Die Chambala Schulen und unser Versuch Chichewa zu lernen

Unsere erste Woche an den Chambala Schulen ist jetzt schon fast vorbei. Es ist extrem viel passiert und das ist auch der Grund, warum wir jetzt erst dazu kommen euch wieder zu schreiben.
Am Dienstag haben wir zusammen mit Muhlabase drei andere Grundschulen in der Umgebung angesehen. Alle drei Schulen sind Teil des gleichen Welthungerhilfeprogramms wie die Chambala Primary School. Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich diese drei Schulen sind. So hat uns die Situation an der ersten Schule sehr betroffen gemacht, da der Zustand und die Anzahl der Toiletten noch schlechter ist als an unseren Projektschulen. Andererseits war die dritte Schule, die wir uns ansehen konnten, im Vergleich sehr gut ausgestattet. Jedoch könnte auch da noch einiges getan werden. Die Besichtigung der Schulen war für uns vor allem sehr hilfreich, um einen Vergleich zu unseren Projektschulen zu bekommen.

Mit diesen vielen neuen Eindrücken sind wir am Mittwoch sehr motiviert wieder an die Arbeit an unseren Projektschulen gegangen. Dort erwartete uns zuerst ein Treffen mit der Parent-Teacher-Association und dem Schulmanagement der Secondary School. Bei diesem Treffen hatten wir die Möglichkeit, uns mit den betroffenen Gruppen über die Priorisierung der potentiellen Projekte zu unterhalten. Uns hat die Art der Versammlung sehr gefallen: Zuerst haben sich die Gruppen für eine interne Priorisierung zurückgezogen, dann haben wir diese unter uns besprochen und am Ende gab es noch eine offene Diskussion. Insgesamt war das Meeting sehr erfolgreich und wir werden in den nächsten Tagen weiter erkunden, welche der priorisierten Projekte für uns umsetzbar sind.
Wie wir von Muhlabase erfahren haben, wird an der Primary School ein Sanitär- und Hygieneprogramm von der Welthungerhilfe durchgeführt. Teil davon ist der SchoolHealthClub, in dem 30 Schüler wöchentlich spielerisch Inhalte zu Sanitär und Hygiene lernen. Wir hatten das Glück, dass wir an diesem Tag eine dieser Stunden besuchen konnten. Uns wurde ein selbstgeschriebenes Gedicht zum Thema Sanitär vorgetragen und anschließend konnten die Schüler ihr erlerntes Wissen in einem Quiz zur Schau stellen. Es war echt sehr schön zu sehen,dass es in diesem Bereich einen solchen Fortschritt an der Schule gibt. Danach durften wir uns als Schüler unter Beweis stellen und etwas Chichewa lernen...oder zumindest haben wir es versucht. Wir müssen zugeben, was so einfach aussieht, entpuppt sich als echte Herausforderung. Dennoch, auch wenn unser Chichewa noch etwas brüchig ist, war dies ein sehr erfolgreicher und aufschlussreicher Tag zu Ende.

Nachdem gestern unser Augenmerk auf den Problemen der Secondary School lag, ist am Donnerstag die Primary School an der Reihe. Auch hier haben wir ein Treffen mit der Parent-Teacher-Association und dem Schulmanagement. Hier war es schwieriger, einen gemeinsamen Konsens zu finden, aber nach einer langen Besprechung war auch dies möglich.
Als nächstes starten wir zu den beiden Brunnen, wo wir Wasserdurchflussmengenmessungen durchführen. Auf dem Weg zu den Brunnen begleitet uns eine sehr große Kinderschar, die uns sehr interessiert beobachten. Bei den Messungen konnten wir starke Unterschiede zwischen den Brunnen feststellen und werden diese in den nächsten Tagen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erneut durchführen.
Danach haben wir uns mit dem Head Teacher der Primary School über die Toilettensituation an der Schule unterhalten. Es war sehr interessant, seine Meinung zu hören und wir hoffen, dass wir in der Zukunft die sanitäre Situation verbessern können.
Wie ihr seht, geht es gut voran und wir tun unser Bestes, dass es in den nächsten Tagen genau so weiter geht!