Evaluation des Brunnenprojekts und Wassertests

Für den letzten Tag der ersten Woche an den Chambala Schulen stand ein großer Bestandteil der Evaluation des Wasserprojektes aus 2016 an. Dazu haben wir uns mit dem Wasserkomitee an dem Brunnen getroffen. Es war schön zu sehen, dass es dieses Komitee noch gibt und dass so viele Leute Teil davon sind.
Zuerst haben wir dem Komitee viele Fragen gestellt, die auf unserer Evaluationsliste standen. Der Brunnen scheint einer der ergiebigsten und beständigsten in der Umgebung zu sein, das Komitee ist noch immer sehr aktiv und sehr glücklich über das Projekt. Das freut uns natürlich sehr!
Anschließend überprüften wir die Qualität des Wassers mit verschiedenen Schnelltests. Das Komitee haben wir mit unserem Übersetzer Patrick in jeden Schritt mit einbezogen und sie waren sehr interessiert an den Tests. Leider haben die Schnelltests ein paar Auffälligkeiten gezeigt, weshalb wir sofort ein Labor in Lilongwe anriefen. Den Kontakt hatten wir uns vorsichtshalber vorher schon von der Welthungerhilfe besorgt. Zum Glück konnten wir einen kurzfristigen Termin für die Wasserproben für Samstag ausmachen, auch wenn es etwas umständlich war: Wir mussten den Labormirarbeiter aus Lilongwe abholen, zu den Schulen in Kasungu fahren und ihn wieder zurück nach Lilongwe bringen. Jeder Weg dauert 2 Stunden. Also gab es eine spontane Planänderung: Wir haben uns dazu entschieden, uns aufzuteilen: Christina kümmert sich mit Patrick und Muhlabase um die Wasserproben und Niklas & Sven bleiben in unserem Teteleli-Büro in Kasungu und machen Papierkram: Wochenbericht, Blog, eine Menge Erkundungs- & Evaluationsfragen bearbeiten und Fotos sortieren. So wussten wir nach dem Wochenende, was wir noch alles in der letzten Woche zu tun haben werden. Es war auch an der Zeit, eine Telefonkonferenz mit unserer restlichen Regionalgruppe im Ruhrgebiet halten, um sie über die Geschehnisse hier auf den neusten Stand zu bringen.

Der Start in unsere letzte Woche begann mit vielen Meetings mit mehreren Personen, die für die Bildungsverwaltung im District zuständig sind (z. B. District Education Manager). In einem Gespräch haben wir Baupläne von verschiedenen Toiletten bekommen, die wir nach der Ausreise mit unserer RG sichten können und evtl. für folgende Implementierungen nutzen können. Dann gab es eine Überraschung: Wir wollten zur Primary School, aber es waren keine Kinder da. Dies lag daran, dass es ein kirchlicher Feiertag war, von dem wir nichts wussten. Zum Glück war aber an der Secondary School Unterricht, sodass wir uns mit einigen Schülern über ihre Probleme an der Schule unterhalten konnten, um auch ihre Sicht von der sanitären Situation zu erfahren.
Zurück in unserem Teteleli-Büro haben wir die finale Planung für unsere Sanitär- & Hygiene-Workshops durchgeführt. Davon erzählen wir euch aber in der nächsten Folge des Blogs :)