Bau von Zisternen in Kenia

In Laikipia, einem Gebiet in Zentralkenia, gibt es in der Trockenzeit massive Probleme bei der Wasserversorgung der Bevölkerung. Mit dem Bau von Sammelbehältern, den so genannten Zisternen, sollen die üppigen Niederschläge der Regenzeit aufgefangen und als Puffer für die Dürreperiode verwendet werden. Dieses Vorhaben ist bereits in vollem Gange.

Als semi-arides Gebiet ist der Laikipia Distrikt häufig Dürreperioden ausgesetzt. Staatlich koordinierte Infrastrukturmaßnahmen greifen in dieser ländlichen Gegend jedoch nur sehr geringfügig. Die Bevölkerung lebt überwiegend von Subsistenzwirtschaft durch Ackerbau. Während Dürrezeiten ist die Bevölkerung meist auf in Wasserlöchern gespeicherten Oberflächenabfluss angewiesen. Die Menschen im Laikipia Distrikt sind fleißige Kleinbauern und verfolgen ihr Schicksal nicht untätig. So wurde im Jahr 2000 ein Projekt zur dezentralen Speicherung von Regenwasser implementiert. Die Finanzierung dieses Projektes war zeitlich durch die niederländische Regierung auf ein Jahr begrenzt. Während dieser Zeit konnten durch die konzentrierte und engagierte Mitarbeit der Bewohner ca. 490 Speichertanks errichtet werden. Dies zeigt, dass diese Region zwar auf sich selbst gestellt ist, eine gebotene Chance zur Verbesserung der Lebensqualität jedoch nicht ungenutzt lässt.

Zielsetzung des Projektes ist die Verbesserung der Grundversorgung mit sauberem Wasser während der Dürrezeiten. Durch die zusätzlichen Zisternen wird neben der Ernährungs- und Einkommenssituation, auch die Hygiene- und Gesundheitssituation der Bevölkerung verbessert. Um diese Ziele zu erreichen sollen ca. weitere 10 Zisternen in Laikipia gebaut werden, die das Wasser der Regenzeit für die Trockenperiode speichern. Das Projekt wird unter starker Einbindung der bereits vorhandenen Nutzergruppen durchgeführt, die durch die schon durchgeführten Baumaßnahmen bereits Erfahrungen sammeln konnten. Es wurden Arbeiter und Wasserwächter ausgebildet, die in die geplanten Baumaßnahmen eingebunden werden. Dies erlaubt eine Selbstbeteiligung in Form von Arbeitsleistung und Materialbeschaffung an den Projektkosten. Hierdurch wird eine Identifizierung der Bevölkerung mit den Baumaßnahmen erreicht, so dass das Projekt nachhaltig wirken kann. Die Zielgruppe des Projektes sind 10 Nutzergruppen in semi-ariden Gebieten in der Nähe von Rumuruti im Laikipia Distrikt in Kenia. Eine Nutzergruppe hat durchschnittlich eine Anzahl von 20 beteiligten Haushalten. Bei einer Familiengröße von etwa acht Personen pro Haushalt, ergibt sich so eine Anzahl von 1600 Personen die von diesem Projekt profitieren.

Im August 2008 werden drei Mitarbeiter von Ingenieure ohne Grenzen nach Laikipia fliegen um das Projekt durchzuführen.

Im Rahmen der Baumaßnahmen werden Schulungen vorgenommen und die Stärkung von vorhandenen Benutzergemeinschaften gefördert. Zu diesen Schulungsmaßnahmen gehören beispielsweise das Konzept der Tischbank (Mikrokredit-System), sowie das Pflanzen von Bäumen zum Erosionsschutz. Einen weiteren Bestandteil des Projektes stellt die Bestands- und Zustandsaufnahme vorhandener Zisternen, Brunnen und Oberflächengewässer dar. Dazu werden zunächst die Satellitendaten der jeweiligen Standorte ermittelt und in einer Datenbank erfasst. Ferner soll der Zustand der
Wasserspeicher sowie der Wasserqualität mit Hilfe einer Checkliste und entsprechender Wassertest eruiert werden. Zur Verbesserung der Wasserqualität sind verschiedene Filtertests auf Basis von Sandfiltern und Mittels Moringa-Samen als Flockungsmittel vorgesehen. Projektbegleitend ist die Durchführung verschiedener sozialkultureller Studien, in denen die
Auswirkungen der Wasservorhaltung auf das Leben in den Nutzergruppen untersucht werden soll, vorgesehen. Hierfür werden erste wesentliche Kriterien wie Gesundheitszustand etc. ermittelt. Oben aufgeführte Tätigkeiten ermöglichen eine detaillierte Vorbereitung auf eine Weiterführung des Projektes in den kommenden Jahren.

Dieses Projekt ist noch nicht vollständig finanziert und kann jede Unterstützung gebrauchen. Kontaktieren sie uns gern für weitere Informationen.

Bisher gespendet haben:

  • Die Firma Outotec . Sie hat sich bereiterklärt, für unser Zisternenprojekt in Laikipia 2500 € zur Verfügung zu stellen! Das sind in Zisternenkapazität umgerechnet etwa 50000 Liter Wasser. Wir danken schon jetzt sehr herzlich und freuen uns auf einen Besuch...
  • Die Firma LA Concept . Sie spendet einen Euro von jedem in ihrem Onlineshop gekauften Artikel und fünf Euro von den Eintrittsgeldern ihrer Sonderveranstaltungen an unser Projekt "Zisternen für Laikipia".
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