Tag 2 bis 4

Nach dem wir uns am Dienstag erstmal gesammelt und aklimatisiert haben (ist ja doch recht warm hier), haben wir uns am Mittwoch mit der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) getroffen.
Bei dem zweistündigen Treffen haben wir viel über die Schwerpunkte der GIZ erfahren, welche sich dann doch sehr von unseren unterscheiden. Denn noch war das Gespräch sehr aufschlussreich und interessant. Uns wurden wertvolle Kontakte vermittelt, die uns bei unseren Anliegen sicher weiterhelfen können. 
Unser Termin bei der Welthungerhilfe hingegen war wie bei der letzten Ausreise wieder ein Volltreffer! Wir haben bald einige Meetings in Kasungu und werden dort den DEM (District Education Manager) und den CPEA (Coordinating Primary Education Advisor) treffen. Das sind, so sagte man uns, die wichtigsten Anlaufstellen für ein Schulprojekt und sie könnten uns alle Informationen geben, die wir für eine gute Erkundung und Evaluation jetzt brauchen und auch für die Implementierung nächstes Jahr. 

Am Donnerstag haben uns vormittags viel Papierkram durchgearbeitet. Ganz nach dem Motto `Was du heute kannst besorgen...." Weiterhin haben wir darüber gesprochen wie wir die Workshops durchführen wollen. Nachmittags sind wir dann in die Oldtown von Lilongwe gelaufen und haben dort gegessen und uns umgesehen. Außerdem waren wir auf Materialpirsch für die Workshops und kamen dann doch nicht an den Chitenje Läden vorbei. Der Markt war auf jeden Fall eine Erfahrung für sich. Scheinbar mögen Menschen in Malawi scheinbar sehr laute Musik. In einigen Teilen des Marktes war es so laut, dass wir schnell weiterzogen, um in Ruhe stöbern zu können, denn wir fanden eine unglaublich tolle Auswahl von Stoffen vor und konnten uns nur mit Müh' und Not entscheiden. Wieder im Camp angekommen haben wir uns um die Abrechnung gekümmert und ein wenig Billiard gespielt. 

Freitag trafen wir uns mit Renata Krzyvon-Schramm, Head of Projects von der Welthungerhilfe. Das war ein voller Erfolg! Daraus sind viele Kontakte in Kasungu entstanden. Unsere erste Anlaufstelle wird Muhlabase Zina sein, Projektverantwortliche von der WHH im District Kasungu. Muhlabase wird uns zu vielen weiteren wichtigen Kontakten führen, wie beispielsweise Bauunternehmen für Toiletten oder Unternehmen für das Brunnen-Assessment. Muhlabase würde mit uns auch zu den Chambala Schools fahren und uns bei der Durchführung von Workshops und Erkundung unterstützen können. Also ein erfolgreicher beidseitiger Austausch mit gefundenen Synergien! 
Zurück im Hostel haben wir ein malawisches Pärchen kennengelernt, das momentan eine Pizzaria baut. Die haben uns am Abend dann in ihr noch nicht ganz fertig gestelltes und noch uneröffnetes Restaurant eingeladen. Für den Abend haben sie extra ihren Küchenchef bestellt, der uns dann OHNE fließend Wasser und Strom (!) super leckere Pizza gemacht hat. Es war insgesamt eine super Abend mit sehr netten Menschen und leckerem Essen. Nach dem gemeinsamen Abendessen sind wir mit Tuk Tuks zurück zum Camp gefahren. Leider wurde das Tuk Tuk in dem Sven saß von der Polizei angehalten und sie wollten Sven nicht weiterfahren lassen, da er seinen Pass nicht dabei hatte. Gott sei Dank war im dem Auto hinter ihm der Besitzer des Restaurants, der dann mit der Polizei sprach, sodass das Sven doch weiterfahren konnte. Danach erfuhren wir, dass die Polizisten uns eigentlich nicht nach den Pässen fragen dürfen - jetzt sind wir auf jeden Fall beim nächsten Mal schlauer.