik sind Analphabeten. „Das Bedürfnis nach Bildung, danach, lesen, schreiben und rechnen zu können, ist aber hoch“, so Benjamin Seckinger, Gründungsmitglied der Ulm/Neu-Ulmer Regionalgruppe von „Ingenieure ohne Grenzen“. 40 Gemeindemitglieder haben großes Interesse an einer Abendschule. Ähnlich ist die Situation in den anderen elf Orten, die die Gruppe für ihr Hilfsprojekt auswählte.

Woran der Unterricht für die Erwachsenen scheitert: Das Leben in den nicht ans Stromnetz angeschlossenen Orten kommt zur Ruhe, sobald die Dämmerung einsetzt – und das ist in der Nähe des Äquators früh.

Die Menschen kommen von der Arbeit auf den Feldern zurück, vom Wasserholen – und es ist zu dunkel, um sie in den Klassenzimmern der Schulen zu unterrichten. Deshalb will „Ingenieure ohne Grenzen“ die Schulen der ausgewählten Orte in Mosambik mit Pico-Solarsystemen ausstatten.

„Denn ohne Strom bleibt die Bildung in Mosambik im Dunkeln“, so Daniel Schwarz. Bildung und Nachhaltigkeit sind Grundvoraussetzungen für einen funktionierenden Markt im Land. Für ihr Projekt sucht die Regionalgruppe von „Ingenieure ohne Grenzen“ Partner, die eine Patenschaft für eine konkrete Schule mit wahlweise einem oder zwei Klassenzimmern übernehmen.

Pro Klassenzimmer entstehen Kosten von 600 Euro für die Elektrifizierung. Interessenten können das Projekt auch durch Spenden unterstützen.

Informationen gibt es unter www.ingenieure-ohne-grenzen.org oder per Mail über ulm@ingenieure-ohne-grenzen.org. Spendenkonto: Ingenieure ohne Grenzen e.V., Konto 1030333337 bei der Sparkasse Marburg Biedenkopf, BLZ 533 500 00, Verwendungszweck MOZ-IOG 01.

Quelle: Hyperlink-Symbol http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Lichtblick-fuer-Schulen-in-Afrika-id15150681.html

Projektblog aus Mosambik & Aktuelles der Regionalgruppe Ulm / Neu-Ulm.

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