Aktueller Stand der Planung

defekter Brunnen

Ein sonst stark frequentierter Brunnen in der Nähe der Nakiwaate Grundschule, ist seit der coronabedingten Schulschließung defekt. Alternativ holen die SchülerInnen Wasser aus umliegenden Wasserlöchern

Das Projekt an der Nakiwaate Grundschule schreitet voran. Unser Projektteam bereitet intensiv die Erkundung vor, die wegen der Lage in Uganda verschoben werden musste. Ähnlich wie in Deutschland kommt es aufgrund der Coronapandemie immer wieder zu Verzögerungen und Schließungen. So konnte für lange Zeit 2021 kein Schulunterricht stattfinden. Anfang Januar 2022 öffneten die Schulen nun endlich zur Freude aller Beteiligten wieder. Möglich machte dies die priorisierte Impfung aller Lehrer*innen.

Das Gespräch mit den Lehrer*innen und Schüler*innen ist ein zentraler Bestandteil der Erkundung. Denn neben den technische Daten sind vor allem die Bedürfnisse der Stakeholder vor Ort entscheidend für den nachhaltigen Projekterfolg. Dem Projektteam blieb also zunächst nichts anderes übrig als die Erkundung auf 2022 zu verschieben.

Diese Zwischenzeit nutzten wir, um via Mail und Videocalls mit dem Projektpartner weitere Details und Informationen zu sammeln. Es konnte ein erster Lageplan mit allen Gebäuden sowie deren Funktionen auf dem Schulgelände skizziert und der direkte Kontakt zur Schulleiterin aufgebaut werden. Mittels Fotos und Problembeschreibungen von ihr und dem Projektpartner hat das Team nun bereits vor der eigentlichen Erkundung ein gutes Gesamtbild der Lage bekommen. Fehlende Fenster und Mängeln an der Fassade sowie am Dach scheinen aktuell zu einer hohen Staubbelastung in den Klassenräumen zu führen. Zusätzlich entsteht bei Regen ein hoher Lärmpegel. Beides beeinträchtigt den Unterricht erheblich und erschwert das konzentrierte Lernen. Doch nicht nur die bauliche Infrastruktur der Klassenräume scheint unzureichend. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind zu wenig Latrinen vor Ort und die Vorhandenen sind in einem hygienisch schlechten Zustand. Auch ist unklar, ob überhaupt eine verlässliche Wasserversorgung besteht. Wir wurden von unserem Projektpartner darüber informiert, dass der Hauptbrunnen für SchülerInnen und BewohnerInnen während der Schulschließungen (fehlendes Sicherheitspersonal) beschädigt wurde.

Das Projektteam arbeitet intensiv daran die Vorbereitungen für die Erkundung abzuschließen. Erwartet wird, dass während der Erkundung Details über den baulichen Zustand der Gebäude und des gesamten Geländes gesammelt werden können. Zusätzlich sollen Gespräche mit Lehrer*innen und Schüler*innen sowie weiteren Stakeholdern geführt werden, um die zentralen und wichtigsten Bedarfe definieren zu können. Nach der Erkundung plant das Team anhand der gesammelten Informationen konkrete Maßnahmen abzuleiten, die die Lernumgebung der Schüler*innen nachhaltig verbessern sollen.