Der Datenlogger – gut Ding braucht Weile

Nachdem in zwei vorangegangenen Projektphasen bereits vorgesehen war einen Datenlogger an einer Zisterne anzubringen, ist es in diesem Jahr nun endlich gelungen. Er sendet!
Doch worum handelt es sich überhaupt bei dem Datenlogger?

Unser Datenlogger ist ein technisches Gerät, welches Informationen über Füllstand, Luft- und Wassertemperatur der Zisterne sammelt. Diese Informationen werden stündlich an einen Server gesendet, von dem aus, die Projektgruppe die Daten abrufen kann. Der Datenlogger wird über eine kleine Solarzelle immer wieder aufgeladen und läuft mehrere Jahre lang autonom. Die Anforderungen an Robustheit und Langlebigkeit sind enorm und haben die zwei Doktoranden aus der Projektgruppe, die maßgeblich an der Entwicklung beteiligt waren, vor so manche Herausforderung gestellt. Aber nun ist es geschafft und die gesendeten Daten kommen beim Server an!           
Am wichtigsten ist für uns der Verlauf des Füllstandes der Zisterne über das Jahr hinweg. Reicht die Dachfläche aus, um die Zisterne in der Regenzeit zu füllen? Genügt die Zisternengröße den Nutzern der Zisterne?         
Die Zisternenbesitzerin, bei welcher der Datenlogger eingebaut wurde, ist Esther Wahu. Esther lebt mit ihrem Mann und vier Kindern auf dem Grundstück. Für ihre Nachbarn steht das Wasser der Zisterne zur Nutzung als Trinkwasser jederzeit zur Verfügung. Die Familie selbst nutzt das Wasser auch zu anderen Zwecken. So hat ihr Mann letztes Jahr das Zisternenwasser zum Verputzen eines befestigten Schornsteins genutzt, der die Rauchbelastung beim Kochen über offenem Feuer erheblich reduziert. Ebenfalls durch das Zisternenwasser ermöglicht wird die Aufzucht von ca. 50 Hühnern, die mit dem Wasser aus der Zisterne versorgt werden. Die Mitgliedschaft in der Co-Operative könnte ihr in Zukunft dabei helfen die Hühnerzucht zu vergrößern und den Zugang zu effizienteren Märkten zu ermöglichen.