Vertreter von IOG erneut nach Nepal gereist um Projektplanung für den Wiederaufbau vor Ort fortzusetzen
Derzeit besucht ein Vertreter von IOG Gemeinden in ländlichen regionen Nepals, auf dem Foto ist er gerade in Petku, hier sind 45 Häuser nicht mehr bewohnbar. Mit dem Wiederaufbau wurde hier noch nicht begonnen, hierfür fehlen noch die finanziellen Mittel und Baumaterial ist aktuell nicht verfügbar.
Die Menschen hier sind verunsichert. Ob und wann der Staat ihnen helfen wird ist völlig unklar. Sie würden gerne wieder in normalen Häusern leben, wissen aber nicht wie man erdbebensicher baut. Unser mögliches Angebot ist, sie zu schulen und ihnen beizubringen was beim erdbebensicheren Bau zu beachten ist. Sie sind bereit in der Gemeinde gemeinsam zu lernen und ihre Häuser aufzubauen.
Der Winter steht vor der Tür, die Notunterkünfte sind eng und kalt. Diese können nicht ohne Weiteres beheizt werden. Teures Baumaterial können sich die Anwohner nicht leisten, dies wird ebenfalls ein Teil unseres Projektes sein.
Aus Indien kommt seit über 2 Monaten kein Baumaterial über die Grenzen, Benzin, Zement, Holz und Wellbleche sind kaum verfügbar. Quasi alle Hilfsorganisationen warten auf eine Lösung. Weltweit demonstrieren Nepalis vor Indischen Botschaften und alle hoffen das das Problem bald gelöst wird. Vorher kann kein Wiederaufbau beginnen.
Auch Holz ist ein Problem. Normalerweise werden pro Gemeinde 2-4 Häuser im Jahr gebaut (abhängig natürlich von der größe der Gemeinde) Jetzt müssen hunderte, tausende Häuser gebaut werden. Soviel Holz geben die Community-Wälder nicht her. Auch wird Hartholz benötigt. Dies ist nicht überall vorhanden.
Die Menschen würden sich sehr freuen wenn sie Hilfe bekommen würden.
Unsere Idee des Projektes ist folgende:
Wir bilden die Gemeinde, insbesondere die Maurer, in erdbebensicherem Bauen aus. Dazu wurde bereits ein Ausbildungskatalog vom Staat erarbeitet an dem Ingenieure ohne Grenzen sich orientieren wird.
Wir liefern die Pläne für die Häuser und beschaffen die lokal nicht verfügbaren Baumaterialien.
Wir bilden weiterhin „On the job“ aus und bauen die Häuser mit den Familien zusammen wieder auf.
Die Familien liefern die Steine und die notwendige Arbeitskraft.