Es geht weiter!
Liebe Projektinteressierte und Unterstützer,
Da sich seit dem Winter 2017 viele Dinge bezüglich des Brunnenbaus verändert haben, mussten wir unsere Planungen weitestgehend anpassen und überarbeiten. Leider war eine sehr konkrete Planung unseres Vorhabens zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich. Dies lag unter anderem an einem Krankheitsfall bei „L‘eau c‘est la vie“, einem Programm der Stiftung St. Martin aus der Schweiz, die in Kamerun Brunnen bauen und mit denen wir bezüglich des Brunnenbaus zusammenarbeiten.
Anfang März konnten wir dann wieder auf die volle Kraft von St. Martin setzen und haben uns über Vergangenes und weitere Pläne ausgetauscht. Ein erster Besuch des Dorfes, der sogenannte „Visite des Site“ von St. Martin fand Ende März statt. Dabei wurde festgestellt, dass einige Brücken zu den Ortsteilen und auch der Weg zum Dorf nicht für die Transporter geeignet sind. Diese werden daher aktuell von den Dorfbewohnern ausgebessert. Auch muss vor der sogenannten „Animation“ und „Prospektion“ ein finanzieller Eigenanteil vom Dorf verrichtet werden. Die Entrichtung des Eigenanteils von Nkoumissé-Sud an St. Martin war von Anfang an ein kritischer Punkt, da die Kakaoernte im Herbst 2017 verglichen mit anderen Jahren wenig Geld beim Verkauf eingebracht hat.
Außerdem wird St. Martin unsere angestrebte Lösung von drei Brunnen, die in einer Phase gebaut werden, nicht erfüllen können, da dies vor anderen Dörfern nicht gerechtfertigt werden könnte. Daher sollen vorerst zwei Brunnen gebaut und in einer möglichen zweiten Phase, die ein bis zwei Jahre später stattfinden könnte, der dritte Brunnen gebaut werden. Die erste Phase könnte von „L‘eau c‘est la vie“ aus schon Anfang Mai beginnen. Allerdings ist dies aufgrund der Probleme mit dem finanziellen Eigenanteil vom Dorf nicht möglich, da dieser im Voraus bezahlt werden muss. Weitere Erläuterungen zum Vorgehen von „L‘eau c‘est la vie“ werden folgen.
Wie schon in einem vorherigen Eintrag erwähnt, sollte im Frühjahr die Implementierung stattfinden. Daher mussten wir diverse Vorbereitungen, inhaltlich, medizinisch und organisatorisch treffen. Nach intensiver Arbeit in den letzten Wochen sind drei Mitglieder unserer Projektgruppe (Julia, Samuel und Tobias) am Montag (23.04.) nach Yaoundé (Hauptstadt von Kamerun) geflogen. Die Implementierung wird voraussichtlich bis zum 19.06. dauern. In dieser Zeit werden sich die Implementierenden mit diversen Projektinhalten beschäftigen. Eine genauere Beschreibung der Aktivitäten wird in den nächsten Blogeinträgen von den Implementierenden aufgegriffen und mit den praktischen Erfahrungen in Kamerun näher erklärt.
Angehängt sind noch drei Eindrücke aus der Erkundung, um diese Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen. Ab dem nächsten Eintrag wird es dann neue Bilder von der Implementierung geben!
Wir freuen uns auf die spannenden nächsten zwei Monate und hoffen, dass unsere Vorbereitungen sich zumindest zu einem großen Teil umsetzen lassen können.
Viele Grüße von der gesamten Projektgruppe!