Bericht zum Covid-Hilfspaket Teil 4

Masken und Desinfektionsmittel

Anfang des Jahres haben wir zusammen mit unserem Projektpartner “Classroom in the Clouds” Schulen bei Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus unterstützt. Zuvor wurden in der Projektregion infolge der ersten großen Welle die Schulen geschlossen, wobei es kaum Alternativen zum Präsenzunterricht gab; die meisten Schulkinder in Nepal, insbesondere in den ländlichen Regionen, haben keinen Zugang zum Internet und der Unterricht über Radio stellte für viele Kinder eine große Herausforderung dar. Letztendlich trafen die Kinder sich zum Lernen in kleineren privaten Gruppen, Lehrer:innen machten Hausbesuche insbesondere bei Kindern die weit entfernt wohnten. 

Nachdem die Lage sich nach der ersten Welle etwas beruhigt hatte, konnte der Präsenzunterricht wieder aufgenommen werden. Hierfür waren jedoch Hygienemaßnahmen erforderlich, die ohne externe Unterstützung nicht umgesetzt werden konnten. Zusammen mit unserem Projektpartner konnten wir 4372 waschbare Masken (755 EUR), 585 Blöcke Kernseife (141,43 EUR) und 200 Liter Desinfektionsmittel (1044,42 EUR) für insgesamt 2186 Schulkinder bereitstellen. Die Masken wurden von lokalen Schneiderinnen hergestellt und zusammen mit der Seife und den Desinfektionsmitteln durch den Projektpartner auf die Schulen verteilt. Der Projektpartner stellte auch sicher, dass die Materialien korrekt eingesetzt werden. 

So konnten alle Schulen vorerst den Präsenzunterricht wieder aufnehmen. Die Masken wurden durchwegs viel verwendet, wobei einige Kinder diese nur ungerne trugen und diese gelegentlich verlegten oder verloren. Auch die Maskengröße war nicht für jedes Kind optimal. Zu dem Zeitpunkt war das Tragen von Masken für Lehrer:innen nicht verpflichtend, weshalb manche von ihnen keine trugen. Die Lehrer:innen freuten sich insbesondere über die Desinfektionsmittel, da die Waschmöglichkeiten in den Schulen oft nicht ausreichten. 

Nachdem die nächste Welle mit der deutlich ansteckenderen Delta-Variante auch Nepal getroffen hatte, mussten die Schulen leider erneut schließen. Anfangs fand noch Unterricht in kleineren Gruppen außerhalb der Schule statt. Die Materialien waren auch zu diesem Zeitpunkt noch hilfreich: Die Kinder trugen in den Lerngruppen ihre Masken und desinfizierten ihre Hände und die Lehrer:innen nutzten die Seifen und Desinfektionsmittel auch bei ihren Treffen in der Schule. 

Insgesamt sind wir zufrieden und glücklichmit dem Ablauf und das wir auch in dieser schwierigen Situation vor Ort behilflich sein konnten. Zusammen mit unserem Projektpartner haben wir beschlossen ein zweites Hilfspaket für einen längeren Zeitraum auf die Beine zu stellen. Dabei werden wir Probleme, die bei der Umsetzung des ersten Hilfspaketes entstanden, vermeiden. So sollen zum Beispiel Masken in unterschiedlichen Größen genäht und verteilt werden.