Karibuni Kenya!
Tag 1
Donnerstagmittag kamen wir erschöpft in Nakuru an und nutzten unsere letzten Kraftreserven dazu, uns mit unserer Projektpartnerin Carol zu treffen, uns gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen und einige Besorgungen in Nakuru zu machen, um uns auf die Weiterreise nach Sipili am nächsten Tag vorzubereiten.
In Nakuru kamen wir bei Virginia unter, die uns herzlich aufgenommen und die kenianische Kultur nähergebracht hat.
Wir werden die nächsten 63 Tage viel zu tun haben: es ist der Bau von 12-14 Zisternen geplant; wichtige Meetings mit der lokalen Bankengruppe (frisch umbenannt in SACCO (Savings And Credits Co-Operative)), um die weitere Projektplanung nachhaltig zu gestalten; umfassende Besuche der begünstigten Familien; Workshops über Wasserhygiene und Mikrofinanzsysteme und die Betreuung des Bankensystems.
In der letzten Projektphase 2016 wurde ein neues Dachschalungssystem erprobt. Dieses wird nun evaluiert und dann ggf. für die neuen Zisternen verwendet. In Zukunft sollen die Zisternen so noch nachhaltiger die Wasserversorgung der Menschen in Sipili sicherstellen. Die Konstruktion mithilfe dieser Schalung soll während eines Workshops mit den Vorarbeitern diskutiert werden. Des Weiteren wird ein Datenlogger in eine neu konstruierte Zisterne eingesetzt, mit dem der Wasserstand ermittelt und online abrufbar gemacht wird. Diesen konnten wir glücklicherweise trotz bombenähnlichem Kabelchaos problemlos durch den Sicherheitscheck am Flughafen bringen.
Tag 2
Am Freitag traten wir morgens unsere Reise in unsere Projektregion Sipili an. Dort angekommen wurden wir von den zwei Chairmen zweier Nutzergruppen empfangen und wurden von ihnen zur Zisterne der Makutano Secondary School begleitet, die in der letzten Projektphase 2016 gebaut wurde. Ein erster Vergleich zeigt deutlich, dass sich die Qualität der Zisterne durch das neu entwickelte Dachschalungssystem verbessert hat.
Am Abend hat dann glücklicherweise der Regen eingesetzt. Nach langen Monaten Trockenheit ist dies eine Erlösung für die Menschen hier und die Zisternen der letzten Jahre werden wieder mit wertvollem Wasser gefüllt. Wir hoffen, dass dies den Materialtransport für die neu zu bauenden Zisternen nicht zu sehr erschweren wird. Doch dank der kenianischen Kreativität machen wir uns darüber keine Sorgen.