Die Arbeiten in Lurpung kommen voran

Die Arbeiten in Lurpung kommen voran

Seit Ende März sind wir ein ordentliches Stück mit den Arbeiten zur Wiederaufbauhilfe im Projektdorf Lurpung vorangekommen. Zwar gab es immer wieder ungeplante Unterbrechungen durch Feiertage (von denen es bekanntlich in Nepal zahlreiche gibt), sowie in der vorigen Woche auch Behinderungen durch Regenfälle.
Andererseits muss man den Arbeitern aber auch zu Gute halten, dass sie – trotz in unseren Augen manchmal „primitiver“ Hilfsmittel – doch Erstaunliches zu Wege bringen. So hoffen wir, dass ein Teil der eingetretenen Verzögerungen wieder aufgeholt werden kann und dass wir das Lehrerhaus noch vor Beginn der Monsunsaison „dicht“ bekommen.
Da die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte stark schwankt, ist im Voraus praktisch nichts nach unseren Gewohnheiten kalkulierbar – wir müssen es zwangsläufig „nehmen wie es kommt“.

Wegen der „Zwangspause“ aufgrund zweier buddhistischer Feiertage am 10. und 11.04. und Himali New Year am 15.04. machte August – seit 27.03. eigentlich zur Überwachung der Arbeiten in Lurpung anwesend – das Beste daraus und schaute sich die Feierlichkeiten in Kathmandu an. Auch das gehört natürlich zu diesem kulturell reich ausgestatteten Land untrennbar dazu.
In Kathmandu fand er zudem dann noch Zeit und Gelegenheit zu einem Besuch der deutschen Botschaft beim stellvertretenden Leiter für Entwicklungszusammenarbeit, Herrn Vogt, der sich sehr interessiert über unser Projekt berichten ließ.

Xavier löste August am 15.04. ab und betreut nun bis Ende April die Arbeiten vor Ort. Neben der fachlichen Tätigkeit durfte auch er sich schon – überraschend – mit dem „Kulturprogramm“ vor Ort beschäftigen: zwei Hochzeiten im Projektdorf und in der Nachbarschaft zogen die Aufmerksamkeit nicht nur der Bewohner sondern auch der Arbeiter auf sich – das ist halt Nepal…

Trotz aller Behinderungen zeichnet sich ein Fortschritt ab – der aktuelle Stand der Arbeiten an unseren beiden Teil-Projekten ist im Einzelnen wie folgt:

Lehrerhaus:

Das Fundament-Mauerwerk wurde Anfang April fertiggestellt.
Nach Vermessung des Levels und Korrektur einiger Höhenfehler begannen die Arbeiten für den sogenannten Fundament-Ringanker, der die unterste stabilisierende Stahlbeton-Struktur des Gebäudes bildet.
Rd. 875 kg Stahlarmierung zwischen 8 und 16 mm Durchmesser mussten hierfür von den Arbeitern passend geschnitten und gebogen werden, um daraus die erforderlichen Bewehrungskäfige herzustellen, so wie beim Training einen Monat zuvor geübt. Mit einfachen Schalungen und von Hand angemischtem und mit Schalen und Schubkarren an Ort und Stelle transportiertem Beton wurden schließlich in mehreren Abschnitten die rd. 50 m des Ringankers mit einem Querschnitt von 450 x 250 mm gegossen. Die Fertigstellung erfolgte am 07.04.

Nach einer längeren Feiertags-„Zwangs“-Pause auf der Baustelle ging es danach erst am 20.04. mit dem Errichten des Erdgeschoss-Mauerwerks weiter. Dieses wurde bis zum 23.04. bis zu einer Höhe zwischen 30 und 60 cm fertiggestellt.

Sanierung / statische Ertüchtigung Wohnhaus:

Bis Anfang April wurden vorbereitende Maßnahmen, wie Verschraubungen der Deckenbalken EG untereinander und mit den Giebelwänden, das Fundament des Badanbaus und der Austausch von Fenstern und der Eingangstür und die Elektro-Neuinstallation im EG durchgeführt.