Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Info-Kampagne von Ingenieure ohne Grenzen rückt Kollaboration in den Fokus
Jahresbericht 2018

Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Berlin, 10. September 2019. Mit dem Claim #WirBauenZusammen startet Ingenieure ohne Grenzen heute eine Informationskampagne mit dem Ziel, den Verein bekannter zu machen und dabei die Bedeutung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit in Entwicklungsprojekten hervorzuheben.

„Wir wollen zeigen, dass Entwicklungsprojekte, die von Anfang an auf gleichberechtigte Zusammenarbeit setzen, am Ende auch langfristige Verbesserungen bringen“, sagt Jan Papendieck, Geschäftsführer von Ingenieure ohne Grenzen.

Im Zuge der Kampagne werden im Wochenrhythmus Projekte von Ingenieure ohne Grenzen in den Sozialen Medien und auf der Kampagnen-Webseite vorgestellt, die beispielhaft für gelungene Zusammenarbeit stehen. Gelungene Zusammenarbeit bedeutet dabei, dass nach der Implementierung die Partner vor Ort das Projekt selbstständig und ohne weitere Unterstützung von außen weiterführen oder erweitern können. Um dies zu erreichen, müssen (mindestens) drei Komponenten beachtet werden.

Zum einen ist die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung sowohl in der Planung als auch in der Durchführung des Projektes unabdingbar. Die genaue Aufgabenstellung und auch die Lösung müssen gemeinsam mit den lokalen Stakeholdern entwickelt werden. Zum zweiten werden lokal verfügbare Materialien eingesetzt und angepasste Technologien verwendet, um Wartung und spätere Reparaturen zu erleichtern. Nicht zuletzt werden lokale Fachleute befähigt, technische Infrastruktur zu betreiben, zu reparieren und gegebenenfalls zu vervielfältigen. Nur so können Akzeptanz für und im besten Falle eine starke Identifikation der Menschen mit dem Projekt erreicht und Folgeabhängigkeiten vermieden werden.

Mit der Kampagne #WirBauenZusammen soll auf diese Arbeitsweise bei Ingenieure ohne Grenzen aufmerksam gemacht werden. Die vorgestellten Projekte sind sehr vielfältig und reichen von Zisternenbau in Tansania, über die Sanierung eines Gesundheitszentrums in Uganda bis hin zu Wiederaufbauarbeiten in Nepal. Neben der medialen Vorstellung von Projekten werden im Rahmen der Kampagne deutschlandweit Infoveranstaltungen und interaktive Bau-Sessions stattfinden.

Ingenieure ohne Grenzen ist eine als gemeinnützig anerkannte private Hilfsorganisation mit dem Ziel, die Lebensbedingungen notleidender und benachteiligter Menschen durch Anwendung und Transfer von Ingenieur-Know-how langfristig zu verbessern. Der Fokus liegt auf Errichtung und Reparatur von Infrastruktur zur Deckung menschlicher Grundbedürfnisse. Dabei wird eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Projektpartnern praktiziert. Im Sinne des Globalen Lernens ist Ingenieure ohne Grenzen auch im Inland aktiv, beispielsweise mit technischen Workshops für Geflüchtete. Die Organisation finanziert sich hauptsächlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge und hat mittlerweile etwa 3600 Mitglieder und ehrenamtlich organisierte Regionalgruppen in 30 deutschen Städten.

Kampagnenkontakt:

Jessica Eitelberg

Tel.: +49 30 21 30 02 9 11

E-Mail: jessica.eitelberg@ingenieure-ohne-grenzen.org

Webseite: wir-bauen-zusammen.org

Facebook: https://www.facebook.com/ingenieureohnegrenzen