Bericht zum Covid-Hilfspaket Teil 3

Kind waescht sich die Haende

Pemba ist ein Grundschullehrer in der Projektregion. Er wurde von Classroom in the Clouds (unserem Projektpartner) eingestellt, um in einer öffentlichen Schule zu unterrichten. Er berichtete uns:

„Unsere lokale Verwaltung stellte sicher, dass nur Besucher mit einem negativen PCR-Test in die Gemeinde einreisten. Die Verwaltung erfasste auch Informationen über den Gesundheitszustand und ermittelte die Anzahl an Covid-19 Fällen. Personen mit Covid-19 Symptomen wurden isoliert und durch örtlichen Gesundheitsbeamte betreut.

Als die lokale Verwaltung zuversichtlich war, dass die Situation kontrollierbar sei, wurden alle möglichen Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs getroffen. Die Schulen öffneten mit reduzierten Unterrichtsstunden und einer begrenzten Anzahl von Schulkindern. Es wurden Masken getragen und eine persönliche Hygiene eingehalten. Nur ein Zehntel der Kinder durfte nicht zur Schule kommen.

Ich fand es schwierig die Schutzmaßnahmen bei den Kindern im Alter von 4–8 Jahren umzusetzen. Wenn sie nicht die ganze Zeit beobachtet wurden, dann versammelten sie sich schnell und legten die Masken ab. Einige haben ihre Masken regelmäßig verloren. Die Lehrer:innen hatten für die Kinder nicht immer ausreichend Ersatzmasken. In unseren Schulen wurden auch medizinische Masken verteilt, die nicht wiederverwendbar sind. Diese waren für die kleinen Kindern zu groß. Die Desinfektionsmittel und Seifen waren nach ein paar Monaten aufgebraucht.

Glücklicherweise unterstützte uns Classroom in the Clouds mit Desinfektionsmitteln, Seifen und wiederverwendbaren Masken, die länger hielten und von allen Kindern benutzt wurden. Die Masken wurden extra für die Kinder entworfen, sodass sie auch den Kleinsten gut passten. Jedoch bestand noch immer das Problem, dass manche Kinder ohne Masken zur Schule kamen. Jedes Kind hat zwei Masken bekommen. Die Seifen und Desinfektionsmittel wurden auf die verschiedenen Klassen aufgeteilt, sodass jedes Kind diese bei Bedarf benutzen konnte. Wir konnten die Materialien aus dem Hilfspaket bis zum Ausbruch der zweiten Welle und den erneuten Schulschließungen verwenden.

Die zweite Welle war deutlich stärker und führte zu mehr Krankheitsfällen in den Dörfern. Deshalb mussten die Schulen wieder geschlossen werden. Anfangs unterstützten wir die Kinder weiter, indem wir Unterricht in Kleingruppen durchführten und Hausbesuche machten. Allerdings bat uns der lokale Gesundheitsbeauftragte darum, die Unterstützung einzustellen. Derzeit planen wir das neue Schuljahr und arbeiten von zuhause aus. Leider können wir unsere Schulkinder nicht mit Hilfe von virtuellen Plattformen erreichen und es wurde nicht viel unternommen, um Kinder beim Lernen zuhause zu unterstützen.

Wir hoffen, dass die Fälle bald zurückgehen und wir wieder Handlungsfreiräume bekommen, um neue Wege zum Unterrichten zu finden. Wenn die Schulen wieder öffnen, dann benötigen wir neue Masken, da es auf dem lokalen Markt noch immer einen Engpass gibt.“