Besichtigung der Schulen in Nyamache
In den letzten beiden Tagen besuchten die drei Vertreter der Ingenieure ohne Grenzen die Schulen in Nyamache. Als Gastgeschenke wurden den Kindern Fußbälle mitgebracht, welche vom Rotary Club Ilmenau und Intersport Prediger zur Verfügung gestellt wurden. Gemeinsam mit den Schülern wurden PRA Methoden ausgearbeitet, was so viel bedeutet, wie bürgerorientierte, ländliche Entwicklungsplanungen. Dabei werden Wünsche, Vorstellungen, aber auch Probleme bezüglich der aktuellen Situation zusammengetragen. Die Auswertungen dieser verschaffen dann ein Bild über die momentane Situation vor Ort, sowie die Schwierigkeiten, aber auch die Entwicklungspotentiale. Bei den Besuchen in den Schulen Nyamaches sollten dabei vorwiegend die Probleme im Alltag fokussiert werden. Dabei stellten sich die langen Laufwege zur Schule, die vorherrschenden Toilettensituationen, vor allem aber die Armut und der Wassermangel als die schwerwiegendsten Probleme dar. Die beiden weiterführenden Schulen wiesen hierbei einen, für die Zustände recht fortschrittlichen Zustand auf. So ist der Bau von Schlafsälen in einer der beiden Schulen geplant. Dieses Projekt würde den Schülern den langen Weg zur Schule und zurück ersparen. Wegen fehlender Finanzen bleibt der Bau jedoch vorerst in der Planung stehen. In einer anderen Secondary School gibt es Dank des engagierten Schuldirektors sogar einen gechlorten Regenwassertank. Auch wurde dort das Schulgebäude neugebaut und die Küche erneuert. Die beiden erweiterten Schulen hinterließen einen positiven Eindruck. Leider konnten das die drei Reisenden der Ingenieure ohne Grenzen für die Grund- und Vorschulen nicht bestätigen. Die Nyoera Primary School ist derzeit mit ca. 600 Schülern die größte Schule in Nyamache. Leider wies diese den schlechtesten Zustand auf. So waren von 20 vorhandenen Latrinen nur ca. 7 betriebsbereit. Auch die Vorschule erinnerte eher an einen maroden Rohbau.