Unsere ersten Tage im Dorf - Nkoumissé-Sud

Unsere ersten Tage im Dorf - Nkoumissé-Sud

Liebe UnterstützerInnen, liebe Interessierte,

 

wie bereits im letzten Blogeintrag angekündigt erzählen wir euch heute von unseren ersten Tagen in Nkoumissé-Sud. Am Mittwochnachmittag machten wir uns mitsamt unseren Materialien auf den Weg ins Dorf und wurden dort abends vom Chef du Village und einigen weiteren Dorfbewohnern erwartet und sehr nett empfangen.

Am nächsten Morgen haben wir uns auf den Weg zur örtlichen Schule gemacht, um uns ein Bild von den Gegebenheiten für den Toilettenbau zu machen. Zur Begrüßung haben wir einige Gastgeschenke (Fußbälle, Schreibhefte und Stifte) mitgebracht. Auch dort wurden wir sehr herzlich willkommen geheißen und sogar mit einem kurzen Lied von den Kindern begrüßt. Zu unserer Freude wurde an der Schule ein eigenes Tippy-Tap nach unserem Vorbild im vergangenen Jahr gebaut, was zeigt, dass unsere Arbeit hier vor Ort bereits Früchte trägt. Nach einem netten Austausch mit den Lehrern ging es für uns zurück, da noch ein Gespräch mit unserem Techniker, der für die geplante Schultoilette verantwortlich ist, angesetzt war. Bei dem Gespräch haben wir unsere Vorstellungen mit ihm abgestimmt, sodass die Vorbereitungen für den Toilettenbau bereits auf Hochtouren laufen. Hierbei leisten die Dorfbewohner einen wichtigen Eigenanteil, indem sie Baumaterialien wie Holz und Sand beschaffen. Noch am selben Abend haben wir uns mit den Mitgliedern vom Wasserkomittee getroffen, und unsere jeweiligen Vorstellungen über die wichtige Arbeit des Komitees ausgetauscht.

Am Freitag haben wir dann die Stelle besucht, an der der erste Brunnen gebaut wird und mit den Dorfbewohnern vor Ort eine erste Hygienesensibilisierung durchgeführt. Im Austausch mit den Dorfbewohnern hat sich abermals gezeigt, wie wichtig Laurent (Chef unserer Partnerorganisation ESF) für uns ist. Zum einen als Übersetzer in die Stammesprache „Bassa“ und zum anderen kommt Laurent aus dem Dorf. Dies ermöglicht es, sensible Inhalte so zu übermitteln, dass sie richtig bei den Dorfbewohnern ankommen. Abends folgte dann noch von unserer Seite aus eine kurze Zwischenreflexion unserer bisherigen Ausreise, sowohl auf persönlicher als auch auf Projektebene.

Für Samuel war dieser leider schon der letzte Abend. Weil am Samstag sein Rückflug nach Deutschland ging, machte er sich mittags gemeinsam mit Laurent auf den Weg nach Yaoundé. Da Samuel unser Projektleiter ist und sich durch seine kamerunischen Wurzeln hervorragend mit den Leuten und den örtlichen Gepflogenheiten auskennt, stehen wir natürlich weiterhin in engem Kontakt mit ihm, was durch den schlechten Empfang hier im Dorf nicht immer ganz einfach ist.

Vergangenen Dienstag haben wir von unserem technischen Partner St. Martin die Nachricht bekommen, dass die Arbeiten am Brunnen am nächsten Tag beginnen werden. Mehr dazu folgt im nächsten Blogeintrag.

 

Bis nächste Woche

Eure Ausreisenden Souka, Louis und Nora