Praktikum bei HPE

Praktikum bei HPE

Diesen Sommer hat unsere Partnerorganisation in Haiti, HPE (Haiti Projet Education) wichtige Schritte unternommen, um die örtliche Bevölkerung zu mobilisieren und eine Wassernutzerorganisation zu gründen. Die Beteiligung lokaler staatlicher und nicht-staatlicher Akteure ist neben der technischen Dimension zentraler Bestandteil unseres Projekts und Voraussetzung für eine langfristig gesicherte Wasserversorgung. Um HPE den Sommer über zu unterstützen, ist Sinikka Paulus aus unserer Projektgruppe nach Haiti geflogen und hat die Organisation über zwei Monate hinweg begleitet. Ihre Reise wurde finanziert durch die Stiftung Soziale Gesellschaft Nachhaltige Entwicklung Berlin.
 
Während ihres Aufenthalts hat sie den haitianischen Soziologen Chavannes bei seiner Arbeit für unser Projekt begleitet. Im Frühjahr wurden bereits Zonenkomitees gegründet, die die einzelnen Sektionen, die von der Leitung versorgt werden, repräsentieren sollen. Während Sinikkas Aufenthalt konzentrierten sich die Aktivitäten auf das Ausformulieren einer Satzung für die neue Wassernutzerorganisation und die Wahl eines Zentralkomitees, das in Zukunft das Management der Leitung übernehmen soll. Bis das Komitee in der Lage sein wird die Leitung selbstständig nachhaltig zu verwalten ist es wohl noch ein weiter Weg. Aber die Grundsteine sind gelegt und die neuen Strukturen sollen vor allem eine transparentere Organisation ermöglichen. Großzügige Unterstützung gab es wieder von Bernard, dem Gründer von ADESERH, der sein Haus für organisatorische Treffen zur Verfügung stellte.
 
Daneben hat Sinikka über die zwei Monate ihres Aufenthalts hinweg mit dem Wassermeister zusammen die Quellschüttung gemessen, um ein besseres Bild über die Verlässlichkeit der Versorgung zu bekommen. Ansonsten hat sie das Team von HPE in seinen anderen laufenden Projekten auf vielfältige Weise unterstützt, mal als Fotografin, mal als Übersetzerin, zur Schulung im Umgang mit Programmen, beim Erstellen von Umweltbildungsmaterial... Im Austausch hat HPE sich um Unterkunft und Versorgung gekümmert sowie einen Kreol-Sprachkurs organisiert.
 
Nicht zuletzt verstärkt jeder Aufenthalt in Haiti unsere Bindungen mit den Menschen vor Ort, erweitert unsere Kenntnis über die Situation im Land und die Probleme, mit denen die Bewohner zu kämpfen haben.
 
Zeitgleich wurde in unserer Regionalgruppe in Deutschland das technische Planungsdokument fertig gestellt und liegt mittlerweile zur Übersetzung bei unseren Partnern in Paris. Anfang Dezember findet das nächste Treffen mit allen Projektpartnern in Paris statt. Darin werden wir besprechen, wie es weitergehen wird.