Bewässerungslandbau in der Afar-Wüste - Aktueller Stand
Die technische Planung der Bauwerke ist bis auf Feinheiten soweit fertig. Dazu gehören vor allem der ressourcenschonende Bau eines Damms, überwiegend aus Steinen aus der Wüste, eines Kanals zu den Zisternen und die Zisternen selbst. Der Damm wird in ein nahegelegenes Flussbett gebaut, das während der Regenzeit gefüllt ist und durch den Damm aufgestaut und abgeleitet werden kann. In den Zisternen wird dieses Wasser gespeichert, so dass es nach der Regenzeit genutzt werden kann. Gleichzeitig planen wir, durch die Anordnung von halbmondförmigen Landschaftsstrukturen an einer leicht abschüssigen Landschaft, eine bessere Aufnahme des Regenwassers in den Boden. Außerhalb der Regenzeit sollen die halbmondförmigen Beete durch eine Tontopf-Bewässerung wassersparend versorgt werden. Dabei lagern sich die Wurzeln der Pflanzen an den mit Wasser gefüllten Tontöpfen an.
Aktuell beschäftigen wir uns in der Projektgruppe hauptsächlich mit dem Fundraising, damit wir unsere geplanten Maßnahmen auch bald vor Ort umsetzen und den Bewohnern von Arsis helfen können. Neben der Suche nach einer Partnerstiftung waren wir seit diesem Sommer auch mehr in Stuttgart unterwegs, um unser Projekt bekannter zu machen. Wir haben auf verschiedenen Veranstaltungen durch einen Stand der Regionalgruppe Stuttgart auf uns aufmerksam gemacht. Seit Juni haben wir auch eine Pfandaktion laufen, bei der wir mit Geschäften Kooperationen eingehen. Dabei können Kunden ihre Pfand-Bons an unser Projekt spenden.
Weiter beschäftigen wir uns mit der Planung der Schulungen für die Bewohner von Arsis. Die bisher größtenteils als Halbnomaden lebenden Bewohner haben wenig Ahnung von landwirtschaftlichem Anbau und Abläufen. Diese sollen den direkt vom Projekt geförderten Bewohnern möglichst nachhaltig und auch langfristig nahe gebracht werden. Dabei ist es wichtig die verschiedenen Bedürfnisse geeigneter Pflanzen und den jahreszeitlichen Ablauf des landwirtschaftlichen Anbaus vor Ort zu berücksichtigen.
Die Projektgruppe ELRAP bedankt sich für alle bisherigen Spenden und freut sich auch weiterhin über Ihre Unterstützung.