Abschluss unserer Inselerkundungen in Sumba

Abschluss unserer Inselerkundungen in Sumba

Vor unserer Erkundungsreise wurde uns immer wieder gesagt, dass in Indonesien sehr großes Potential sowohl in Papua, als auch in Sumba besteht. Die beiden Regionen seien aber grundsätzlich verschieden in ihren Voraussetzungen und auch der Menthalität der Menschen. Wir waren nach Papua also sehr gespannt auf unsere neuen Erfahrungen auf Sumba. 

Die Insel ist im Vergleich zu Papua deutlich trockener und kleiner. Wir können hier über die Kontakte von Daniel hauptsächlich den westlichen Teil der Insel in den Regionen Sumba Barat Daja und Sumba Tengah besuchen.

Der zukünftige Bupati von Sumba Barat Daja lädt uns ein ein Dorf zu besuchen, in dem eine PV-Anlage installiert wurde bevor der Anschluss ans Stromnetz kam. Die Anlage funktioniert allerdings im Moment nicht und nach Messungen stellt sich heraus, dass wie wir in Papua auch öfter festgestellt hatten, auch hier die Batterien defekt sind. Niemand aus der Gegend kann die Anlage selbstständig reparieren oder eine Reparatur bezahlen, weshalb die Anlage schon länger still steht. Und das, obwohl die Module noch in sehr gutem Zustand sind. Nachdem wir noch länger mit dem Dorfältesten reden können, werden uns noch zwei andere Dörfer gezeigt, die ein wunderbares Beispiel dafür sind, was mit guter Planung und Techink alles klappen kann. Hier wird über ein PV-Pumpensystem von Lorentz Wasser aus einer Höhle heraus in zwei 20-Gehminuten voreinander entfernte Dörfer gepumpt. Trotz Trockenzeiten haben beide Dörfer anscheinend fast immer ausreichend Wasser. Leider gibt es in der Region nur insgesamt drei dieser Anlagen und viele Dörfer sind noch weder mit Wasser noch Strom versorgt. 

Ein wirklich beeindruckendes zukünftiges Projekt bekamen wir am Rand der Region Sumba Barat Daja zu sehen. Hier ist ein sehr traditionelles Dorf auf die Spitze eines Berges gebaut. Die Häuser sind teilweiße schon über 100 Jahre alt, aber die Bewohner müssen für Trinkwasser immer den beschwerlichen Weg den Berg herunter zu einer Quelle gehen. Die vollen Kanister müssen dann die teils schlammigen und ruschtigen Wege ca. 80 Höhenmeter einen extrem steilen Hang getragen werden. Das hat die Dorfbewohner veranlasst sich für selbst zu engagieren ein PV-Pumpensystem zu installieren. Für Beratungen wurde Daniel zusammen mit uns von IOG hinzugezogen und ein mögliches Projekt mit den UKRIM Studenten diskutiert. 

Es war wirklich sehr beeindruckend zu sehen welche Mühen Erwachsene und Kinder hier jeden Tag auf sich nehmen um an Trinkwasser zu kommen!

Hochmotiviert durch das Engagement und Potential auf den Inseln reisten wir am 17. Juni wieder zurück nach Yogyakarta um uns abschließen mit den Zuständigen und Studenten an der UKRIM zu treffen.