Zurück in Sipili - Es gibt Fortschirtte
Nach den zahlreichen Gesprächen in Nairobi sind wir nun wieder gut in Sipili angekommen. Nachdem wir auf dem Weg nach Sipili in Nakuru weitere Treffen hatten, besuchten wir am Wochenende zwei Nutzergruppentreffen, besuchten Zisterne Nr. 7 aus der allerersten Bauphase im Jahr 2008 und wurden vom Schriftführer der Co-Operative über die Geschehnisse der letzten zwei Wochen geupdatet.
Wir trafen ein zweites Mal Mitglieder des Rotary Clubs in Nakuru. Der Austausch mit Rotary ist besonders wichtig, da auch sie in der Projektregion aktiv sind. In den Bereichen Technik und Mikrofinanzen besteht der Bedarf eines intensiven Austausches, um beide Projekte nachhaltig wirksam zu gestalten.
Am Freitag besuchten wir das Treffen der Nutzergruppe Kiriko. Besonders gespannt waren wir hier auf die Buchführung. Nachdem im letzten Jahr dabei erhebliche Mängel aufgefallen waren, investierte das Ausreiseteam 2017 Zeit, um die Buchführung auf Vordermann zu bringen. Und die Arbeit in der letzten Projektphase hat sich gelohnt! Es hat uns große Freude bereitet, einen Blick auf die saubere Arbeit zu werfen, die seit Mai 2017 bis heute gemacht wurde. Die Kreditvergabe ist nun für alle Mitglieder transparent und nachvollziehbar dargestellt. Generell ist der Chairman der Nutzergruppe – Paul Kariuki – sehr zufrieden mit der aktuellen Situation in der Gruppe. Er berichtete uns von Plänen der Gruppe, ab nächstem Jahr ein erstes gemeinsames Projekt zu starten, von dem sie uns nach Deutschland berichten werden. Wir sind gespannt!
Neben dem Treffen der Nutzergruppe Mawe besuchten wir am Wochenende außerdem Zisterne Nr. 7. Die erste Bauphase liegt mittlerweile 10 Jahre zurück. Anni, die mittlerweile 19 Jahre alt ist und vor einem Monat die Prüfungen der Secondary School abgelegt hat, kann sich noch an den Bau erinnern. Mit ihren Geschwistern und Cousins lebt sie bei ihren Großeltern auf dem Hof und nutzt wie alle anderen nach wie vor das Wasser aus der Zisterne. Es ist sehr erfreulich, die zufriedenstellenden Ergebnisse weit vergangener Projektphasen zu begutachten.
Außerdem gab uns der Schriftführer der Co-Operative, John Maina, ein Update über die vergangenen zwei Wochen. Gemeinsam mit dem Management Committee der Co-Operativen wurde beschlossen, dass mit der Kreditvergabe an die Nutzergruppen gestartet werden soll. Nun müssen noch Vorlagen für die benötigten Formulare erstellt werden. Die Kreditvergabe an die Nutzergruppen stellt jedoch nur den Anfang der Aktivitäten der Co-Operativen dar. Wie im Zielfindungsworkshop besprochen wurde, stehen gemeinsame Projekte wie die Hühnerzucht, Milchziegen und die Anschaffung gemeinsamer Maschinen auf der Agenda für die nächsten Monate und Jahre. In weiteren Treffen mit dem Management Committee wird auf einen Zeitplan hingearbeitet, der die anzustrebenden Meilensteine festhält. Nach dem Motto „Unity is Strength“ befindet sich die Co-Operative weiterhin auf einem guten Weg.