Regionalgruppe Kassel

 

Willkommen bei der Regionalgruppe Kassel

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Über uns

Seit Oktober 2011 arbeiten wir in Kassel als interdisziplinäre Regionalgruppe von Ingenieure ohne Grenzen e.V. zusammen mit Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen und jungen Berufstätigen an der Umsetzung ingenieuretechnischer Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit. Neben der technischen Planung und Umsetzung sind u.a. Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising ein entscheidender Teil unserer Projektarbeit.

Was uns bewegt und Was wir bewegen:

Unser Projekt des Aufbaues einer kommunalen Wasserversorgung in der Gemeinde Bangangte – Bandiangseu im Westen Kameruns konnten wir 2018 abschließen. Bis zum Frühjahr 2014 existierte in Bandiangseu keine öffentliche Wasserversorgung. Die Bevölkerung musste weite Strecken zu den vier Quellen zurücklegen, um sich mit Wasser zu versorgen. Zudem wurde das Wasser Quellen entnommen, die zum Teil Verunreinigungen aufwiesen, die auch zu Durchfallerkrankungen führen. In Absprache und Zusammenarbeit mit den Bewohnern von Bandiangseu wurde ausgehend von einer ausgewählten Quelle eine Wasserleitung inklusive Wasserentnahmestellen durch das gesamte Dorf verlegt. Drei Entnahmestellen sind dezentral in Bandiangseu verteilt. Somit wird möglichst vielen Personen der Zugang zu sauberem Wasser gewährleistet. Die vierte Entnahmestelle befindet sich in der örtlichen Grundschule. Hinzu kam der Aufbau der solarbetriebenen Wasseraufbereitungsanlage und der Bau von Entlüftungs- und Wartungsschächten.

Von 2017 bis 2019 habe wir als Regionalgruppe in dem Programm Wasser und Sanitär für Kamerun mitgemacht. Das Programm hat sich zum Ziel gesetzt allen Menschen in Kamerun Zugang zu sauberem Wasser und sicheren Sanitäreinrichtungen zu ermöglichen. Es ergab sich uns Anfang 2020 die Chance ein Projekt in Uganda zu realisieren. Dieses befindet sich jetzt in der Planung und wir hoffen euch bald etwas darüber berichten zu können. Schaut euch gerne auf unserem Blog um. Aktuelle Termine findet ihr unter dem Reiter Termine.

 

 

Unsere Projekte

Uns kennenlernen und mitmachen

Herzliche Einladung:

Wir freuen uns immer über interessierte und engagierte Menschen aller Alters-, Studierenden- und Berufsgruppen (gerne auch Nicht-Ingenieurinnen und Nicht-Ingenieure), die sich ehrenamtlich an unserer Arbeit beteiligen möchten. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, an unseren Treffen teilzunehmen und sich aktiv einzubringen. Regelmäßig gibt es dazu Einführungsveranstaltungen ("Neulingstreffen") für alle Hinzukommenden, die über unser Projekt und die Arbeit der Ingenieure ohne Grenzen informiert. Die nächste Einführungsveranstaltung findest du eigentlich unter Termine. Wegen der Corona-Pandemie halten wir diese momentan online ab. Wenn du Interesse hast mitzumachen, dann mede dich gerne bei Anja.

Die verschiedenen Arbeitsgruppen treffen sich wöchentlich am Mittwoch um 18 Uhr normalerweise an der Universität Kassel, Kurt-Wolters-Straße 3, Raum 1121. Nach der Einführungsveranstaltung ist jeder dazu eingeladen sich min. einer der Arbeitsgruppen zuzuordnen und diese zu unterstützen.

Momentan werden auch diese Treffen online abgehalten. Bei Interesse bitte bei Anja Förster melden.

Bei Fragen zu unserer Arbeit oder zur Möglichkeit einer Sach- oder Geldspende stehen unsere jeweiligen Ansprechpartner sehr gerne jederzeit zur Verfügung.

 

 

Aktuelles aus der Regionalgruppe Kassel

 

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Welttoilettentag 2020

Ein halbes Jahr verbring jede*r Deutsche*r im Durchschnitt in seinem Leben auf dem Stillen Örtchen! 

 

Bereits vor 2000 Jahren gab es im alten Rom die ersten Latrinen. Damals war der Toilettengang eine richtige gesellschaftliche Aktivität. Die Römer saßen auf steinernen Bänken nebeneinander, quatschten, machten (in beiderlei Hinsicht) Geschäfte und danach wurden ihre Exkremente in eine Art Abwasserkanal gespült. Im Mittelalter geriet dieses System in Vergessenheit und die Notdurft wurden meist einfach auf die Straße gekippt wodurch vor allem Krankheiten schneller verbreitet werden konnten und dies zu unhygienischen Zuständen geführt hat. Vor 400 Jahren wurde dann die Wassertoilette, ähnlich zu den heutigen Toiletten, erfunden und brachte nach und nach den Komfort, den wir heute zu schätzen wissen. 

Im Gegensatz zu Europa sind im asiatischen Raum eher Hocktoiletten weit verbreitet. Die Hockhaltung kann in der Tat sehr gesund für den Darm sein, um Verdauungsbeschwerden oder andere Darmkrankheiten zu mildern oder vorzubeugen, denn diese Haltung entspricht viel mehr der natürlichen Stellung, die auch schon unsere Vorfahren nutzten.

Heute haben immer noch ganze 4,2 Millionen Menschen keinen sicheren Zugang zu Sanitäranlagen. In dem Land Benim können sich viele Haushalte keine Latrinen oder andere Toilettenformen leisten. Wenn eine Toilette oder Latrine zur Verfügung steht, haben aber vor allem Frauen häufig Angst diese im dunklen zu benutzen. Latrinen befinden sich oft in einem kleinen Häuschen im Garten und so können sie nachts Überfällen ausgesetzt sein.

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Überregionale Zusammenarbeit mit Suubi Community Projects

Aus der Zusammenarbeit der Regionalgruppe Darmstadt mit Suubi Community Projects Uganda seit Anfang 2019 ist eine größere Kooperation zwischen Suubi und Ingenieure ohne Grenzen entstanden. Neben unserem Projekt, dem Bau einer Unterkunft für Lehrende an einer Schule nahe Kampala, existieren bereits zwei weitere Projekte mit Suubi als Projektpartner, die ebenfalls Teil des Programmes “Grundversorgung für Schulen” sind.

Unsere Regionalgruppe aus Kassel arbeitet seit Ende Mai an einem Projekt an der Lauren Patterson Memorial School. Dort soll eine neue Unterkunft inklusive Stromversorgung durch Solaranlagen und sanitäre Einrichtungen für die Lehrenden der Schule gebaut werden. Somit können Kosten eingespart werden, die normalerweise für den Transport und die Unterbringung der Lehrenden gezahlt werden, um eine Reduktion des Schulgeldes zu erreichen. Die Verringerung des Schulgeldes soll vor allem Kindern aus einkommensschwachen Familien in der Region Zugang zu Bildung ermöglichen. Für weitere Infos empfehlen wir den Blogpost „UGANDA: UNTERKÜNFTE FÜR DIE LEHRENDEN DER LAUREN PATTERSON MEMORIAL SCHOOL“ zu unserem Projekt.

Die Regionalgruppen Paderborn und Bielefeld unterstützen die Bischop Willis Demonstration School in Iganga, an der sehbeeinträchtigte Schüler*innen unterrichtet werden, beim Neubau von Unterkünften. Diese sollen sowohl den Schüler*innen, als auch deren Lehrer*innen dienen. Ebenso sollen die Sanitäranlagen und die Wasserversorgung für die sehbehinderten Schüler*innen angepasst und erweitert werden.

Die Regionalgruppe Darmstadt unterstützt seit 2019 die Sittankya Primary School in Misobwa Village. Gemeinsam mit der Schule und unserem Projektpartner wurde sich zum Ziel gesetzt, die Schule mit einer gesicherten Wasserversorgung, einer Handwaschstation und ausreichend Latrinen auszustatten.

Durch die räumliche Nähe der drei Projekte zu Kampala sowie die Kooperation mit dem gleichen Projektpartner ist eine intensive Zusammenarbeit entstanden. Seit dem 05. April finden mittlerweile regelmäßig Telefonkonferenzen mit allen drei Regionalgruppen statt. Dadurch stehen wir in engem Kontakt zueinander und unterstützen uns gegenseitig mit Materialien oder Informationen.

Die Regionalgruppen Paderborn und Bielefeld wollten noch in diesem Jahr für eine Erkundung nach Uganda ausreisen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist die Ausreise leider auf eine unbestimmte Zeit verschoben worden. Sobald eine Ausreise wieder möglich sein sollte,  kann die RG Paderborn / Bielefeld in diesem Zuge auch unserer Schule einen ersten Besuch abstatten.

Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung!

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Uganda: Unterkünfte für die Lehrenden der Lauren Patterson Memorial School

Bau eines Gebäudes an der Lauren Patterson Memorial School, um Unterkünfte für die Lehrenden bereitzustellen, Training zu ermöglichen und die Fixkosten der Schule zu senken.

Seit Ende Mai arbeiten wir an einem neuen Projekt an einer Schule nahe Kampala in Uganda.
Lange Zeit war die Regionalgruppe Kassel ohne ein konkretes Projekt, deswegen freuen wir uns jetzt umso mehr über die neue Aufgabe.
Ziel des Projektes ist der Bau eines Wohngebäudes auf dem Schulgelände für die Lehrenden, um die Kosten für die Unterbringung und den Transport, die aktuell noch anfallen, einzusparen. So ist es möglich die Schulgebühren zu senken, um mehr Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen, die Zukunftschancen der Kinder zu erhöhen und deren Lebensbedingungen zu verbessern. Dass die Lehrenden auf dem Schulgelände wohnen, trägt außerdem zur Sicherheit der Schule bei.
Weiterhin soll in dem neuen Gebäudeblock ein Raum für Schulungen mit den Eltern und anderen Community Mitgliedern entstehen. So können auch die Fähigkeiten der Erwachsenen verbessert werden, wovon die Lebensqualität der gesamten Familie profitieren wird.

Die Schule in Kabawala ist im Jahr 2012 aus einer Eigeninitiative der Community vor Ort entstanden. Für viele Kinder war es nicht möglich, die 6 km weit entfernte Schule zu erreichen. Daraufhin wurden für den Unterricht im Ort Lehmgebäude errichtet, dennoch bekamen viele Kinder aufgrund von Kapazitätsproblemen Unterricht im Freien. Nach 4 Jahren in Betrieb stand die Schule wegen mangelnder Sicherheit kurz vor der Schließung bis sich unser Projektpartner Suubi Community Projects Uganda bereit erklärt hat, für die Schule neue Klassenräume zu bauen und die Schule mit Wasser und Latrinen auszustatten.
So können die Kinder nun in sicherer Umgebung lernen. Aktuell hat die Schule hat ca. 480 SchülerInnen und 14 Lehrende. Die meisten Kinder kommen aus Familien, die nur ein geringes Einkommen aus der Landwirtschaft beziehen.
Die Schule mietet aktuell Unterkünfte für das Lehrpersonal in der Nähe der Schule an und stellt den Transport zur Schule täglich auf eigene Kosten sicher. Diese Kosten werden auf die Schulgebühren umgelegt, was diese zusätzlich in die Höhe treibt und vielen Familien wichtige Ressourcen raubt. Einige Kinder der Community können auf Grund der Schulgebühren immer noch nicht zu Schule gehen. Durch den Bau der Unterkunft für die Lehrenden und damit der Reduktion des Schulgeldes soll mehr Kindern in Kabawala der Zugang zu Bildung ermöglicht werden.

Aktuell bereiten wir die erste Erkundung vor. Während der Ausreise wollen wir vor allem alle relevanten Stakeholder treffen, mit ihnen über das Projekt reden sowie eine Grundlage zur Umsetzung des Gebäudes schaffen.
Seit Ende Mai arbeitet unsere Regionalgruppe an dem Erkundungsantrag und der groben technischen Bauablaufplanung, um die Erkundungsausreise so gut wie möglich vorzubereiten. Dabei stehen wir in engem Kontakt zu unserem Projektpartner Suubi.

Da eine Ausreise dieses Jahr coronabedingt nicht mehr möglich sein wird, haben wir, orientiert an der Regenzeit im Frühjahr in Uganda (März bis Mai) und an den Schulzeiten, den Zeitraum für unsere erste Erkundungsreise zwischen Juni und Juli 2021 festgelegt. Wir freuen uns, dass erste Mal die Schule zu besuchen und alle Grundlagen für unsere Projektumsetzung zu schaffen! Bis dahin werden wir versuchen so viel wie möglich von Kassel aus vorzubereiten. Geplant ist den ersten Kontakt mit dem Lehrer/Eltern-Committee aufzunehmen und natürlich mit verschiedenen Fundraising-Aktionen fleißig Geld zu sammeln!

Wir sind über jede Unterstützung dankbar. Es gibt verschiedene Möglichkeiten uns und unser Projekt zu unterstützen:
Wir freuen uns über jede Spende und jede Fördermitgliedschaft im Verein, die das Programm Schulen und damit auch unsere Projektarbeit unterstützen.

Ingenieure ohne Grenzen e.V.

Sparkasse Marburg Biedenkopf

DE89 5335 0000 1030 3333 37

HELADEF1MAR

Spendenkürzel: SCHULEN

Geld ist aber nicht immer alles: Wir freuen uns auch über jede immaterielle Unterstützung, indem ihr für unser Projekt und die Organisation „Ingenieure ohne Grenzen“ Werbung macht oder euch ehrenamtlich in unsere Regionalgruppe Kassel (gerne auch deutschlandweit) engagiert. Wir sind eine bunt gemischte Gruppe aus Studierenden und Berufstätigen mit verschiedenen Bildungswegen. Jeder kann bei uns mitmachen, sei es im technischen, dem koordinatorischen, dem sozialen Bereich […] der Projektarbeit, im Fundraising-Team oder in der PR- & Öffentlichkeitsarbeit

Falls du Lust hast dich ehrenamtlich in unserer Regionalgruppe zu engagieren, dann schreib einfach an: anja.foerster@ingenieure-ohne-grenzen.org
Wir freuen uns auf dich und blicken freudig auf die weiteren Entwicklungen in unserem Projekt!

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Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Lösungen

Auch wenn die Welt ein wenig den Eindruck vermittelt, dass gerade alles stillsteht ... 

Wir in der Regionalgruppe Kassel arbeiten fleißig an unseren Aufgaben weiter!

Statt wöchentlichen Treffen und Gruppenarbeiten sind wir auf Telefonkonferenzen ausgewichen, E-Mail und Cloud-Dienst werden häufiger genutzt als zuvor und neue Interessierte werden per Video begrüßt.

Und das effektive Arbeiten hat einen guten Grund: Aktuell sind wir in der Vorbereitung für ein neues Projekt in Uganda! Weitere Informationen dazu könnt ihr bald hier auf unserem Blog und unter Grundversorgung-fur-Schulen nachlesen.

 

Schaut gerne in der Zwischenzeit bei unseren deutschlandweiten Kanälen vorbei!

Instagram: @ingenieure_ohne_grenzen_e.v

Facebook: @ingenieureohnegrenzen

Und auf wir-bauen-zusammen.org!

 

Weiterhin freuen wir uns über jede Unterstützung - 

ob Spenden, Mitgliedschaft oder aktive Beteiligung!

Melde dich gerne bei uns!

Kontakt

Ingenieure ohne Grenzen
Regionalgruppe Kassel
34121 Kassel

kassel@ingenieure-ohne-grenzen.org

 

 

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Leonie Hübner

Ansprechpartnerin RG Kassel

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Anja Förster

Öffentlichkeitsarbeit und Neulingsbetreung