Panama: Zisternenbau

Panama: Zisternenbau

In der kleinen Gemeinde Potrero de Olla im Südwesten Panamas gibt es weder eine Strom-, noch eine Wasserversorgung. Insbesondere das Fehlen von einer lokalen Wasserversorgung hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Lebensweise der Dorfbewohner. Sie müssen mehrmals täglich aus weit entfernten Quellen Wasser holen. Diese Arbeit wird größtenteils von Kindern erledigt, und zur Regenzeit sind die unbefestigten Wege nur sehr schwer passierbar. Der beschwerliche und zeitaufwendige Prozess des Wasserholens ist ein entscheidendes Hindernis für die persönliche und wirtschaftliche Entfaltung der Bewohner.

Wasserversorgung und Wissenstransfer

In Potrero de Olla, Panama, konnten die Ingenieure ohne Grenzen bereits zusammen mit Dorfbewohnern Zisternen zur Versorgung von zwei Höfen verwirklichen. Dabei wurde den Dorfbewohnern das Wissen vermittelt, zukünftig selbständig weitere Zisternen zu bauen. Nach einer Erkundung im Dezember 2010, konnten im Februar 2011 zwei Mitglieder von den Ingenieure ohne Grenzen zusammen mit den Dorfbewohnern Potrero de Ollas erfolgreich zwei Höfe mit Zisternen versorgen. Die Zisternen dienen der Regenwassernutzung. Das Regenwasser wird auf den Dächern gesammelt und in den Zisternen über die viermonatige Trockenzeit hinweg gespeichert. Durch die angepasste Bauweise war es den Dorfbewohnern möglich, den Bau fast selbstständig durchzuführen. 

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