Ein kurzes Update aus Minziiro

Minziiro

Ein kurzes Update aus Minziiro

Seit Sonntag dem 14.06. ist Katherina, ein Mitglied unserer Projektgruppe, nun zur Umsetzung der nächsten Phase in Uganda. Nachdem sich die Straßenverhältnisse nach Minziiro stetig verbessern und der Weg machbar ist, tauchte das nächste Problem auf: Uganda hat die Corona-Beschränkungen wieder verschärft, das heißt, man darf zur Zeit nicht von einem Distrikt in den nächsten reisen. Dieses Problem konnte unser Projektpartner aber schnell klären, da von dieser Beschränkung zu unserem Glück touristische Reisen und Anfahrten der Arbeiter zu ihren Baustellen ausgenommen sind. Nichts desto trotz dürfen wir während der Implementierung aufgrund dieser Beschränkungen leider keine Schulungen durchführen, da Zusammenkünfte vieler Menschen verboten sind. Daher haben wir unsere WASH-Schulungen so vorbereitet, dass Katherina einen Mitarbeiter unseres Projektpartners in die Themen WASH (Water, Sanitation and Hygiene) und technische Funktionsweise des Wasserversorgungssystems einarbeiten wird, damit dieser, sobald möglich, die Schulungen durchführen kann. Unser Projektpartner ist sehr erfahren in Sachen Schulungen.  

Wie auch schon beim letzten Implementierungsschritt bringt sich die Bevölkerung von Minziiro sehr engagiert ein. Sie haben bereits den gesamten Graben für die neue Wasserrohrleitung ausgehoben, Ziegelsteine besorgt und mit den Arbeiten für das Tankfundament und dem zweiten Wasserkiosk oben auf dem Berg begonnen.

Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb der ugandischen Firma, die die technischen Arbeiten der zweiten Phase ausführen wird, und Lieferschwierigkeiten der Booster-Pumpe haben dazu geführt, dass die Mitarbeiter nun erst am kommenden Montag, also mit einer Woche Verspätung in Minziiro angekommen werden. Sie werden dann die Solar-Paneele, die Booster-Pumpe, die Wasserleitung sowie den Tank installieren und sind zuversichtlich die Arbeiten innerhalb einer Woche, bis zu Katherinas Abreise, fertig zu stellen.

Zwischenzeitlich hat Katherina die Tage gut genutzt und alle noch fehlenden Baumaterialien besorgt. Zudem konnte sie bereits das bestehende Wasserversorgungssystem in Augenschein nehmen und unsere im Vorfeld angefertigte Checkliste durchgehen. Dabei sind ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die nun in den nächsten Tagen verbessert werden, wie beispielsweise das Fliesen der Wasserausgabestelle, damit der Putz vom Spritzwasser nicht so sehr angegriffen wird. Insgesamt ist das System nach wie vor in einem sehr guten Zustand und läuft einwandfrei, was uns sehr freut. 

Wir bedanken uns nochmals recht herzlich bei allen Unterstützern, unzählige Privatpersonen, einer Stiftung und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, ohne die dieses Projekt nicht möglich wäre!

Baustart für den zweiten Wasserkiosk