Ausreiseteam in Sierra Leone angekommen!
28.12.2019 – 03.01.2020
Wenige Tage nach Weihnachten heißt es für Laetitia, Henning und Henrik aus unserer Projektgruppe wieder „Auf Wiedersehen, Deutschland!“ und „Kusheh, Salone!“ („Hallo, Sierra Leone!“ auf Krio). Die wahrscheinlich wichtigste Ausreise unseres Projektes beginnt!
Aber warum ist diese Ausreise so wichtig?
In den nächsten Tagen wollen wir gleichzeitig evaluieren, wie gut die Nutzung der gebauten Trockentrenntoiletten bisher funktioniert hat, und herausfinden, wie wir die Technik weiter in der Region verbreiten können. Das ist eine Menge Arbeit, die von den mittlerweile mehr als 20 Mitglieder*innen unserer Projektgruppe das gesamte letzte Jahr vorbereitet wurde.
Wie sehen die Trockentrenntoiletten ein Jahr nach dem Bau aus?
Nach der Ankunft unseres Projektteams in Freetown wird keine Zeit verschwendet und die drei fahren direkt zu unserem Projektpartner MADAM nach Makeni und von dort zur Schule im Dorf Makali, wo die Toiletten stehen. Zusammen mit den beiden Lehrern, die sich als Caretaker um die Toiletten kümmern, wird der aktuelle Stand begutachtet. Zu unserer großen Freude funktioniert alles wie gewünscht: die Toiletten sind sauber und stinken nicht, die Urinkanister werden regelmäßig gewechselt, die Trocknung der Fäkalien funktioniert und die Lehrer haben sogar eigenständig ein Konzept entwickelt, das einen regelmäßigen Unterricht über die Toiletten für die Schüler*innen beinhaltet und einen Reinigungs- und Wartungsplan. Also alles TOP!
Nur ein paar kleine Schönheitsmängel an der Toilette sind aufgetreten, zum Beispiel ist die Wandfarbe von zwei Toiletten durch die Sonne von grün zu blau gewechselt, aber das können wir verkraften. ;-)
Wie können wir die Technik weiterverbreiten?
Wichtig vor einer Weiterverbreitung der Technik ist uns, dass das Pilotmodell an der Schule ohne Probleme läuft. Dazu gehört neben einer funktionierenden Nutzung auch eine funktionierende Kompostierung, aber dazu in einem anderen Blogeintrag mehr. In den nächsten Tagen der Ausreise werden wir schon einmal zusammen mit den Dorfbewohner*innen und unserer Partnerorganisation verschiedene Ideen für die Weiterverbreitung entwickeln. Das wird auf jeden Fall interessant und wir können nur raten: Stay tuned!