Lange Reifezeit, grosse Einsichten, weite Umsicht

Lange Reifezeit, grosse Einsichten, weite Umsicht

Der zweite Teil unserer Reise stand ganz im Zeichen der Vertiefung unserer Kontakte und der Suche nach weiteren potenziellen Partnern und Lieferanten. Den vollen Zeitplan konnten wir mit der hervorragenden Unterstützung von unserem Projektpartner umsetzen und er war dennoch flexibel genug, um Termine bei zu starken Regenfällen verschieben zu können und um die ein oder andere Spontanmaßnahme an unseren beiden Projektschulen durchzuführen.
So haben wir insbesondere an bestehenden Zisternen zur Wasserversorgung der Schulen Löcher geschützt und Öffnungen mit Insektennetzen versehen. Wir konnten mit den Verantwortlichen an den Schulen als auch im Austausch mit unserer Regionalgruppe in Köln viele Ideen entwerfen, die wir nach unserer Rückkehr im Detail prüfen möchten. Darunter fallen zum Beispiel zusätzliche Wasserzisternen, eine bessere Nutzung der Dachflächen zur Regenwassergewinnung, eine mögliche Anbindung an die staatliche Energieversorgung oder in Zusammenarbeit mit einer lokalen Berufsschule auch die ursprünglich angedachte dezentrale Energieversorgung per Photovoltaikanlage. Für alle Optionen haben wir an den Schulen die notwendigen Hintergrundinformationen gesammelt, Proben genommen, Skizzen und Fotos gemacht und das Gelände vermessen.
Neben der Arbeit darf das Vergnügen nicht zu kurz kommen: Unsere zahlreichen Mitbringsel für die Schüler in Form von Bällen, Luftpumpen und Fußballtrikots des SC Borussia 05 Köln Kalk wollten nach der Übergabe natürlich stets eingeweiht werden. Vielen Dank an den Verein und dem Sportgeschäft Intersport Köln für diese Spenden!
Bei den Gesprächen in den verbleibenden Tagen - sowohl mit staatlichen Versorgern für Wasser und Strom als auch mit privaten Unternehmen und Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO’s) in den nächsten größeren Städten Moshi und Arusha - stießen wir auf offene Ohren und konstruktive Vorschläge. Um unser Bild der Ausgangslage für den nächsten Projektschritt zu vervollständigen konnten wir uns hier auch schon erste Angebote einholen und einen Eindruck von den lokalen Anbietern gewinnen.
Besonders freuen wir uns über die Zusammenarbeit mit der NRO Kilimanjaro Childlight Foundation, deren Gründer Frank Georg uns bei der Besichtigung eines Kindergartens von der unbürokratischen und gezielten Hilfe überzeugen konnte, die diese Organisation für Kinder aus ärmeren Familien leistet. Mit ihr haben wir einen starken Partner mit einem wertvollen Netzwerk vor Ort gewonnen.
Die lange Vorbereitung hat sich gelohnt, wir reisen mit vollen Notizbüchern zurück nach Deutschland und sind uns sicher, dass wir mit den gesammelten Informationen eine geeignete Ausrichtung des Projektes und die dafür sinnvollsten Maßnahmen identifizieren können.
Unser Dank gilt ganz besonders unserem Projektpartner Steven Moshi, der uns beherbergt und verköstigt hat und der unsere treibende Kraft vor Ort ist. Asante Sana!