Hunderttausend Liter für Ahakatuntu

Auch in Tansania stehen unsere Baustellen nicht still. Gerade wurden die Arbeiten an einem weiteren 100.000-Liter-Tank im Dorf Ahakatuntu im Distrikt Karagwe begonnen. Die Zisterne wird für etwa 1400 Menschen die Versorgung mit Wasser sicherstellen. Da vor Ort keine Möglichkeiten zum Auffangen von Wasser bestehen und keine Quelle vorhanden ist, soll von einer zentralen Stelle Wasser über Leitungen nach Ahakatuntu gepumpt werden.

Der Standort dieser Zisterne wurde von unserer tansanischen Partnerorganisation MAVUNO ausgewählt, da in Ahakatuntu keine natürliche Quelle vorhanden ist und es immer wieder gesundheitliche Probleme durch mindere Wasserqualität gibt. Nach Inbetriebnahme der Zisterne wird das aufwendige Wasserholen, das jeden Tag mehrere Stunden in Anspruch nimmt, der Vergangenheit angehören. So werden die Frauen und Kinder, deren Aufgabe das Wasserholen meistens ist, mehr Zeit für die Feldarbeit und die Schule haben. Vor allem sinkt das Risiko von Krankheiten, die mit verschmutztem Wasser in Zusammenhang stehen.

Zehn Arbeiter benötigen einen Monat für den Bau der oberirdischen, zylindrischen Zisterne. Ein weiterer Monat ist veranschlagt, um die Zuleitungen zu verlegen. Die Fundamente für die Seitenwände sind bereits fertig. Nun wurde die Bewehrung für die Stahlbetonstützen, die später den Ringanker tragen, vorbereitet. Außerdem wurde schon der Boden des Tanks betoniert. Als nächstes werden die Abschnitte zwischen diesen Stützen ausgemauert.

Nach der Fertigstellung geht die Zisterne in das kollektive Eigentum der Dorfgemeinschaft über. Die Bewohner haben beschlossen, mit einem regelmäßigen Beitrag die Wartung des Tanks zu finanzieren. Damit wird auch die monatliche Prüfung der Wasserqualität durch MAVUNO bezahlt.

Parallel zu den Bauarbeiten werden die Menschen über den lokalen Radiosender und über Poster hinsichtlich Hygiene und insbesondere zu den Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus geschult. Momentan gibt es in Tansania zwar erst ca. 500 bestätigte Infektionen. Das Thema wird aber sehr ernst genommen und die Bauarbeiter wurden mit Masken und Desinfektionsmitteln ausgestattet.

Seit 2008 arbeiten wir in Tansania mit der lokalen Organisation MAVUNO zusammen. Durch diese langjährige Kooperation ist es jetzt möglich, die Projekte fortzusetzen, ohne das Mitglieder von Ingenieure ohne Grenzen vor Ort sein müssen.