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Biogas-Projekt "El Jícaro"

Rohbau der Klein-Biogasanlage zur Versorgung der Käserei (bis heute  nicht weiter fortgeführt)

Rohbau der Klein-Biogasanlage zur Versorgung

der Käserei (bis heute nicht weiter fortgeführt)

In der Genossenschaft "El Jicaro", El Salvador, soll eine Biogasanlage zur Versorgung der örtlichen Käserei gebaut werden, um das bisher teuer zugekaufte Propangas zu ersetzen. Als Ausgangsstoffe zur Biogaserzeugung kann eine Mischung aus Mist und Molke sehr effizient eingesetzt werden, wie eine im Jahr 2006 durchgeführte Machbarkeitsstudie ergab. Die dort gewonnenen Erkenntnisse möchte INGOG nun in Kooperation mit Partnern vor Ort in die Tat umsetzen, um vielleicht bald das erste "Bioenergiedorf" des Landes Realität werden zu lassen. Der Projektverlauf des aktuell von November bis Dezember 2009 durchgeführten Projektes wird von Niklas und Ralf mit einem Projekttagebuch auf der Seite Hyperlink-Symbol http://www.ingenieure-ohne-grenzen.org/Regionalgruppen-Arbeitskreise/Hannover/Projekte/Projekttagebuch-aus-El-Jicaro der RG Hannover dukumentiert.

Bereits 2006 wurde im Rahmen einer vom ASA-Programm geförderten
Machbarkeitsstudie die Erzeugung und Verwertung von Biogas in der
landwirtschaftlichen Genossenschaft El Jícaro, El Salvador, untersucht
(siehe: Hyperlink-Symbol http://vorort.bund.net/uz-ortenau/biogas-el-jicaro/). Auf Basis
der damals gewonnenen Erkenntnisse soll dort zunächst eine
Klein-Biogasanlage fertiggestellt werden, mit deren Rohbau bereits
Anfang 2007 begonnen wurde. Diese soll aus Kuhdung und Molkeabwasser
soviel Gas erzeugen, dass die örtliche Käserei ihren Bedarf an Kochgas
weitestgehend decken kann.
Zur Fortführung und Realisierung des Projekts nutzen die beiden bislang
am Projekt beteiligten INGOGler Niklas Trautmann (RG Hannover) und Ralf
Müller (RG Freiburg) ihre Kontakte zur dort ansässigen
Umweltorganisation APOCAM (früher ADEMUZA), welche im Dialog mit der neu eingesetzten
Genossenschaftsleitung steht. Ziel von dieser Projektphase 1 ist es, die
Menschen vor Ort für eine weiterführende, konstruktive Zusammenarbeit zu
gewinnen und den Nutzen der Biogas-Erzeugung für die Genossenschaft
aufzuzeigen, sowie durch technische Planung und Hilfestellung die
notwendige Motivation zur Fertigstellung der Anlage im Laufe des Jahres
2009 zu erreichen.

Sollte die Anlage erfolgreich gebaut und betrieben werden, könnte das
Versorgungskonzept von der Käserei auf die gesamte Genossenschaft
ausgeweitet werden. Da bereits bekannt ist, dass genügend
Einsatzsubstrate in Form von Mist und Molkeabwasser zur Verfügung
stehen, könnte in Projektphase 2 eine größere Anlage zur Versorgung der
kompletten Genossenschaft gebaut werden. Über ein Mikrogasnetz könnten
dann alle Haushalte mit Gas zum Kochen versorgt werden, sodass sich die
meist unter ärmlichen Verhältnissen lebenden Familien nicht mehr die
teuren Propangas-Flaschen kaufen müssen, und das Geld in der eigenen
Gemeinschaft bleibt. Durch diesen Schritt könnte die Gemeinde El Jícaro
zum ersten "Bioenergiedorf" in dem zentralamerikanischen Land avancieren.