Verbesserung der Lebensbedingungen durch den Einsatz erneuerbarer Energien in Adoni, Indien
Das zurzeit aktuellste Projekt der Aachener Regionalgruppe befasst sich mit der Lösung der Probleme einer Bildungseinrichtung in Südindien. Im Jahr 2010 wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, um ein Projekt vorzubereiten.
Nach der erfolgreichen Vorerkundung gehen nun die Planungen für die Unterstützung des Waisenhauses mit angeschlossener Schule im indischen Adoni weiter. Die Aachener Studenten David Norta und Christoph Winkler der Ingenieure ohne Grenzen e.V. waren im Oktober vergangenen Jahres vor Ort und konnten sich einen ausführlichen Überblick über die Lage im „St. Anthony‘s Orphanage“ machen.
Drängende Probleme sind zum einen die steigenden Energiepreise, die die finanziellen Mittel des Waisenhauses mit angeschlossener Schule zu übersteigen drohen, und zum anderen die Wasserqualität. In intensiver Kooperation mit dem Verein Indienhilfe Gusterath e.V. und „ Engineers without borders, India“ will die Regionalgruppe Aachen Hilfe leisten. Mithilfe der gesammelten Informationen, Fotos und Wasserproben können nun konkrete Pläne für eine nachhaltige Verbesserung der Situation geschmiedet werden. Für die Problematik der steigenden Energiepreise werden verschiedene Lösungsansätze diskutiert.
Dabei sieht ein Ansatz vor, mit einer solarthermischen Anlage den Brennstoffbedarf in der Küche zu reduzieren und mit einer Biogasanlage weiter zu ersetzen. Auch eine Solarpumpenanlage ist in Diskussion. Sie soll die ausreichende Versorgung der Schule mit Wasser sicherstellen und zudem den Strombedarf für die bestehende Pumpe senken. Für die Wasseraufbereitung werden Vor- und Nachteile verschiedener Verfahren, wie z.B. die Chlorung des Wassers oder auch eine mechanische Reinigung durch Filtration, erwogen. Kontakte vor Ort bestehen bereits, so dass die Bevölkerung eingebunden werden kann und eine Weitergabe des Wissens möglich wird. Somit bestehen gute Voraussetzungen, damit die zwei zentralen Anliegen umgesetzt werden können: Wissenstransfer und damit auch Nachhaltigkeit, um die Lebenssituation der Menschen vor Ort dauerhaft zu verbessern.