Ankunft in Kasungu

Am Samstag gab es Regen. Nein, es hat nicht nur geregnet. Es hat geschüttet. Inklusive Blitz und Donner. Selbst mit Gummistiefeln wären wir nicht weit gekommen.
Also erstmal die vergangenen Tage Revue passieren lassen und die kommenden Treffen vorbereiten. Neben bei freunden wir uns mit der Fauna an. Christina hat Roachie Rich schon ziemlich ins Herz geschlossen. Ist er nicht niedlich?

Nachdem wir uns in den ersten Tagen mit allen wichtigen Organisationen in Lilongwe getroffen haben, kommt jetzt ein bisschen Schwung in die Sache: 
Mit den richtigen Kontakten im Gepäck brechen wir auf nach Kasungu. Dort treffen wir direkt Muhlabase Ziba von der Welthungerhilfe, die uns von ihrem Schulprogramm im Distrikt Kasungu erzählt. Begeistert hören wir, dass auch die Chambala Primary School unter ihre Obhut fällt. Muhlabase erzählt uns, dass dort momentan eine Schulküche inklusive Lagerraum gebaut wird, um die Kinder versorgen zu können. Außerdem wurden einige Vorkehrungen getroffen, um die Hygiene an der Schule zu verbessern. Da sind wir direkt Feuer und Flamme, fragen weiter nach und verabreden uns am nächsten Tag zu einem Treffen an den Schulen.
Abends wurde es noch etwas abendteuerlich. Die von uns präferierten Lodges waren leider schon belegt, sodass wir uns noch auf die Suche nach einem alternativen Schlafplätzchen begeben mussten. Zum Glück waren wir erfolgreich und konnten anschließend noch zusammen mit Patrick besprechen, was am nächsten Tag zu tun ist.

Ein Wimpernschlag später stehen wir am nächsten Montag schon an den Chambala Schulen in Chikhosi und es ist wirklich überwältigend. An der Primary School werden wir von unserem Ansprechpartner Alex und dem Headteacher Johnny mit allen Schülern der acht Klassen begrüßt. Nach langen Absprachen vor der Ausreise, ist die Freude groß, dass wir uns endlich persönlich kennenlernen. Bei der Führung über das Gelände werden uns die zwei Brunnen sowie die Sanitäranlagen beider Schulen gezeigt. Leider ist einer der Brunnen bereits versiegt und die Sanitäranöagen befinden sich in einem sehr schlechten Zustand, ganz zu schweigen davon, dass es zahlenmäßig viel zu wenige für die 850 Schüler sind. Nach dem Besuch der Schule laden uns die Dorfbewohner zu einem Meeting in ihrer Kirche ein, um weitere Probleme zu besprechen. Wir hören zu und schreiben fleißig alles mit.
Danach sind wir an der Reihe und sollen eine Rede halten. Wir stellen uns vor, erklären, dass wir das letzte Projekt evaluieren wollen und gleichzeitig alle neuen Aufgaben sammeln und weitere Pläne besprechen.
Die Erwartungen sind groß: die ersten Projektvorschläge sollen schon jetzt umgesetzt werden und der Wunsch nach einem weiteren Brunnen für beide Schulen ist groß. Mit vielen neuen Eindrücken, Informationen und Aufgaben geht es zurück zur Unterkunft, wo wir das weitere Vorgehen diskutieren.