Implementierung in 2015

Implementierung in 2015

Die Implementierung Phase 2 lief von Anfang März 2015 bis Anfang April 2015.

 

Das erste der Toilettenhäuser, das als Mädchentoilette geplant war, wurde provisorisch für Jungen und Mädchen fertig gestellt. Je 2 Kabinen für Mädchen und 2 Kabinen für Jungen. In eine der 4 Kabinen wurden zusätzlich zur Hocktoilette 2 Urinale installiert. Diese sollen nach Fertigstellung des zweiten Hauses wieder abgebaut werden. Diese Kabine kann also von 2 Jungen zum Urinieren oder von einem für das große Geschäft genutzt werden.

 

An der Seite des Hauses wurde ein Wassertank aufgebockt, der über ein Verbindungsrohr von der Dachrinne mit Regenwasser gespeist wird. Dort können sich die Kinder nach Benutzung der Toilette die Hände waschen. Das Abwasser wird über die Drainagerinne in den benachbarten Abhang geleitet. Nach Fertigstellung des zweiten Hauses soll dieser Tank auf einer Brücke zwischen den Häusern stehen und so von beiden Dächern gespeist werden. Der Zugang zu den Kabinen wird dann jeweils seitlich erfolgen. Die jetzt als Zugang dienende hölzerne Brücke fällt dann weg.

 

Mit diesem Toilettenhaus ist es möglich, die bisher neben den Klassenräumen eingerichteten offenen Urinal-Ecken verschwinden zu lassen. Weiterhin scheint es möglich zu sein, das Sanitär- und Hygienebewusstsein bei der Dorfbevölkerung soweit zu steigern, dass die im Dorfbereich versteckten öffentlichen Aborte in Form von ‚Donnerbalken’ verschwinden werden.

 

Das Haus wurde in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern PEECAS und später EBECUDA von örtlichen Handwerkern aufgebaut. Dabei sind viele Dinge in enger Absprache mit kompetenten einheimischen Gesprächspartnern diskutiert und entschieden und oft auf die örtlichen Verhältnisse abgestimmt worden.

 

In der Gemeinde wurde ein ‚Sanitation Board’ gebildet. Das zeigt, dass man sich der Sache angenommen hat und auch in der Lage ist, die Toiletten ohne unsere langfristige Begleitung zu betreiben. Durch den flächenmäßig sehr großen Schulgartenbereich ist eine langfristige Verwertung des anfallenden Düngers und des Komposts möglich. Dabei kann durch eine entsprechende Unterrichtsführung eine sehr große Steigerung der persönlichen Erkenntnisse der Schüler erreicht werden. Es ist zu hoffen, dass sich dieser Wissenstransfer auch bei den älteren Generationen der Dorfbevölkerung durchsetzen wird.

 

Nach anfänglicher Skepsis wuchs das Interesse der Dorfbewohner mit zunehmendem Fortschritt der Arbeiten sichtbar an. Je deutlicher wurde, was dort entsteht, desto mehr Leute aus dem Dorf kamen, um uns bei der Arbeit zuzusehen. Insofern ist die Implementierung als Erfolg zu bewerten.