Vorbereitung der Implementierung

Nachdem wir unseren Erkundungsbericht abgeschlossen haben, sind wir nach Auswertung der gesammelten Daten und Informationen gemeinsam mit unserem Projektpartner zum Entschluss gekommen, die Implementierung in Angriff zu nehmen. So haben wir zunächst eine verbindliche Anlagenspezifikation (Lastenheft) erstellt, um auf dessen Grundlage Angebote mehrerer, zuvor in Bangladesch besuchter Firmen, einzuholen. Nach der Bewertung der eingereichten Angebote wurde Ende 2019 ein Vertragspartner ausgewählt.

Die sich zu Beginn des Jahres 2020 ausbreitende Corona-Pandemie sowie die Prüfngszeiträume des Schulsystems in Bangladesch führten dazu, dass wir unsere Ausreise auf das Jahr 2021 verschieben müssen. Dann sollen in einer ersten Pilotphase 3 der insgesamt 32 Schulen mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden. Der Betrieb dieser drei Anlagen soll dann über den Zeitraum von ca. 1 Jahr hinsichtlich seiner Wirkung beobachtet werden. Die verbleibende Zeit bis zu unserer Ausreise nutzen wir nun, um ein Monitoring-Konzept für diese einjährige Pilotphase zu erstellen.

Neben der Erarbeitung des Monitoring-Konzepts befinden wird uns im engen Kontakt mit unserem Projektpartner. Die Corona-Pandemie hat in einem Land wie Bangladesch deutlich schlimmere Auswirkungen als bei uns. Dazu kam kürzlich noch ein Zyklon. Die in Bangladesch weiterhin tätigen NGOs tun ihr Möglichstes, um die existenzgefährdenden Auswirkungen von Pandemie und Zyklon durch Nahrungsmittelnotversorgung in Grenzen zu halten. Insbesondere in den abgelegenen, armen, ländlichen Gebieten im Nordosten, wo auch die Ananadalok-Schulen angesiedelt sind ist die Lage extrem schwierig.

 

(Foto: Lisa Wolff)